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Streikende Profis: Das sind Dansos Vorgänger

via Sky Sport Austria

Kevin Danso möchte den FC Augsburg nach Sky Infos unbedingt noch in diesem Sommer verlassen. Im persönlichen Gespräch wollte er seinen Wechsel provozieren. Er ist nicht der erste Fußball-Profi, der seinen Wechsel um jeden Preis durchsetzen wollte. Sky Sport blickt auf einige streikende Fußballer.

Danso hatte bereits vor Wochen hinterlegt, dass er seine Zukunft nicht mehr beim FC Augsburg sieht. Nun bat er in einem persönlichen Gespräch um Freigabe und machte darin deutlich, dass er im Team keine Perspektive mehr sehe und deshalb nicht mehr für den FCA auflaufen möchte. Laut eigener Aussage fühle er sich nicht mehr im Stande, zu trainieren.

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Daraufhin zogen die Augsburger Konsequenzen: Der 22-Jährige musste mit sofortiger Wirkung das Trainingslager in Österreich verlassen. Danso ist allerdings nicht der erste Fußball-Profi, der seinen Abschied provozieren wollte. Der Noch-Augsburger findet sich in einem illustren Kreis wieder.

Fußballer, die ihren Wechsel provozieren

Robert Lewandowski: Im Sommer 2013 sorgte Robert Lewandowski für Aufregung, als er den BVB verlassen wollte. Dortmund blieb zwar hart, musste den Weltklasse-Stürmer allerdings ein Jahr später ablösefrei zum FC Bayern ziehen lassen.

Philippe Coutinho: Der Brasilianer wollte seinen Traum vom FC Barcelona unbedingt erfüllen, weshalb er im Sommer 2017 in den Streik trat. Der FC Liverpool blieb zwar anfangs hart, im Winter wurde ihm jedoch die Erlaubnis zum Wechsel erteilt.

Pierre-Emerick Aubameyang: Auch der Gabuner erzwang seinen Wechsel zum FC Arsenal. Er ließ eine Teamsitzung sausen und deutete mit weiteren Provokationen immer wieder an, weg zu wollen. Der BVB gab letztlich nach und ließ ihn im Januar 2018 ziehen.

Ousmane Dembele: Mit dem Franzosen hatte der BVB einen weiteren Streithahn in seinen Reihen. Der 21-Jährige trat in den Trainingsstreik, um seinen Wechsel zum FC Barcelona zu erzwingen. Der Wechsel erfolgte schließlich im August 2017.

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Der Brasilianer Caiuby fiel in seiner Zeit beim FC Augsburg öfters negativ auf. Im Sommer 2018 verlängerte er seinen Urlaub eigenmächtig um acht Tage. Im Januar 2019 stieß er nach dem Urlaub 22 Tage zu spät zur Mannschaft. Die Folge: Suspendierung!

Henrikh Mkhitaryan: Als der Armenier 2013 zum BVB wechseln wollte, schwänzte er einfach das Training in Donezk. Drei Jahre später trieb er das gleiche Spiel, mit Manchester United als Ziel. Der BVB stellte ihn vor einem möglichen Rosenkrieg frei.

Anthony Modeste: Beim ersten Training der Kölner stellte er klar, dass er gar nicht nach China wechseln will. Dann wurde er vom Training freigestellt, um in China zu verhandeln. Am Ende wechselte er im Juli 2017 für 35 Millionen zu Tianjin Quanjian.

Julian Draxler: Der Weltmeister von 2014 hatte nach einem Jahr keine Lust mehr auf Wolfsburg und teilte seinen Wechselwunsch mit. Der VfL verwies auf den laufenden Vertrag und ließ ihn schmoren. Im Januar 2017 folgte der Wechsel zu PSG.

Rafael van der Vaart: Obwohl der Niederländer noch beim HSV unter Vertrag stand, ließ er sich 2007 im Trikot des FC Valencia ablichten. Van der Vaart forcierte mit allen Mitteln seinen Abschied. Ein Jahr später folgte der Transfer zu Real Madrid.

Demba Ba: Um seinen Abschied aus Hoffenheim zu erzwingen, ging Demba Ba in den Trainingslager-Streik. Schließlich durfte der Angreifer die Kraichgauer 2011 in Richtung West Ham verlassen.

Hakan Calhanoglu: Offiziell ließ sich Calhanoglu krankschreiben, um nicht am HSV-Training teilnehmen zu müssen. Der Mittelfeldspieler wollte unbedingt zu Bayer. Bei seiner Vorstellung in Leverkusen im Juli 2014 war Calhanoglu erstaunlicherweise fit.

Dimitri Payet: Im Februar 2016 hatte der Franzose seinen Vertrag bei West Ham bis 2021 verlängert. Ein paar Monate später wollte er unbedingt nach Marseille zurückkehren. Payet weigerte sich zu spielen und erzwang seinen Wechsel in die Heimat.

Sebastian Rudy: Mitte Juni 2021 war Sebastian Rudy nicht zum angesetzten Coronatest vor Vorbereitungsstart erschienen. Der Grund: Er wollte Schalke unbedingt verlassen. Die Folge: Vertrag bei S04 aufgelöst und Rückkehr nach Hoffenheim.

Antoine Griezmann: Vor seinem Wechsel zum FC Barcelona hatte Antoine Griezmann das Training bei Atletico Madrid geschwänzt. Der Grund: Der Weltmeister von 2018 wollte unbedingt wechseln. Am Ende bekam der Franzose seinen Willen und schloss sich im Sommer 2019 Barca an.

(skysport.de) / Bild: Imago