Sebastian Waser: “Jetzt wollen wir auch ins Halbfinale”

via Sky Sport Austria
  • Ante Perica: “Es gibt immer eine Chance”
  • Michael Schrittwieser: “Ich kann ausschließen, dass ich eine Lösung für eine andere Position bin”

Die Klosterneuburg Dukes verlieren nach zwei Verlängerungen mit 107:112 gegen die Flyers Wels. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

(Trainer ):

…über die Leistung der Mannschaft: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der jungen Spieler, sie haben viel Energie gebracht, besonders in der ersten Halbzeit. Das war eine Gelegenheit für sie etwas Spielzeit zu bekommen. Wir hatten wieder zwei Verlängerungen, ich habe Angst, dass uns das zu viel Kraft gekostet hat, aber schauen wir mal.“

…über die Unterschiede zwischen den Teams: „Chambers war der Unterschied, er konnte sehr leicht einen Vorteil für sich herausholen und dann war das ein offener Wurf oder ein Korbleger. Das war der entscheidende Faktor in diesem Spiel.“

…über die Viertelfinalserie gegen Gmunden: „Es gibt immer eine Chance. Wir werden uns gut vorbereiten, wir gehen mit Selbstvertrauen in das Spiel. Schauen wir mal, was passiert, alles ist möglich im Basketball. Es gibt jetzt kein Training mehr, nur Regeneration, nur Videoanalyse. Wir müssen uns zuerst physisch regenerieren und auch mental, damit wir für das Spiel gegen Gmunden bereit sind. Gmunden hat eine lange Bank, sie haben mehr Spieler zur Verfügung, das ist ihr Vorteil.“

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…über die Niederlage: „Das Spiel ist vorbei, wir haben verloren. Wir fokussieren uns jetzt nur noch auf die Playoffs und haken das Spiel ab. Die jungen Spieler haben viel Einsatzzeit bekommen, jetzt ist das Ziel die Playoffs und wir schauen, dass wir gegen Gmunden gut spielen.“

(Trainer ):

…über das Spiel: „Es ist immer schwierig, beide Teams schonen gewisse Kräfte und dann entwickelt sich auf einmal so ein Spiel, dass wir den Sack zwei Mal nicht zumachen können. Ich bin aber unglaublich stolz und erleichtert, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir spielen jetzt zuhause gegen Vienna, das ist ganz wichtig und das ist auch für das Selbstvertrauen ganz wichtig. Wir haben trotzdem heute noch einige Kräfte mobilisieren können zum Schluss, wir konnten die Freiwurfquote steigern und das war das Wichtigste und auch das Ausschlaggebende, dass wir noch einmal zurückgekommen sind, es war nämlich in der ersten Overtime fast schon verloren.“

…über die Konzentrationsfehler in der Schlussphase: „Wir waren uns zu sicher. Genau dieser Gedanke nicht zu viel zu riskieren, weil wir ja doch schon wieder am Donnerstag spielen und dann wollte das Klosterneuburg zum Schluss einfach mehr, vor allem die jungen Spieler. Aber ich bin unglaublich stolz auf die Spieler, die heute bei uns in die Bresche gesprungen sind, das freut mich. Dass wir jetzt Vierter sind, ist für uns allgemein gut in der ersten Saison, für mich in der ersten Saison als Head Coach.“

…über die Legionäre Wilson und Chambers: „Chambers war hier gegen Klosterneuburg in allen drei Spielen, auch im Cup, sehr stark, das liegt ihm. Aber beide waren heute sehr fokussiert und das freut mich. Jetzt geht die Saison erst richtig los mit den Playoffs und da freut es mich, wenn alle Spieler richtig fokussiert sind.“

…über die Viertelfinalserie gegen den BC Vienna: „Es wird verdammt schwer. Wien ist wirklich eine sehr gute Mannschaft. Wir haben heuer zwei Mal gewonnen, zwei Mal verloren. Wenn wir Intensität aufs Parkett bringen, wenn wir geschlossen als Team spielen, haben wir eine Chance. Wir sind Vierter jetzt im Grunddurchgang, wir waren im Cup Final Four – jetzt wollen wir auch ins Halbfinale, dann sind wir in allen Geschichten unter den Top 4 und das wäre eine schöne Sache.“

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…über seine Leistung: „Es war einfach ein großartiges Spiel von uns als Team. Wir sind in der ersten Overtime in Rückstand geraten, aber haben uns zurückgekämpft. Die Burschen haben mir gesagt, dass ich aggressiv bleiben soll und das habe ich versucht. Ich habe einfach alles versucht, um meinem Team zum Sieg zu helfen.“

…über die Schlussphase: „Wir hatten einfach Konzentrationsprobleme, wir haben keine Stopps bekommen und auch keine Defensivrebounds. Hoffentlich können wir das ändern, wenn es jetzt in die Playoffs geht.“

…über den Heimvorteil in der Viertelfinalserie gegen Wien: „Das ist sehr wichtig. Nach dem letzten Spiel gegen Fürstenfeld haben wir die ganze Woche darüber gesprochen, dass wir vor unseren Fans spielen wollen. Deswegen sind wir hierhergekommen und haben alles dafür getan, dass wir den Heimvorteil bekommen.“

(Generalsekretär ÖBV):

…über die Trennung von Teamchef Matthias Zollner: „Es gibt so Momente im sportlichen Leben, wo man gemeinsam zur Übereinkunft kommt, dass es besser ist getrennte Wege zu gehen. Wir haben nach eingehender Analyse gemeinsam entschieden, dass wir diesen Weg nicht fortsetzen und im Interesse beider Parteien so früh wie möglich eine Entscheidung getroffen. Die Auffassungsunterschiede waren nicht so sehr inhaltlich, aber insgesamt war es doch so, dass sich der Verband im Führungsstil einer Nationalmannschaft ein bisschen eine andere Vorgehensweise vorgestellt hat. Matthias Zollner hat seinen eigenen Stil und der ist zu respektieren, aber manchmal stimmen die Interessen da eben nicht überein.“

…über die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft: „Wir sind ein bisschen in einer Pattsituation. Es ist schon auch ein bisschen davon abhängig, wie groß unsere Chancen sind eine Europameisterschaft nach Österreich zu holen. Davon wird maßgeblich auch die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft abhängen, das wollen wir jetzt ein bisschen abwarten. Aber wir haben uns alle gemeinsam nicht vorstellen können, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen und deswegen haben wir uns getrennt.“

…über die Suche nach einem neuen Teamchef: „Wir haben keinen Riesendruck. Wir haben sehr viele, die sich für den Job interessieren, wir wollen aber in Ruhe entscheiden und vielleicht ein bisschen eine Tendenz von der FIBA abwarten. Denn dann weiß man, ob ein Team komplett neu aufzubauen ist oder man vermehrt auf bestehende Kräfte zurückgreifen kann und dann wird man schauen, wer der richtige Betreuerstab ist für dieses Team. Wir führen jetzt Gespräche, um das Junifenster gut abzusichern und nähern uns dann Schritt für Schritt dem, was wir für die Zukunft machen wollen.“

…über eine Interimslösung: „Ich kann ausschließen, dass ich irgendeine Lösung bin außer in der Position, in der ich jetzt bin. Mike Coffin ist, wie auch andere, eine Alternative, naturgemäß ist es so, dass man es mit einem Assistant Coach interimistisch weiterführen könnte oder gleich zu einer Lösung für die Zukunft kommt. Hier gibt es aber noch keine eindeutige Tendenz, das Präsidium wird sich dann letztendlich festlegen.“

…über die Chancen die EM nach Österreich zu holen: „Ich bin einmal vorsichtig, aber ich glaube doch, dass wir bei sehr vielen Jugendeuropameisterschaften die Qualitäten bewiesen haben Veranstaltungen machen zu können. Andere Verbände, der Handballbund, haben vorgemacht, dass man Großveranstaltungen in Österreich organisieren kann und ich glaube auch, dass der europäische Verband sehr gerne nach Wien kommen würde. Aber hier sind im Vorfeld einige Dinge zu klären, auf die ich nicht im Detail eingehen kann und möchte. Wenn es soweit ist, werden wir das selbstverständlich kommunizieren. Die endgültige Vergabe ist zu Jahresbeginn 2019 zu erwarten.“

Leopold Eckerl (Sitting Bulls):

…über den 6. Platz in der Euroleague 1: „Das macht uns sehr stolz. Als kleiner Verein sind wir in die Topliga vorgestoßen und haben uns dort richtig gut verkauft. Der sechste Platz ist, als Amateure wie wir es sind gegen fast lauter Profimannschaften, für uns eine richtig hohe Auszeichnung. Sie haben uns auch dementsprechend Respekt entgegengebracht, man wird dann schon anders angeschaut, wenn man kein Kanonenfutter ist.“

…über die Trainingsmöglichkeiten der Mannschaft: „Bei unserem Verein ist es so, dass drei Mal in der Woche trainiert wird. Es sind viele berufstätig, einige studieren und da wird es immer richtig schwierig effektiv mit zehn Spielern zu trainieren.“

…über mögliche Verstärkungen: „Leute, die mitmachen möchten, sind auf jeden Fall willkommen. Wir sind auch immer wieder bei Frischversehrten am Drücker und versuchen sie mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl zum Sport zu bringen. Aber viele tun sich mit der Situation schwer und sehen den Rollstuhl auch nicht als Sportgerät.“