Expected Goals

Die rasante technische Entwicklung ist nicht nur bei TV-Übertragungen, sondern auch im Fußball-Alltag zu beobachten. Die sportlichen Abteilungen der Klubs arbeiten tagtäglich mit neuen Begriffen, die in der Arbeit mit der eigenen Mannschaft, der Gegnerbeobachtung und auch der Beurteilung möglicher Transferziele Einzug gehalten haben.

Im Bereich der Fußball-Analyse gibt es noch viele Bereiche, in denen wir im Dunkeln tappen und viele Ansätze, die ganz einfach missverstanden werden. Sky Sport Austria und Stats Perform (Opta) bieten euch hier einen Überblick und halten euch mit aktuellen Beispielen auf dem Laufenden.

Expected Goals (xG)

Der Wert Expected Goals misst die Qualität eines Schusses basierend auf verschiedenen Variablen wie Art der Vorlage, Schusswinkel und Entfernung vom Tor, ob es ein Kopfball war und ob im Vorfeld eine Großchance erfasst wurde. Der Gesamtwert der Schüsse ergibt einen Richtwert über die zu erwartende Toranzahl eines Spielers oder einer Mannschaft, aufgrund der abgegebenen Schüsse. In den Analyse- und Scoutingabteilungen der Klubs ist diese „New Metric“ inzwischen Standard und wird vor allem für langfristige Beobachtungen herangezogen.

Expected Goals Against (xGA)

Der Gegenpart zu den Expected Goals sind die Expected Goals Against. Hierfür wird die gegnerische Chancenqualität herangezogen und damit die erwartete Anzahl an Gegentoren berechnet.

Expected Goals on Target (xGOT)

Das Modell “Expected Goal on Target” baut auf historischen Schüssen auf das Tor auf und enthält den originären xG-Wert des Schusses, aber auch den Bereich im Tor, in dem der Schuss landete. Es weist höhere Werte denjenigen Schüssen zu, die in Ecken enden, im Vergleich zu Schüssen, die direkt auf die Mitte des Tors gehen. Dieses Modell gilt nur für Schüsse auf das Tor – schließlich gibt es eine 0-prozentige Chance, dass ein Schuss verwandelt wird, wenn dieser nicht aufs Tor geht