Stöger bestätigt im Sky-Interview: Merab Jordania Teil der Austria-Investorengruppe

via Sky Sport Austria

Am Donnerstag gaben die Gremien des FK Austria Wien grünes Licht für den Einstieg des neuen Investors. In der kommende Woche soll der strategische Partner offiziell kommuniziert und präsentiert werden. Austria-Trainer Peter Stöger hat im exklusiven Sky-Interview jetzt schon bestätigt, dass der Georgier Merab Jordania eine wichtige Rolle in der Investorengruppe spielen wird. Außerdem spricht er über seine eigene Zukunft.

“Merab ist ein guter Typ. Wir haben schon Kontakt gehabt und wir werden in den nächsten Wochen Gespräche führen, wie eine sinnvolle Kooperation stattfinden kann. Ich glaube – zudem, dass wir eine Sicherheit für die Lizenz haben – auch Leute dabei haben, die das Fußballgeschäft auch kennen”, sagt Stöger, der den Namen Merab Jordania schon aus seiner Zeit in Deutschland kennt.

Video: Stöger über Jordania

Das ist Merab Jordania

Wochenlang gab es in Wien-Favoriten bereits die Gerüchte um den 55-jährigen Merab Jordania. Ein erstes Indiz war die Anmeldung seines Sohnes Levan Jordania bei den Young Violets Anfang Februar. Levan ist ein 24-jähriger offensiver Mittelfeldspieler, der zuletzt bei Lokomotive Tiflis unter Vertrag stand, dort aber nicht eingesetzt wurde. Also eher kein Spieler, der in den letzten Jahren aufgefallen ist. Sein Vater Merab, ein ehemaliger Profifußballer, war von 1998 bis 2005 Präsident des georgischen Fußballverbandes. Der Geschäftsmann, der gute Beziehungen zu Chelsea-Besitzer Roman Abramovich pflegt, war von 2010 bis 2013 auch Besitzer des niederländischen Traditionsklubs Vitesse Arnheim.

Merab Jordania im Jahr 2013. (Foto: Imago)

Jordania übernahm den Klub 2010 mit einem Schuldenstand von rund sechs Millionen Euro. Sein Ziel war klar: Vitesse sollte wieder ein Spitzenklub in den Niederlanden werden. Das erste Jahr verlief mit drei Trainern und Platz 15 nicht nach Wunsch, danach wurden die Investitionen erhöht, seither ist Vitesse im oberen Drittel der Tabelle Stammgast. Unterstützt wurde die Mannschaft dabei immer wieder durch Leihspieler vom FC Chelsea. Nemanja Matic ist der bekannteste Name in diesem Zusammenhang.

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Im Jahr 2013 beendete Jordania sein Engagement bei Arnheim und behauptete danach in der niederländischen Boulevardzeitung „de Telegraaf“: „Vitesse darf nicht Meister werden”. Verantwortlich dafür sei eine Vorgabe des FC Chelsea, mit dem die Arnheimer zusammenarbeiten. Chelsea habe nicht mit der UEFA in Konflikt kommen wollen, deren Reglement besagt, dass zwei Clubs des gleichen Besitzers nicht am selben Wettbewerb teilnehmen dürfen. Die Verbindung zu FC Chelsea-Besitzer Roman Abramovich war offenbar zu eng.

Stöger-Zukunft noch offen

Der Vertrag von Trainer Peter Stöger läuft mit Saisonende aus. Ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, ist noch offen. Die Austria soll gewillt sein ihren Meistertrainer der Saison 2012/13 zu halten. “Für mich ist es entscheidend, ob ich mir zutraue umzusetzen, was von mir erwartet wird. Wenn ich das Gefühl habe, das kann funktionieren, dann kann ich es mir ohne weiteres vorstellen hierzubleiben. Die letzten zwei Jahren waren weit davon entfernt von lustig. Wenn ich das Gefühl habe, dass das dann Spaß machen könnte, bin ich dabei, wenn das alles einen realistischen Ansatz hat. Wenn ich glaube, dass ich es selber nicht hinkriege, dann muss es halt jemand anderer machen”, sagt Stöger über seine Zukunft.