Schwere Stürze im Kvitfjell-Training: Nächste Ski-Stars verletzt
Mit schwierigen äußeren Umständen gilt es an diesem Wochenende beim Ski-Weltcup in Kvitfjell fertig zu werden. Auf die Piste, auf der die vorletzte Abfahrt dieser Alpin-Saison gefahren werden soll, kam noch einmal Neuschnee. Im extrem verkürzten Training am Freitag stürzten Adrian Smiseth Sejersted und Cyprien Sarrazin und verletzten sich.
Sarrazin, der im Jänner in spektakulärer Manier beide Kitzbühel-Abfahrten gewonnen hatte, zog sich laut Angaben des französischen Skiverbandes eine traumatische Verletzung an der linken Wade zu. Er werde am Wochenende kein Rennen bestreiten können, was Marco Odermatt im Kampf um die Abfahrts-Kristallkugel entscheidend helfen könnte.
Sejersted, der in sehr weichen Schnee kam, erlitt laut ersten Informationen am Freitag eine Schulterverletzung. Er musste mit dem Helikopter in die Klinik nach Lillehammer geflogen werden. Sejersted war der einzige einigermaßen erfahrene Speed-Pilot im norwegischen Team. Im Mini-Training wurde, um die Piste zu schonen, nur der oberste Teil der Strecke bis zum Russi-Sprung befahren, der am Donnerstag ausgespart worden war. So könnte am Samstag die Abfahrt über die gesamte Streckenlänge gehen. Am Sonntag (jeweils 12.00 Uhr) findet ein Super-G statt.
Schnellster im Abschlusstraining war der Franzose Ken Caillot, der auf den 50 Fahrsekunden mit zwei anspruchsvollen Kurven seinen Landsmann Adrien Fresquet knapp hinter sich ließ. Bester Österreicher war Otmar Striedinger als 15., Raphael Haaser war 16. und Vincent Kriechmayr 22. Stefan Rieser wurde als 32. geführt. In Hinblick auf das Rennen hat die Ergebnisliste praktisch null Aussagekraft.
(APA/red.) / Artikelbild: GEPA
