Sky exklusiv || Glasner trotz Sieglos-Serie unbesorgt: „Spüre volle Rückendeckung“
Oliver Glasner hat mit Crystal Palace keinen guten Start in die Saison 2024/25 hingelegt. Im Sky-Exklusivinterview spricht der Österreicher über die Gründe für die schwachen Auftritte der „Eagles“.
In den ersten sieben Saisonspielen gelang Palace noch kein Sieg. Dabei hatte Glasner den Verein in der vergangenen Spielzeit nach seiner Amtsübernahme in Februar auf den starken zehnten Platz geführt. Am Montagabend kämpft Palace bei Nottingham Forest um den ersten Saisonsieg (um 21 Uhr live auf Sky – streame mit dem Sky X-Traumpass) in der Premier League.
In sieben PL-Partien hat Palace erst fünf Tore erzielt – genauso viele wie im letzten Spiel der vergangenen Saison. Wenn bei Nottingham Forest am Montag kein Dreier gelingt, wäre es der längste Saisonstart ohne Sieg seit 31 Jahren.
Olise-Abgang für Palace schwer zu kompensieren
Die Gründe für den Leistungsabfall liegen hauptsächlich darin, dass die Neuzugänge noch nicht eingeschlagen haben und die Abgänge nicht kompensiert werden konnten. Vor allem der Weggang von Michael Olise, der sich dem FC Bayern anschloss, tut den „Eagles“ weh. Der Franzose bildete zusammen mit Eberechi Eze eine der gefährlichsten Offensivzangen der Liga. Für Glasner kam der Abgang des Offensivspezialisten jedenfalls nicht überraschend: „Es ist der Weg von Crystal Palace, Spieler zu entwickeln und ihnen den Schritt zu den Topklubs zu ermöglichen.“
Auf der anderen Seite haben die Verpflichtungen von Eddie Nketiah und Ismaila Sarr noch nicht die gewünschten Resultate eingebracht. Die zwei talentierten Offensivspieler haben zusammen noch kein Tor in der Premier League erzielt. Auch Glasners langjähriger Weggefährte Daichi Kamada, mit dem er einst die Europa League mit Eintracht Frankfurt gewann, konnte noch nicht überzeugen.
Auch die erst spät getätigten Transfers im Sommer sieht Glasner kritisch: „Wir haben vier Spieler erst am Deadline Day geholt. Das ist etwas, wo wir uns an die eigene Nase fassen müssen“, so Glasner
Muss Glasner um seinen Job bangen?
Dennoch muss sich Glasner nach dem schwachen Saisonstart die Kritik gefallen lassen, seine Tugenden nicht mit voller Überzeugung umzusetzen. Vor allem die niedrige Intensität passten zu Saisonbeginn nicht zur Philosophie von hohem Tempo und Pressing. Zudem kam Palace in den bisherigen Matches nur schwer in die Gänge und hatte Probleme, die Anfangsphasen der Partien an sich zu reißen. Glasner dämpft in diesem Punkt allerdings die Erwartungen: „Der zehnte Platz war der Beste“. Um seinen Job fürchtet der 50-jährige österreichische Erfolgscoach jedenfalls nicht und spürt im gesamten Verein „volle Rückendeckung“.
Michael Bridge von Sky UK ist allerdings überzeugt davon, dass der 50-Jährige aktuell nicht um seinen Job bangen muss. „Ich denke nicht, dass es Grund zur Panik gibt“, meint der Sky-Reporter.
Laut den Einschätzungen des Insiders wird Glasner bemüht sein, die Sommer-Neuzugänge besser zu integrieren. Aber Bridge ist auch überzeugt, dass der Salzburger im Winter weitere Transfers fordern wird: „Der Trainer wird im Januar zweifellos ein oder zwei Verstärkungen wollen.“
(Red.)
Bild: Imago
