Bei 115 km/h! Schwerer Sturz von Österreicher Mandlbauer im Viererbob
Der Viererbob-Wettkampf bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo ist vom schweren Sturz des Österreichers Jakob Mandlbauer überschattet worden.
Der 27-Jährige Steirer kippte am Samstag im zweiten Lauf bei 115 km/h mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi auf die linke Seite und rutschte so fast die halbe Bahn hinab.
„Es war wieder in Kurve neun, da sind wir im Training schon mal gestürzt“, erklärte Bertschler danach. „Die Einfahrt war nicht perfekt, dadurch war hinten raus nicht mehr viel zu machen. Wir waren froh, dass der ÖOC-Arzt gleich zur Stelle war und sich um uns gekümmert hat.“
Mandlbauer musste danach behandelt werden, das Rennen war für fast 20 Minuten unterbrochen. Nach langem Warten konnte Mandlbauer schließlich auf einer Trage abtransportiert werden. Er war bei Bewusstsein, sein Kopf war mit einer Halskrause stabilisiert und sein Körper in eine Wärmefolie gehüllt.
Er wurde Richtung Krankenwagen gebracht. Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien.
Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen.
Treichl Halbzeit-Zehnter
Nach einem kapitalen Fehler am Start des ersten Laufs ist Markus Treichl am Samstag im Medaillenrennen des olympischen Viererbob-Bewerbs in Cortina d’Ampezzo als Zehnter nach zwei Läufen zurück. Sein Rückstand auf die Podestplätze beträgt exakt eine halbe Sekunde, drei deutsche Schlitten mit Johannes Lochner an der Spitze liegen voran.
„Leider hatte ich einen Riesenfehler im ersten Lauf“, erklärte der Tiroler. „Nach der Startspur bin ich ein bisschen zu weit links gefahren und ins Starteck rein. Da stimmt dann die ganze Passage in den ersten zwei Kurven nicht. Das kostet unglaublich viel Zeit.“ Die weitere Fahrt habe er dann gut erwischt. „Auch die zweite war akzeptabel.“ Nach einer Analyse wollen er und die Seinen am Sonntag noch einmal angreifen.
Lochner vor Triumph auch im zweiten Bewerb
Der 32-Jährige hatte sich mit den Anschiebern Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber nach starken Trainingsleistungen durchaus Medaillenchancen ausgerechnet, die insgesamt drittbeste Startzeit in Lauf eins hätte auch noch gepasst. Die Crew um Zweier-Olympiasieger Lochner mit Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer hatte 0,43 Sek. Vorsprung auf die Truppe von Titelverteidiger Francesco Friedrich, Adam Ammour und Co. lagen weitere 0,16 Sek. zurück. Treichl verlor im zweiten Lauf auf den Leader nur noch zwei Zehntel.
Der so wie Treichl im Training überzeugende Lokalmatador Patrick Baumgartner ist hinter dem Schweizer Michael Vogt (+0,71) Fünfter (+0,78). Die Entscheidung fällt am Sonntag in den Läufen drei und vier (10.00 und 12.15 Uhr).
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