Speed-Frauen vor Heimweltcup-Rennen kompakt stark
Österreichs Speed-Frauen gehen mit drei dritten Plätzen in bisher vier Super-G und drei Abfahrten in die Weihnachtspause, dafür verantwortlich war Mirjam Puchner. Insgesamt gab es 15 Ränge in den Top Ten durch sechs verschiedene Läuferinnen. Bis zu den Heimrennen in Zauchensee (15./16. Jänner) soll der Schritt näher zum Podest geschafft werden, trainiert wird nach dem Christfest auch im Salzburger Weltcuport. Überragende Läuferin mit fünf Siegen war bisher Sofia Goggia.
Die Italienerin Goggia liegt daher auch im den Spezialwertungen voran, in der Abfahrt führt sie mit dem Maximum von 300 Zählern vor Breezy Johnson (USA/240) und Puchner (152), Fünfte ist Ramona Siebenhofer (124). Mit Blick auf Olympia sind nach derzeitigem Stand weiters für die vier rot-weiß-roten Startplätze Cornelia Hütter, Christine Scheyer und Tamara Tippler ein Thema.
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Im Super-G liegt Goggia (320) vor ihren Landsfrauen Federica Brignone (227) und Elena Curtoni (216), da sind die Österreicherinnen weiter weg. Tippler ist als Beste Siebente, mit ihr liegen Siebenhofer, Puchner, Ariane Rädler und Hütter für Peking in aussichtsreichen Positionen. Viel Platz für Ersatzfahrerinnen wird es im ÖSV-Aufgebot für das ÖOC-Team nicht geben, darf doch sowohl bei Frauen als auch Männern im alpinen Rennsport maximal eine Elf mit nach China genommen werden. Und da kommen noch Technikerinnen dazu.
Bis auf Siebenhofer, die die Riesentorläufe am Dienstag und Mittwoch in Courchevel bestreiten wird, ging es für Österreichs Top-Speedfahrerinnen am Sonntag von Val d’Isere nach Hause, wo eine kurze Pause, viel Regeneration sowie das eine oder andere Konditionstraining angesagt waren. Hütter und Tippler haben nach ihren Stürzen auch Blessuren auszuheilen. Groß ist bei allen die Freude darüber, dass es noch möglich sein wird, auf der Weltcupstrecke in Zauchensee zu trainieren.
„Natürlich bringt das was, wenn du weißt, wie die Wellen sind, die Geschwindigkeit. Ich hoffe, dass wir das gut nützen können. Aber in Lake Louise trainieren wir auch nie und da bin ich trotzdem gut gefahren. Es macht das Kraut nicht fett, aber wenn man die Chance hat, dann nützen wir das natürlich“, sagte Tippler. Sie nahm einen Sturz in der Abfahrt und Platz sieben aus Frankreich mit heim. „Es ist nichts Grobes, das wird in ein paar Tagen wieder gut.“ Sie werde das Zauchenseetraining nützen, um Abfahrtskilometer zu bekommen. „Nur vom Rennfahren wirst nicht besser, das Selbstvertrauen holst du im Training, das ist das Ziel.“
Puchner mit „Hausaufgabe über Weihnachten“
Puchner sah in Hochsavoyen Licht und Schatten mit Platz drei in der Abfahrt und 21 im Super-G. Sie nahm dies als „Hausaufgabe über Weihnachten“ mit. Sie mache sich keinen Druck, fühle sich trotzdem extrem locker. „Ich werde jetzt regenerieren, runterkommen und zwischen Weihnachten und Silvester wieder trainieren.“ Noch keine Pause hat Siebenhofer, die in der Abfahrt Vierte und im Super-G Zwölfte wurde. „Es geht im Super-G einfach noch besser, das ist das, was mich ärgert, es fehlt noch ein bisschen die Überzeugung.“ Sie sei aber noch nie gut in die Saison gestartet.
Hütter kämpfte sich trotzdem Bruch im Ellbogen und Lungenquetschung in der Abfahrt auf Platz 16 und im Super-G auf acht. „Ich bin froh, dass ich jetzt heimfahren und abschalten kann und ein paar Tage Pause habe. Wir haben im Team für die Verletzung Lösungen gesucht und sie gefunden. Ich bin schon sehr zufrieden mit dem Wochenende.“ Dass es nicht einfach war, unterstreicht folgender Satz. „Wenn du eher ans Luftholen denkst als ans Skifahren, ist das echt schwierig.“
Auf das Training in Zauchensee freut sich die Steirerin sehr. „Wenn du Weltcuprennen in Österreich hast und das vorher nicht ausnutzt, wärst eh gescheit dumm.“ Auch Rädler weiß, dass das „Heimtraining sehr viel wert“ sein kann, auf einer Strecke die mit „Kurven, Wellen und Sprüngen“ sehr speziell sei. „Es ist sicher ein großer Vorteil, dass wir da trainieren dürfen.“
(APA).
Beitragsbild: GEPA.
