Sky-Experte Stranzl mit klarer Meinung zur „Spielstil-Frage“ beim ÖFB

Angriffspressing im Stil der „Red-Bull-Schule“ oder lieber dominanter Ballbesitzfußball? Die Frage nach dem künftigen Spielstil des ÖFB-Teams sorgt angesichts der Suche nach dem zukünftigen Teamchef für Diskussionen. Bei DAB | Der Audiobeweis haben sich die Sky-Experten Alfred Tatar und Martin Stranzl bezüglich dieser Frage positioniert.

Alfred Tatar kann mit den Rufen nach einen System wie es Red-Bull-Teams spielen nichts anfangen: „Wenn ich höre, man soll einen Red-Bull-Stil spielen: Wo haben die schon was gerissen?“, redete sich der Sky-Experte in Rage. „Weder Leipzig noch Salzburg – international weiß ich nicht, was diese Teams mit diesem Fußball bis jetzt erreichen konnten. Bayern München spielt auch den Red-Bull-Stil, aber die können auch Fußball spielen auf einem Niveau, das in Österreich unerreichbar ist“, so Tatar.

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Sky-Experte Martin Stranzl sieht ebenfalls keine Notwendigkeit, sich auf ein bestimmtes Spielsystem festzulegen. „Man würde gut daran tun, die Diskussion flach zu halten, weil du kannst immer nur das spielen, was für ein Personal du zur Verfügung hast. Wenn man jetzt im ÖFB versuchen würde, irgendein Spielsystem durchgängig zu installieren, würde man den einen oder anderen Spieltypen ausklammern, weil er in dieses System nicht passen würde – egal wie gut er performt“, sagte Stranzl.

„Das würde ich nicht gut finden, weil im Vereinsfußball kannst du vielleicht noch den einen oder anderen Spieler einkaufen, aber auf nationaler Ebene musst du halt mit dem arbeiten, was zur Verfügung steht. Da kann es nicht sein, dass man versucht, eine bestimmte Spielphilosophie auf Biegen und Brechen durchzusetzen“, führte Stranz weiter aus.

Vielmehr wünscht sich Stranzl, dass die Spieler mit Freude zum Nationalteam reisen. „Daher ist es wichtig, dass die Spieler erstens bereit sind und sehr gerne zur Nationalmannschaft kommen und der Teamchef eine Bindung zu den Spielern aufbaut, um sie dahin zu bringen, dass sie ihre Topleistung auf den Platz bringen. Da ist nicht wichtig, welches System du spielst. Als Trainer gibst du die Stärken und Schwächen des Gegners vor und du gibst vor, wie du gewisse Räume bespielen willst, wie tief du verteidigen willst, oder ob du hoch anlaufen willst. Das ist das ABC des Fußballs.“

Die ganze Folge DAB | Der Audiobeweis

Bild: GEPA