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Sieg in Spanien: Hamilton knackt Schumacher-Rekord

via Sky Sport Austria

Lewis Hamilton hat den Formel-1-Grand-Prix von Spanien auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gewonnen. Der Brite kontrollierte durchgehend das Tempo und erwies sich als wahrer Meister des Reifenmanagements. Zweiter war am Sonntag Hamiltons erster WM-Verfolger Max Verstappen im Red Bull, mit Valtteri Bottas landete der zweite Mercedes-Mann auf Rang drei.

“Ich war wie benommen da draußen. Ich habe mich wirklich sehr gut gefühlt”, freute sich Hamilton über seinen 88. Grand-Prix-Sieg, durch den ihn nur noch drei von Rekordhalter Michael Schumacher trennen. Dass die Reifen an seinem Mercedes diesmal perfekt funktionierten, habe ihn etwas überrascht. “Das Haushalten hat heute sehr gut funktioniert. Dass wir uns seit letzter Woche so verbessert haben, zeigt, wie stark dieses Team ist.” Bei den Podestplätzen ist Hamilton schon die Nummer eins. Mit seinem Sieg überholte er in dieser Statistik Schumacher (156 Platzierungen in den Top drei gegenüber 155).

Im WM-Ranking liegt der 35-Jährige nunmehr 37 Punkte vor Verstappen und 43 vor Bottas, der sich schon am Start seiner Chance auf den Sieg beraubte. “Eigentlich bin ich enttäuscht”, meinte der Finne, der das 50. Mal auf dem Formel-1-Siegerpodium stand. “Jeder weiß, wie schwierig es ist, auf dieser Strecke zu überholen.” Silverstone-Sieger Verstappen sprach erneut davon, das Maximum realisiert zu haben. “Ich denke, heute zwischen die Mercedes zu fahren, ist gut für uns. Ich bin sehr glücklich mit Platz zwei”, sagte der Niederländer.

Nur die Top drei beendeten das Rennen in derselben Runde. Lance Stroll und Sergio Perez, der wegen seiner Coronavirus-Infektion die vergangenen beiden Events verpasst hatte, holten für Racing Point die Plätze vier und fünf heraus. Sechster wurde Lokalmatador Carlos Sainz im McLaren, auf Position sieben stand am Ende der Name Sebastian Vettel.

“Das wäre eine Schande”: Ferrari-Chef schließt Vettel-Wechsel aus

Der Deutsche war neben Hamilton der große Gewinner im Reifenpoker. Er schaffte es, seinen leistungsschwachen Ferrari vom elften Startplatz mit einer Ein-Stopp-Strategie nach vorne zu manövrieren und staubte dafür die Auszeichnung als “Fahrer des Tages” ab. “Wir haben es einfach versucht. Wir hatten nichts zu verlieren”, sagte der Hesse. Für den viermaligen Weltmeister war es das zweitbeste Saisonresultat. Sein Stallrivale Charles Leclerc schied nach einem Dreher und einem Elektronik-Defekt kurz nach der Hälfte des Rennens aus.

Schwacher Start kostet Bottas Platz zwei

Der Verlierer der Startphase bei rund 30 Grad in Katalonien hieß Bottas, der zwei Plätze an Verstappen und Stroll verlor. Doch schon in der fünften Runde überholte Finne den Kanadier und war Dritter. Vorneweg fuhren Hamilton und Verstappen mit relativ geringem Abstand hintereinander. Erst allmählich zog der WM-Leader das Tempo an, während Verstappen vehement über nachlassende Hinterreifen klagte. Vor der 22. Runde zog Verstappen Medium-Walzen auf und kehrte auf Rang vier auf die Strecke zurück. Der 22-Jährige hätte den Stopp gerne früher durchgezogen.

Die Reifenwechsel von Hamilton und Bottas folgten zwei Runden später, virtuell hatte Verstappen durch seinen kürzeren Boxenstopp den Rückstand auf Hamilton wieder verringert. Bottas fuhr nun allerdings die schnellsten Rundenzeiten, setzte den Niederländer unter Druck. Daran änderte sich bis zur 41. Runde nichts, als sich Verstappen wieder neue Mediums abholte. Nachdem auch die Mercedes-Piloten ihren letzten Reifensatz angesteckt hatten, fuhr das Führungstrio das Rennen in der Reihenfolge Hamilton, Verstappen und Bottas nach Hause.

Für die Formel 1 geht es in zwei Wochen mit dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps weiter. Danach folgt das Italien-Doppel mit Stopps in Monza und Mugello.

Vorläufiger Endstand des Formel-1-Grand-Prix von Spanien am Sonntag in Montmelo bei Barcelona sowie die WM-Wertungen nach dem sechsten von vorerst 13 Saisonrennen:

Rennlänge: 66 Runden a 4,655 km = 307,104 km

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:31:45,279
Durchschnittsgeschw.: 202,486 km/h
2. Max Verstappen (NED) Red Bull +24,177
3. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes +44,752
4. Lance Stroll (CAN) Racing Point +1 Runde
5. Sergio Perez (MEX) Racing Point +1 Runde
6. Carlos Sainz jr. (ESP) McLaren +1 Runde
7. Sebastian Vettel (GER) Ferrari +1 Runde
8. Alexander Albon (THA) Red Bull +1 Runde
9. Pierre Gasly (FRA) AlphaTauri +1 Runde
10. Lando Norris (GBR) McLaren +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS) Renault +1 Runde
12. Daniil Kwjat (RUS) AlphaTauri +1 Runde
13. Esteban Ocon (FRA) Renault +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN) Alfa Romeo +1 Runde
15. Kevin Magnussen (DEN) Haas +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (ITA) Alfa Romeo +1 Runde
17. George Russell (GBR) Williams +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CAN) Williams +2 Runden
19. Romain Grosjean (FRA) Haas +2 Runden

Ausgeschieden: Charles Leclerc (MON) Ferrari

Schnellste Runde: Valtteri Bottas (FIN) Mercedes in der 66. Runde in 1:18,183 Min. (Schnitt: 214,340 km/h)

WM-Stand (nach 6 von vorerst 13 Rennen):

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 132
2. Max Verstappen (NED) Red Bull 95
3. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes 89
4. Charles Leclerc (MON) Ferrari 45
5. Lance Stroll (CAN) Racing Point 40
6. Alexander Albon (THA) Red Bull 40
7. Lando Norris (GBR) McLaren 39
8. Sergio Perez (MEX) Racing Point 32
9. Carlos Sainz jr. (ESP) McLaren 23
10. Daniel Ricciardo (AUS) Renault 20
11. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 16
12. Esteban Ocon (FRA) Renault 16
13. Pierre Gasly (FRA) AlphaTauri 14
14. Nico Hülkenberg (GER) Racing Point 6
15. Antonio Giovinazzi (ITA) Alfa Romeo 2
16. Daniil Kwjat (RUS) AlphaTauri 2
17. Kevin Magnussen (DEN) Haas 1

Konstrukteurs-WM (nach 6 von vorerst 13 Rennen):

1. Mercedes 221
2. Red Bull 135
3. Racing Point 63
4. McLaren 62
5. Ferrari 61
6. Renault 36
7. AlphaTauri 16
8. Alfa Romeo 2
9. Haas 1

Anm.: Racing Point wurden wegen eines Regelverstoßes in der Konstrukteurswertung 15 Punkte abgezogen.

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(APA).

Beitragsbild: Getty Images.