„Schweizer Taschenmesser“ Pomer lässt Ried aufatmen
Aufsteiger SV Ried hat seinen ersten Dreier in der ADMIRAL Bundesliga eingefahren und ist nach vier Runden endgültig im Oberhaus angekommen. Matchwinner beim 2:0 bei Blau-Weiß Linz war Doppelpacker Philipp Pomer.
„Nach dem ersten Tor habe ich eine kleine Träne vergossen. Ich widme es meinem Kind“, sagte der 28-jährige Allrounder. „Philipp nenne ich gerne unser Schweizer Taschenmesser, weil er alles spielen kann“, lobte Coach Maximilian Senft. Frust herrscht indes bei BW Linz.
Die dreiteilige Oberösterreich-Woche der Rieder hat damit nach Maß begonnen. Der Auswärtssieg der Innviertler am Samstag in Linz war verdient und lässt die Sportvereinigung, die nun bei vier Punkten hält, erst einmal aufatmen. „Der Tag war schön. Wenn die Jungs es so gut umsetzen, dann ist das richtig geil“, meinte Senft. „Wenn wir mal das Momentum haben, dann können wir auch spielerisch etwas erzeugen“, sagte der 36-Jährige. „Wir haben verdient gewonnen. Wir wollten Blau-Weiß unser Spiel aufzwingen. Übers ganze Spiel hat unser Plan sehr gut funktioniert“, bilanzierte Pomer.
Blau-Weiß nach vier Runden völlig blank
Bei Teil zwei der Derby-Woche ist Ried am Dienstag in der zweiten Cup-Runde bei Drittligist Union Gurten Favorit, bevor es vier Tage später wieder nach Linz zum LASK geht. Für die Athletiker, die einen Zähler hinter der SVR liegen, ist der Saisonauftakt ebenfalls nicht nach Wunsch gelaufen wie beim Stadtrivalen. Allerdings hat Blau-Weiß nach vier Spieltagen noch überhaupt nichts vorzuweisen: Keine Punkte und noch nicht einmal ein erzieltes Tor. Und obendrein droht mit Ronivaldo der Torschützenkönig der Vorsaison auszufallen, der Stürmer musste mit einer Oberschenkelblessur früh vom Feld.
Entsprechend groß ist der Katzenjammer bei den Linzern, die vor wenigen Monaten noch in der Meistergruppe gespielt hatten. „Wir haben gehofft, dass uns das Derby auf die Erfolgsspur bringt. Leider ist uns das nicht gelungen. Wir schaffen es nicht, 90 Minuten alles zu investieren“, sagte Neo-Coach Mitja Mörec, der nun frühzeitig viel Druck verspürt. „Ich mache mir keine Gedanken um den Job, ich bin weiterhin positiv“, beteuerte der 42-Jährige. Mörec meinte aber auch: „Wir müssen uns verbessern. Jeder einzelne Spieler muss sich in die Pflicht nehmen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.“ Dieses soll und muss am Mittwoch im Cup in Schwaz erfolgen.
(APA) / Artikelbild: GEPA
