Straka und Wiesberger bei 154. British Open
Im Royal Birkdale Golf Club nördlich von Liverpool geht ab Donnerstag die 154. Ausgabe der British Open in Szene (streame das Turnier mit Sky X live). Den 6,6 km langen Dünenkurs in Southport an der Küste der Irischen See nehmen mit Sepp Straka und Bernd Wiesberger auch zwei Österreicher in Angriff. Aufgeteet und gelocht wird um die berühmteste Weinkaraffe im Golfsport, die „Claret Jug“. Als Titelverteidiger geht der Weltranglistenerste Scottie Scheffler aus den USA ins mit 17,75 Mio. Dollar dotierte Turnier.
Sowohl für Straka, Wiesberger als auch Scheffler ist die Generalprobe für das letzte Major-Turnier des Jahres kräftig daneben gegangen. Bei den Scottish Open verpassten alle drei den Cut, für Scheffler war dies das erste Mal seit vier Jahren. „Man möchte natürlich nie ein freies Wochenende haben“, meinte der 30-jährige Texaner, der dadurch aber schon am Sonntag eine ganze Runde im Royal Birkdale spielen konnte. So gesehen war sein frühes Aus in Schottland „nicht das Schlimmste auf der Welt, auch wenn es ziemlich frustrierend war“.
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British Open zum elften Mal im Royal Birkdale
Auch die beiden ÖGV-Asse hatten mehr Zeit, den 1889 gegründeten Traditionsplatz auf Grüns und Fairways zu prüfen. Royal Birkdale ist zum elften Mal „The Open“-Schauplatz. Die Anlage mit ihren hohen Sanddünen ist ein Paradebeispiel für einen Links-Platz: windanfällig, uneben, tiefe Sandbunker, schmale Fairways und ein Rough, das Fehler multipliziert. Wiesberger hat durchaus Gefallen am Linksgolf, „weil man doch sehr kreativ sein muss mit seinem Spiel. Man ist natürlich den Elementen, den tiefen Bunkern und Slopes ausgeliefert. Da kann es auch schon mal etwas glücklich oder unglücklich ausgehen. Es ist einfach eine andere Art von Golf“, erklärte der Burgenländer auf APA-Anfrage.
Wiesberger hat bereits 2017, als der Royal Birkdale GC zum bisher letzten Mal Schauplatz der Open war, mitgespielt. „Soweit ich mich erinnern kann, war das Wetter ziemlich bescheiden. Dieses Jahr wird es ein ganz anderer Platz. Noch viel härter und schneller. Es gibt mit Sicherheit keine tiefen Scores, wenn der Wind stark bleibt“, erklärte der 40-Jährige. Durch zuletzt sehr warme Temperaturen und wenig Niederschläge warten ausgedörrte, harte Platzverhältnisse als zusätzliche Herausforderung. Zudem wurde das Kursdesign im Zuge einer Renovierung kräftig verändert.
Straka sucht nach der Form
Straka geht nach zuletzt schwachen Tourergebnissen als Außenseiter ins Turnier. Es ist seine fünfte Teilnahme am einzigen europäischen Golf-Major. 2023 erzielte der vierfache PGA-Turniersieger mit Rang zwei bei den British Open sein bisher bestes Major-Ergebnis. Drei von viermal gelang der Cut, das ist auch heuer das Minimalziel. Ein gutes Resultat in Southport würde Straka auch im Hinblick auf die PGA-Jahreswertung helfen, wo der 33-Jährige aus den Top 30 gefallen ist.
Hoffnungen auf einen Heimsieg bzw. seinen zweiten Majortitel macht sich der momentan in Hochform agierende Matt Fitzpatrick. Der Engländer, der heuer schon drei PGA-Events gewann, kam am Wochenende bei den Scottish Open auf Rang drei. Der schottische Ryder-Cup-Spieler Robert MacIntyre (geteilter Dritter) und der nordirische Star Rory McIlroy (Siebenter) zeigten sich in Schottland ebenfalls gut in Schuss. Den Sieg holte sich dort der Südkoreaner Kim Tom. Auf den Gewinner im Royal Birkdale warten übrigens neben der Claret Jug auch 3,2 Millionen Dollar (2,81 Mio. Euro) Preisgeld.
