Sky Experte Pargfrieder: “Die Rüstung der Knights hat ihren Glanz verloren”

via Sky Sport Austria
  • Michael Schrittwieser: “Der sportliche Wettbewerb mit Güssing war sicher nicht fair”
  • Karl Schweiter: “Wenn Güssing die Finanzen nicht in Ordnung bringt wird es dramatisch”
  • Thmas Linzer: “Mir fehlt der Zusammenschluss von ÖBV und ABL”


Der erste Sky ABL Talk der Saison 2015/16 mit den Gästen Thomas Linzer, Michael Schrittwieser, Karl Schweitzer und Sky Experte wurde dominiert von der Causa Güssing, doch auch die Nationalmannschaft und die Zukunft des österreichischen Basketballs wurden diskutiert. Alle Stimmen zur Sky ABL Talk bei Sky Sport Austria.

 

Die gesamte Sendung gibt es hier zu sehen:

 

Teil 1 der Sendung:

 

Teil 2 der Sendung:

 

(Präsident ):

 

…über die Causa Güssing: „Zum Teil wurden die richtigen Schlüsse gezogen. Es gab von unserer Seite eine Beschwerde, dabei ging es um die Lizenzerteilung und das Präsidium der ABL hat sehr schnell reagiert. Ich war überrascht von der Härte des Urteils gegen Güssing. Güssing ist mit Abstand das beste Team, der Einzug in die Playoffs ist nicht gefährdet, ich traue ihnen auch zu, dass sie trotz den neun Punkten Abzug als Erster in die Playoffs gehen. Die härteste Sanktion ist sicher die Transfersperre, da gibt es keine einschränkenden Bedingungen. Das heißt ein Transfer ist im Moment nicht möglich, egal aus welchen Bedingungen. Das trifft schon hart, Verletzungen können immer passieren. Ich habe Stimmen gehört, dass das Urteil sanft ist, das sehe ich nicht so. Das ist ein strenges Urteil.“

 

…über Mittel Probleme wie bei Güssing zu vermeiden: „Man kann solche Situationen vermeiden durch eine dramatische Verschärfung der Lizenzierungsmaßnahmen, das ist auch meine Forderung. Güssing ist nur der Anlass, die Situation ist nicht einfach, es gibt ein Urteil und ich wünsche Güssing alles Gute, dass sie es schaffen. Aus Sicht von Oberwart ist Güssing ein absolut wünschenswerter Mitstreiter, Güssing tut uns gut. Ich lasse die Bundesliga nicht aus der Pflicht, anhand dessen, was mir bekannt ist, hätte dem Lizenzausschuss auffallen müssen, dass die Angaben von Güssing nicht vollständig waren und unter den gegeben Umständen hätte man Güssing auch im Frühjahr keine Lizenz erteilen dürfen. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert gibt es eine Forderung von mir: die Professionalisierung der Lizenzierung. Die wird jetzt dankenswerterweise ehrenamtlich von Funktionären der Bundesliga gemacht, aber der Arbeitsaufwand ist ehrenamtlich nicht mehr schaffbar. Die Liga muss als nächsten Schritt diese Arbeit als Dienstleistung hinzukaufen und ich wünsche mir auch, dass alle zehn Bundesligavereine mit der selben Intensität geprüft werden, mit der jetzt Güssing geprüft wurde. Dann haben wir eine gute Basis. Leider waren alle anderen neun Bundesligavereine dagegen und das gibt für mich ein gewisses Bild und regt mich zum Nachdenken an. Es waren geschätzte Kosten von 20.000-30.000 € für alle Vereine.“

 

…über die mögliche Verantwortung der Spieler: „Ich sehe das nicht als Verantwortung der Spieler, das ist auch nicht ihr Verantwortungsbereich. Die Spieler haben damit gar nichts zu tun, das ist ausschließlich die Aufgabe der Klubführung. Der Fehler beginnt bevor ich den Spieler verpflichte. Wir müssen es erreichen, dass nur Spieler verpflichtet werden, die sich die Mannschaften auch leisten können. Wenn der Spieler schon da ist und beim zweiten Monatsgehalt die Gage nicht mehr bekommt, dann ist es zu spät. Es muss von jedem Manager zu erwarten sein, dass er im Sommer, zu Beginn des Rekrutierens, weiß, was sein Budget ist. Deswegen fordere ich die Professionalisierung der Lizenzierung mit der Offenlegung aller Verträge, damit wir Wettbewerb in Kostenwahrheit haben, der wird spannender sein als die jetzige Bundesliga.“

 

…über die internationalen Einsätze österreichischer Teams: „Jeder Beweggrund international zu spielen ist legitim. Wenn ich mich an einem internationalen Wettbewerb beteilige, dann möchte ich ihn auch sportlich erfolgsorientiert bestreiten. Das können wir momentan nicht, weil uns die finanziellen Mittel dazu fehlen. Es ist eine schöne Lernwiese für junge Spieler, die Erfahrung sammeln. Aber es liegt nicht im primären Interesse, dass die österreichischen Klubs international spielen, weil das der zweite Schritt vor dem ersten ist. Zuerst muss die Nationalmannschaft zur Europameisterschaft und dadurch wird sich im österreichischen Basketball so viel bewegen, dass den Klubs mittelfristig andere wirtschaftliche Bedingungen zur Verfügung stehen werden, damit die Klubs in Schritt zwei auf internationaler Ebene mit einsteigen. Die nachhaltige sportliche Wertigkeit fehlt, weil uns im Querschnitt noch das wirtschaftliche Fundament fehlt. Österreichische Klubs sind weit davon entfernt mit dem Europacup Geld zu verdienen.“

 

…über die Situation der Oberwart Gunners: „In den letzten 20 Jahren haben wir auch über unsere Verhältnisse gelebt, vor allem in der Zeit, in der wir im Europacup gespielt haben. Dort haben wir sehr viel Lehrgeld gezahlt, deswegen vertrete ich auch dort den Standpunkt, dass es sich kein einziger Bundesligaklub eigentlich finanziell leisten kann international zu spielen. Wenn ich wirklich seriös international spielen will, dann brauche ich mindestens ein Budget von 1 Million € und das hat kein österreichischer Verein.“

 

…über die Legionäre seines Teams: „Es tut uns natürlich gut, dass wir gute Spieler verpflichtet haben, weil wir in den letzten Jahren mitunter gehörig daneben gegriffen haben und mussten dann leiden, weil die Rahmenbedingungen unter dem Jahr keine Veränderungen zugelassen haben. Heuer dürften wir ein glücklicheres Händchen gehabt haben. Es sind junge Spieler, das ist die mit Abstand billigste Mannschaft, die wir in Oberwart hatten, aber sie hat ein unglaubliches Herz und eine irrsinnige Leidenschaft. Was am Ende des Jahres rausschaut wird man sehen, wir wollen in die Playoffs, das ist unser Ziel. Die Stimmung passt, so eine Energie habe ich das letzte Mal gespürt als wir Meister wurden.“

 

…über die Zusammenarbeit zwischen dem ÖBV und der ABL: „Mir fehlt der Zusammenschluss von ÖBV und ABL. Es gibt jetzt eine bessere Gesprächsbasis, aber mir fehlt das übergeordnete gemeinsame Ziel. Dem ist alles andere unterzuordnen und zwar auch alles andere in der Bundesliga. Zumindest alle zehn Bundesligaklubs müssen den Weg des ÖBV mittragen und nach Kräften untersützen, daher ist es wichtig, dass der ÖBV zumindest seine Achse des Sports mit den Klubs entwickelt. Weil wenn die jetzt etwas vorgesetzt bekommen, dann weiß ich heute schon, dass Widerstand kommen wird und das würde ich sehr schade finden.“

 

(Trainer ):

 

…über die Causa Güssing: „Es können Dinge passieren im Sport, es können Sponsoren ausfallen, aber darauf muss man auch reagieren und der sportliche Wettbewerb war sicher nicht fair. Man kann auch die Spieler nicht aus der Verantwortung lassen, hier bedarf es einer professionellen Spielervertretung, die dafür sorgt, dass die Spieler auch bezahlt werden. Ich schätze die Spieler, dass sie hier sehr entgegenkommend sind, aber das kann es für die Zukunft auch nicht sein. Hier bedarf es einer starken Trainer- und Spielervertretung, die solche Dinge verhindert. Das würde dieser Liga sehr gut tun, dann könnten solche Dinge im Kein erstickt werden. Was zeichnet das für ein Bild von unserer Liga, dass das monatelang möglich ist ohne das jemand zur Liga kommt?“

 

…über die Professionalisierung des Lizenzverfahrens: „Vor allem die Kostenfrage hat viele Vereine massiv abgeschreckt. Kapfenberg hat nicht Protest eingelegt gegen Güssing und ich weiß auch wie schwierig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Moment sind für alle Vereine. Daher haben alle Vereine im ersten Schock gesagt, dass sie das nicht wollen, wenn noch mehr Kosten auf sie zukommen. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Vereine keine Fairness will und das alle Vereine gleich behandelt werden. Diese Kosten von 20.000-30.000 € schrecken die Vereine und das weist darauf hin in welchen wirtschaftlich schwierigen Situationen wir uns befinden. Die Klubs leisten durch die Bank gute Arbeit und gehen mit ihren Ressourcen sehr sparsam um. Die ABL und ihre Vereine arbeiten unter den Bedingungen hervorragend, auch im internationalen Vergleich. Jetzt gilt es die Möglichkeiten noch zu verbessern.“

 

…über die Situation der Bulls: „Wir spielen mit der Hälfte des Budgets von 2004, unsere Legionäre bekommen die Hälfte als noch vor fünf Jahren. Wir können es uns leisten international zu spielen, wir haben ein ausgeglichenes Budget. Wir reisen auf Sparflamme, fahren teilweise mit den Kleinbussen durch die Gegend. Wir haben niemand im Hintergrund, der Haftungen übernimmt. Aber es ist sehr schwierig, wir sind nicht auf Rosen gebettet und machen viel im Umfeld. Wir können es uns in dieser Form leisten, um erfolgreich zu sein ist etwas anderes nötig, dazu wäre eine Verdopplung des Budgets notwendig.“

 

…über die Kosten der internationalen Einsätze: „Die FIBA bezahlt pro Runde 3000 € aus, das ist in etwa die Hälfte von dem, was die Schiedsrichter als Gebühren und Reisespesen kosten. Vom Geld verdienen sind wir meilenweit entfernt und auch der Bewerb ist nicht gratis, jede Spieleranmeldung kostet 350€. Vom Geld verdienen sind wir weit entfernt und der Europacup ist de facto ein Minusgeschäft. Es ist ausgeschlossen damit Geld zu verdienen. Der Europacup kostet massiv Geld, es ist ein großes finanzielles Abenteuer.“

 

…über die Kadersituation: „Es ist bekannt, dass wir noch nicht fertig sind. Die Planung war eine andere, wir haben keinen guten Job gemacht. Unsere Kaderstruktur ist nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber es kommt wieder auf die finanziellen Rahmenbedingungen an. Travis Taylor fliegt morgen nach Hause, das würde ich nicht wissen, wenn es keinen Kontakt mit ihm gäbe.“

 

…über die Ausrichtung der Liga: „Wir können uns auch als Entwicklungsliga für junge Legionäre positionieren, Oberwart geht hier einen sehr guten Weg. Wir haben viele Beispiele, die den Weg über die ABL geschafft haben und hier wäre eine Positionierung möglich.“

 

…über die Suche nach dem neuen Nationaltrainer: „Ich wurde nicht deswegen gefragt. Ich bin immer in Verbindung mit allen wichtigen Personen im österreichischen Basketball. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist nicht über Personen zu diskutieren, sondern das wir schauen, dass wir strategisch die Nationalmannschaft in die richtige Richtung bringen. Es ist überflüssig über Personen zu diskutieren, wir haben eine riesige Chance vor uns. Wenn das Konzept stimmt und alle dahinter stehen, dann ist das „Produkt“ Nationalmannschaft die nächste große Chance. Die Kernaufgabe wird es sein ein Umfeld zu schaffen, das es den Spielern auch ermöglicht sich dem Nationalteam zu widmen. Das Wichtigste ist, dass wir alle Spieler dazu bewegen zu spielen, das war in den vergangenen Jahren nicht immer so. Wir sind auf einem sehr guten Weg, der Coach ist dann auch wichtig, aber der erste Schritt ist das Umfeld und dann würde ich über Personen reden.“

 

…über Gerüchte seiner möglichen Berufung als ÖBV-Sportdirektor: „Ich habe an allem Interesse, was mit dem österreichischen Basketball zu tun hat. Ich schließe nichts aus, aber es gibt auch keine dahingehende Vereinbarung.“

 

(ABL-Präsident):

 

…über die Causa Güssing: „Die Zukunft von Güssing hängt sehr davon ab, ob die Zusagen eines Großsponsors eingehalten werden können, es geht um einen Gesamtbetrag von 600.000 €, der bis zum Ende des Jahres kommen müsste. Wenn das nicht eingehalten wird, dann wird es problematisch. Momentan ist das Geld nicht da, es wurde bei den Lizenzunterlagen als Sponsoreinnahme eingereicht und auf dieses Geld warten in Güssing alle. Hätte der Lizenzausschuss im Mai die gesamte Situation erkennen können, dann hätte man über die Lizenzerteilung diskutieren müssen und es hätte sein können, dass sie die Lizenz nicht bekommen hätten und wenn dann nur mit strengsten Auflagen. Die finanzielle Situation wurde uns damals aber nicht dargestellt, darauf konnten wir nur kommen durch die Interviews bei Sky und in den Tageszeitungen. Dann hat sich ergeben, dass die Öko Stadt Sport GmbH überschuldet ist, das ist der eine Teil. Der zweite Teil ist die Sponsorzusage einer anderen GmbH, die vom Lizenzausschuss für bare Münze genommen wurde, allerdings ist das Geld bis heute nicht geflossen, diese GmbH ist ebenfalls überschuldet. Also sind zwei Bereiche überschuldet und die Zukunft der Knights hängt davon ab, ob diese Zusage eingehalten werden kann oder nicht. Es liegen tatsächlich Verträge mit Partnern aus dem Ausland vor, nach denen größere Beträge zu erwarten sind, allerdings sind die genannten Zeitpunkte, zu denen das Geld kommen sollte, bereits verstrichen. Ich sehe das skeptisch, ob die gesamte Summe kommt, aber das würde bedeuten, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist. Deswegen haben wir Güssing bis zum Ende des Jahres Zeit gegeben die Finanzen in Ordnung zu bringen, ansonsten wird es wirklich dramatisch.“

 

…über das Verhalten der Güssinger Spieler: „Wir haben von den Gerüchten gehört, aber es ist kein Spieler oder sein Agent zu uns gekommen, dass sie kein Gehalt bekommen haben. Das wundert mich, der einzige, der sich gemeldet hat, war Georgiev, der im Oktober geschrieben hat. Kein anderer Spieler hat sich bis heute gemeldet, das ist bemerkenswert.“

 

…über die internationalen Auftritte der österreichischen Teams: „Ich halte es insgesamt für sehr wichtig, der Bewerb geht heuer auch durchaus in die Richtung, dass man Geld verdienen kann, wenn man sportlich erfolgreich ist. Das war früher nicht der Fall, früher hat es nur gekostet. Mir ist es wichtig, dass die österreichischen Klubs wieder international spielen. Wir haben uns vor zwei Jahren darauf verständigt, dass wir wieder international spielen und das der Klub, der international spielt, von der Liga finanziell unterstützt wird. Das war nicht das große finanzielle Abenteuer. Niemand hat den Klubs aufgezwungen, dass sie teilnehmen. Ich glaube, dass es der Liga sehr gut tut, dass die Klubs international erfolgreich sind. Insgesamt ist das auch für das Selbstverständnis der Liga von großer Bedeutung.“

 

…über die Möglichkeiten für Güssing Travis Taylor zu verpflichten: „So lange Güssing nicht den Nachweis erbracht hat, dass sie schuldenfrei sind, brauchen wir darüber nicht reden. Sollte Güssing den Nachweis erbringen können, dass alle Verbindlichkeiten getilgt sind und das Budget ausreichend die Saison zu beenden, können sie einen Antrag stellen und dann kann man über das Transferverbot diskutieren.“

 

…über die Ausgeglichenheit der Liga: „Es war hinten noch nie so spannend wie heuer. Im Vorjahr haben wir zwei Kandidaten gehabt, bei denen schnell absehbar war, dass sie es nicht in die Playoffs schaffen. Das ist heuer nicht der Fall und davon lebt die Liga, Spannung bis zum Schluss ist da.“

 

…über die Zusammenarbeit zwischen dem ÖBV und der ABL: „Wir haben immer betont, dass uns ein funktionierender ÖBV extrem wichtig ist, weil wir wissen, dass die nächsten großen Schritte im österreichischen Basketball nur über Erfolge mit dem Nationalteam erreicht werden können. Ich habe ÖBV-Präsident Schreiner versichert, dass wir alles tun werden um diesen Erfolg zu ermöglichen und das ist auch heute noch so.“

 

…über die Suche nach einem neuen Nationaltrainer: „Es wäre zuerst interessant zu klären, ob wir einen Bundestrainer brauchen, der alles im österreichischen Basketball vorgibt. Das muss dann hauptamtlich sein, der große Fachmann, der über alle Nachwuchsteams hinweg das Sagen hat und seine Philosophie von unten entwickeln lässt. Das wünsche ich mir. Das ist der große Schritt, der zu machen wäre, wenn wir das unbestritten vorhandene Potential optimal nutzen wollen und längerfristig etwas auf die Beine stellen wollen.“

 

(Sky Experte):

 

…über die Causa Güssing: „Die Geschichte von Güssing war eine Feel-Good-Story, aber jetzt hat die glänzende Rüstung der Knights ihren Glanz verloren. Das ist das Thema, das alles überschattet und das ist auch richtig. Es ist für die Liga ganz wichtig, dass man dieses Thema nachhaltig sauber löst, wie auch immer es für die Güssinger persönlich endet, und daraus auch ableitet wie man in Zukunft solche Situationen besser abfedern kann oder eventuell beim verhindern helfen kann.“

 

…über die Güssinger Erfolge: „Es ist schon etwas spezielles, dass Güssing trotzdem Meister wurde, es kann durchaus sein, dass sie die ganzen Playoffs ehrenamtlich gespielt haben. Es ist ein Zeichen aus sportlicher Sicht, dass die Mannschaft das nicht an sich herankommen lässt und die Saison zu Ende gespielt hat.“

 

…über die internationalen Auftritte österreichischer Teams: „Ich bin ein schwerer Verfechter davon, dass wir international auftreten und uns herzeigen. Jetzt gibt es zwei Dinge: natürlich ist es klasse, wenn Güssing international spielt, aber das bringt mir nichts, wenn sie an Silvester zusperren müssen, weil sie den Auflagen nicht nachkommen. So einfach ist die Welt halt einfach nicht. Wenn man international spielt, dann können sich die Spieler auch ins Schaufenster stellen und eventuell den Sprung ins Ausland schaffen, dann profitiert auch das Nationalteam davon. Aber das muss wirtschaftlich alles tragbar sein. Man muss erst mal anfangen, dass die Vereine alle solide sind und so weit sind wir noch nicht.“

 

…über Güssing im FIBA Europe Cup: „Die Ergebnisse zeigen, dass sie auch dieses Jahr wieder einen Sprung weiter schaffen können. Aber es gibt halt die wirtschaftliche Klammer, die auch mit einer zweiten Runde verknüpft ist und das werden die Güssinger heuer nicht mehr abschütteln können. Egal, was sie sportlich erreichen, es wird immer ein Sternchen geben und ein „aber“. Daran sind sie selber schuld.“

 

…über Travis Taylor: „Nicht nur ich würde mich freuen, wenn er wieder in Österreich spielen würde, sondern auch das Team, das ihn verpflichten würde und auch jeder Zuschauer. Als er nach Österreich gekommen ist, war er bei weitem noch nicht auf dem Niveau, auf dem er Österreich wieder verlassen hat. Er hat sich wirklich hervorragend entwickelt und auch dafür kann Österreich bekannt werden.“

 

…über das Nationalteam: „Rein vom Spielermaterial und der Verteilung der Spieler sind wir auf einem Level, auf dem wir in den letzten 15 bis 20 Jahren nicht waren. Wir haben sehr gute junge Spieler, aber auch Leithammel, das Kollektiv der Spieler, die jetzt da sind, ist sehr spannend.“