Sensation perfekt: Misolic erreicht Kitzbühel-Finale

Filip Misolic hat das am Freitag im Tiebreak des dritten Satzes abgebrochene Halbfinale beim Generali Open gewonnen und seinen Sensationslauf in Kitzbühel fortgesetzt.

Der 20-jährige Steirer, der in Tirol seine ATP-Tour-Premiere feiert, besiegte den Ex-Kitzbühel-Finalisten Yannick Hanfmann (GER) mit 6:2,2:6,7:6(4). Nur kurz darauf durfte er am Samstag gegen den als Nummer 3 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut sogar um den Titel beim ATP-250-Turnier kämpfen.

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Misolic war am Vortag gegen den Viertelfinal-Bezwinger von Dominic Thiem im dritten Satz schon mit zwei Breaks 1:4 zurückgelegen. Er hat damit die zweite Aufholjagd en suite erfolgreich beendet. Schon im Viertelfinale, ebenfalls am Freitag, hatte er gegen den Serben Dusan Lajovic nach einem 2:6,3:5-Rückstand noch in drei Sätzen gewonnen.

Misolic wird bester Österreicher im ATP-Ranking

Der 20-jährige Grazer Misolic hatte schon vor dem Endspiel eine Verbesserung in etwa auf Platz 135 sicher. Das bedeutet, dass er ab Montag der beste Österreicher in der Weltrangliste ist. Gewinnt er auch noch gegen Bautista Agut, dann kratzt er als 105. schon an den Top 100.

Kitz-Veranstalter freuen sich über gelungenes Turnier

Die Veranstalter des Generali Open haben am Finaltag des ATP-250-Turniers in Kitzbühel eine positive Bilanz gezogen. Davis Cup-Stimmung, volle Ränge, starke Leistungen der Österreicher und auch viel Prominenz prägten die diesjährige Auflage. „Es war eine herausfordernde Woche, aber eine wunderschöne. Die beste Stimmung in unserer Ära“, freuten sich die Turnierveranstalter Herbert Günther und Markus Bodner. 45.000 Tickets wurden in der Woche ausgegeben.

Zusätzlich wurden am frei zugänglichen Turniergelände samt weiterer Turnier-Plätze rund 600 Fans pro Tag gezählt. Bis zu 7.000 Fans waren auf der gesamten Anlage unterwegs. Da dies an die Grenzen der Infrastruktur stößt, will man auch keine Rekorde jagen, sondern die „perfekte Mischung finden“.

Alles andere als einfach seien zu Turnierbeginn die Absagen von Casper Ruud und Matteo Berrettini gewesen. „Der Sonntag war mit den Absagen ein Horror, auch, weil man als Turnier und ATP unverschuldet Glaubwürdigkeit einbüßt, wenn gleich die zwei Topgesetzten so unfassbar kurzfristig absagen“, meinte Turnierdirektor Alexander Antonitsch: „Auch hier muss gearbeitet werden. Mit Regeln für Spieler, die es ihnen schwerer machen, so kurzfristig abzusagen. Wir sind hier in Working Groups der ATP involviert, die an Lösungen arbeiten.“

Schön zu sehen war, dass nicht nur Dominic Thiem die Massen weiter begeistert. „Wir haben auch junge Österreicher, die das Publikum mit ihrer Spielweise mitreißen“, freute sich Antonitsch, der einen Spieltag wie den Freitag „von und mit Filip Misolic (…) in meiner Laufbahn noch nicht erlebt“ hat.

„Unser Ziel muss sein, dass wir von den Spielern her eine vernünftige Mischung haben. Den einen oder anderen interessanten Namen ganz vorn, außerdem werden wir alles daran setzen, dass ein Thiem hier spielt“, meinte Bodner. Das Turnier 2023 findet wieder eine Woche später statt, Termin ist vom 29. Juli bis 5. August. Vielleicht dann auch mit Casper Ruud, der seine Absage besonders bedauert hatte.

(APA.)

Beitragsbild: GEPA.