SKN-Frauen wieder in Europas Elite – Austria trotz Aus stolz
Die Fußball-Frauen des SKN St. Pölten dürfen sich erneut in einer Liga mit Kapazundern wie Arsenal, FC Barcelona, Bayern München oder Olympique Lyon messen. Obwohl Trainerin Lisa Alzner nach zahlreichen Abgängen beim heimischen Serienmeister eine neue Mannschaft aus der Taufe hob, buchten die Niederösterreicherinnen Donnerstagabend souverän bei Fortuna Hjörring das Ticket für die vierte Champions-League-Teilnahme in Serie. Auf das CL-Debüt warten muss hingegen Austria Wien.
Dem 3:1-Heimerfolg ließ St. Pölten ein 2:1 beim dänischen Doublesieger folgen. Angesichts des enormen Umbruchs im Sommer darf dies als großer Erfolg des Teams um Alzner gewertet werden. Der Lohn ist der Start in der neuen Ligaphase, die Freitagmittag in Nyon ausgelost wird. Duelle mit den großen europäischen Starclubs winken. Dementsprechend ausgelassen wurde in der Kabine nach dem Auswärtssieg in Nordjütland getanzt und gefeiert, gab der Club via Social Media einen launigen Einblick.
„Stolze“ Austria sattelt in Europa Cup um
Noch nicht ganz soweit ist man am Verteilerkreis bei der Wiener Austria. Doch die Truppe von Trainer Stefan Kenesei hat einen Schritt nach vorne gemacht und klopft kräftig an der Tür zur europäischen Königsklasse. Nach Siegen über Glasgow City und Minsk präsentierte man sich im entscheidenden Duell mit Paris FC in beiden Spielen (0:0/Hin und 0:2/Rück) ebenbürtig und ließ erst in der vierten von vier Halbzeiten Treffer zu. „Wir haben gewusst, dass wir gut verteidigen müssen, weil Paris fußballerisch überragend ist. Das ist uns sehr gut gelungen in beiden Spielen“, war Kenesei im APA-Gespräch nicht unzufrieden. „Wir können auf jeden Fall stolz sein.“
Vor allem der Abwehrverbund um Kapitänin Carina Wenninger, Virginia Kirchberger und Katharina Schiechtl hat bewiesen, dass er internationale Klasse besitzt. „Überragend, in so einem Spiel gegen so einen Gegner so lange die Null stehen zu lassen. Das wird uns viel Kraft für die Saison geben“, meinte der Coach. „Wir haben international jetzt ein bisserl schnuppern dürfen. Ich glaube, diese Spiele tun uns gut. Wir lernen als Mannschaft. Man sieht, dass wir auch auf diesem Niveau die letzten Prozente rausholen“, erklärte Wenninger.
Gut getan haben der Austria auch die lautstarke Unterstützung der 3.000 Fans im Franz-Horr-Stadion – ein Zuschauerrekord für die violetten Frauen bei einem Heimspiel. „Selbst wie wir 0:2 hinten waren, war die Stimmung fantastisch. Es waren Momente dabei, wo jeder Gänsehaut hatte.“ Weiter geht es nun im neuen Europa Cup. „Wir wollen da auch noch die eine oder andere Runde überstehen“, ließ Kenesei wissen.
(APA)/Beitragsbild: GEPA
