„So kann es nicht weitergehen“: Hamann verurteilt Fan-Ausschreitungen
Ausschreitungen als zunehmendes Problem bei Spitzenspielen? In der neuesten Episode von Hamann & Stankovic – Der Fußball Podcast kritisieren die beiden Ex-Profis die Krawalle im Rahmen von Fußball-Spitzenspielen in Österreich und Deutschland deutlich.
„Ich glaube, jetzt ist es einmal an der Zeit, dass wir da was machen. Wir müssen schauen, dass wir diese – ich möchte sie gar nicht Fangruppen nennen, weil Fans sind sie ja wahrscheinlich gar nicht – irgendwie unterbinden. Weil ich glaube, wir können von großem Glück sprechen, dass noch niemand zu Schaden gekommen ist“, sieht Didi Hamann ein hartes Durchgreifen als überfällig an: „Wir schauen uns das an Woche für Woche und die Leute sagen: ‚Naja, die kriegen eine Geldstrafe oder spielen einmal ohne Auswärtsfans.‘ Es ist jetzt wirklich, glaube ich, an der Zeit, dass der DFB da durchgreift, weil so kann es nicht weitergehen.“
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Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich nehmen die Probleme wie zuletzt beim Grazer Derby zu, wie Marko Stankovic betont: „Das hatten wir in Österreich beim Grazer-Derby auch gehabt, aber das sind ja nicht die Fans. Sondern das sind diese, Verzeihung, deppaten Fanfreundschaften mit ausländischen Vereinen, wo man sagt: ‚Naja, wenns ums Krawallmachen geht, kommt ihr her. Wir können dann nach wie vor ins Stadion gehen.'“
Vor allem unkontrolliertem „Krawall-Tourismus“ müsse daher Einhalt geboten werden: „Das war beim Derby Sturm gegen GAK so, dass beiderseits eben diese Fan-Touristen gekommen sind. Was da die Lösung ist, da bin ich selbst überfragt aktuell. Aber es geht aus meiner Sicht nur über richtige Registrierung beim Eintritt. Ganz einfach, dass du sagst: Jeder mit ID.“
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Sollte man das Problem unterschätzen, droht der Fußball nicht nur zukünftige Fans zu verlieren: „Da sind Familien da, ich habe mit ein paar gesprochen bei dem Spiel. Einer ist mit seinem Sohn da gewesen und der Sohn hat gesagt: ‚Papa, ich habe Angst. Ich möchte da nicht mehr zuschauen.‘ Sie sind heimgegangen, schade drum. Der Bursche schaut das erste Mal ein Derby und muss gehen, weil irgendwelche ‚Dodeln‘ da sind, die glauben, sie müssen da ihren Platz suchen, um Krawall zu machen.“
