AARE,SWEDEN,13.MAR.15 - ALPINE SKIING  - FIS World Cup, giant slalom, ladies. Image shows Anna Fenninger (AUT). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Ski alpin: Fenninger geht mit klaren Vorteilen ins Finale in Meribel

via APA

Aare/Meribel (APA) – Anna Fenninger geht mit klaren Vorteilen ins Weltcup-Finale der alpinen Ski-Damen in Meribel. Die Titelverteidigerin aus Salzburg weist im Gesamt-Weltcup vier Rennen vor Schluss 30 Punkte Vorsprung auf ihre slowenische Rivalin Tina Maze auf. Maze kämpft zudem mit gesundheitlichen Problemen. Los geht’s in Frankreich bereits am Montag mit dem ersten Abfahrtstraining für Fenninger, Maze und Co.

Für Fenninger ist es in Aare wie am Schnürchen gelaufen. Die 25-Jährige gewann am Freitag den Riesentorlauf, den Slalom am Samstag ließ sie aus, um Kraft fürs den Zielsprint zu sparen.

“Im Idealfall hätte ich im Slalom 15 Punkte geholt. Da ist es besser, einen Tag mehr Pause zu machen und dann in Meribel vielleicht einmal Erste statt Zweite zu werden. Das sind dann gleich 20 Punkte Unterschied. Die Rechnung war also recht einfach”, meinte Fenninger. So war Fenninger am Samstag bereits fast in Meribel, während Maze noch frustriert im Zielraum in Aare stand.

Maze kam in Schweden nicht über die Ränge 20 (Riesentorlauf) und 16 (Slalom) hinaus. Danach machte sie sich verärgert und ohne eine Wortspende an die wartenden Journalisten abzugeben auf den Weg Richtung Frankreich. Erst der slowenische Mannschaftsarzt Matjaz Turel hatte eine Antwort darauf, warum es bei Maze in Aare nicht nach Wunsch gelaufen ist. “Bei Tina sprechen alle Symptome dafür, dass sie eine Magengrippe hat”, berichtete Turel.

Der Sieg im Aare-Slalom ging in überlegener Manier an Mikaela Shiffrin. Einen Tag nach ihrem 20. Geburtstag setzte die Weltmeisterin ihre Siegesserie mit 1,41 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Slowakin Veronika Velez Zuzulova eindrucksvoll fort. Nach eher mäßigem Saisonstart ist Shiffrin aktuell in ihrer Paradedisziplin scheinbar fast unschlagbar.

“Zu Saisonbeginn war ich arrogant und dachte, dass ich sowieso immer gewinne. Jetzt habe ich die richtige Herangehensweise gefunden”, gestand Shiffrin, die im Slalom-Weltcup ein Rennen vor Schluss 90 Punkte Vorsprung auf die Schwedin Frida Hansdotter hat. Beste Österreicherin war Carmen Thalmann als Achte.

“Ich freue mich, die Saison ist super für mich verlaufen. Jetzt habe ich endlich die Konstanz, die ich brauche. Ich weiß, dass ich auf dem Sprung in die Weltklasse bin”, sagte die Kärntnerin selbstbewusst.