Sky Info: Darum verzögert sich der Sancho-Deal
Das Warten auf Jadon Sancho geht weiter. Der Leih-Deal mit Manchester United zieht sich hin. Doch woran hakt es noch?
„Es gibt weiterhin keine finale Einigung“, betonte Sky Reporter und BVB-Insider Patrick Berger aus dem Dortmunder Winter-Trainingslager in Marbella. Sportdirektor Sebastian Kehl steht weiterhin mit Sancho-Klub Manchester United in Kontakt und wartet auf den finalen Durchbruch.
Eine Kaufoption ist nach Sky Informationen ohnehin nicht mehr der entscheidende Punkt: „Die wird es aus einem einfachen Grund definitiv nicht geben: Sancho ist damals für 85 Millionen Euro zu United auf die Insel gewechselt und steht in diesem Sommer noch mit 40 bis 45 Millionen Euro Buchwert in den Büchern“, erklärte Berger. Eine Kaufoption müsste dann auch bei 40 bis 45 Millionen Euro liegen. Das ist für den BVB ohnehin nicht bezahlbar. Für weniger Geld möchten ihn die Red Devils allerdings auch nicht ziehen lassen.
Das hat ManUnited nicht gefallen
Im Werben um Sancho geht es nun auch um Deutungshoheit. „Man ist sich in den Rahmenbedingungen grundsätzlich einig, 3,5 Millionen Euro ist das Gesamtpaket. (Sky berichtete). Diese Summe ist durchgesteckt worden“, führte der Sky Reporter aus. „Das gefällt United nicht so richtig, weil sie jetzt ein bisschen als Verlierer dastehen.“
Es geht darüber hinaus auch um atmosphärische und kommunikative Punkte: Auf der Insel wird die Kritik laut, weshalb man den 23-Jährigen so günstig ziehen lässt. „Es laufen ganz viele Sachen im Hintergrund, die sich gar nicht unbedingt um harte Fakten und Zahlen drehen, sondern auch darum, wie man gesichtswahrend aus dieser Sache rauskommt.“
Red Devils haben keinen Zeitdruck, Dortmund schon
Dennoch ist der BVB-Insider weiter optimistisch, dass der Deal über die Bühne geht. Der Transferdaumen liegt aktuell bei ungefähr 70 Prozent, könnte sich in den nächsten 24 Stunden den 100 Prozent annähern. Eilig hat es Manchester United aber ohnehin nicht. „Ob es noch eine Woche oder zehn Tage dauert, das ist ihnen egal“, betonte Berger und sagte abschließend: „Der BVB braucht sofort Hilfe. Am 13. Januar ist das Spiel in Darmstadt (ab 17:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Top Event). Da wollen sie ihn am liebsten in ihren Reihen haben.“
