Offiziell: Trainer Nuri Sahin bei Borussia Dortmund entlassen

Borussia Dortmund zieht die Reißleine! Der BVB hat Nuri Sahin als BVB-Coach entlassen.

Damit endet die Amtszeit des 36-Jährigen beim schwer kriselnden Fußball-Bundesligisten nach vier Niederlagen in Serie und insgesamt nur sieben Monaten.

„Wir schätzen Nuri Sahin und seine Arbeit sehr, haben uns eine lange Zusammenarbeit gewünscht und hatten bis zuletzt die Hoffnung, dass wir gemeinsam die sportliche Wende schaffen. Nach vier Niederlagen in Serie, bedingt durch lediglich einen Sieg aus den vergangenen neun Spielen und als aktueller Tabellenzehnter der Bundesliga haben wir aber leider den Glauben daran verloren, in der gegenwärtigen Konstellation noch unsere sportlichen Ziele erreichen zu können“, sagte Geschäftsführer Lars Ricken.

Weiter: „Diese Entscheidung tut mir auch persönlich weh, aber sie war nach dem Spiel in Bologna nicht mehr vermeidbar.“

Sahin wünscht Dortmund „alles Gute“

Auch Nuri Sahin meldete sich zu Wort: „Leider haben wir es nicht geschafft, den sportlichen Ambitionen von Borussia Dortmund in dieser Saison zum jetzigen Zeitpunkt gerecht zu werden. Ich wünsche diesem besonderen Verein alles Gute.“

Der BVB hatte am Dienstag in der Champions League durch zwei Gegentore innerhalb von 88 Sekunden nach Führung mit 1:2 beim FC Bologna verloren. Daraufhin kündigten Sportgeschäftsführer Lars Ricken und Kehl eine Sitzung mit Vereinsboss Hans-Joachim Watzke und Sahin an.

Sahin brachte zu wenig Stabilität

Trotz des Einzugs ins Champions-League-Finale von Wembley hatte der BVB sich im Sommer von Trainer Edin Terzic getrennt. Der Verein setzte noch einmal auf relative Unerfahrenheit und interne Kenntnis: Sahin übernahm im Umbruch nach dem Abschied von Säulen wie Mats Hummels und Marco Reus. Er bekam aber nie Stabilität in die labile Mannschaft. In der Liga ist der BVB Zehnter, selbst das Minimalziel vierter Platz ist acht Punkte entfernt.

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Mögliche Nachfolger sind seit Tagen in der Diskussion. Erik ten Hag (zuletzt Manchester United) oder Roger Schmidt (zuletzt Benfica Lissabon) wurden dabei am höchsten gehandelt. Unklar ist, ob der BVB gleich eine Lösung präsentieren wird oder mit einem Interimstrainer ins Bundesligaspiel gegen Werder Bremen am Samstag geht.

Den Vertrag mit dem ebenfalls umstrittenen Kehl hatte der Verein erst vor zwei Wochen bis 2027 verlängert. Sein Kader gilt als zu klein und unausgewogen.

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(SID)/Bild: Imago