Sturm feiert Heimsieg gegen LASK und springt auf Platz drei

via Sky Sport Austria

Sturm Graz hat mit dem ersten Sieg über den LASK seit zwei Jahren den dritten Platz in der tipico Bundesliga übernommen. Die Steirer setzten sich am Sonntag im eigenen Stadion mit 3:1 (2:0) durch und überholten die nun einen Punkt dahinterliegenden Linzer in der Meistergruppe. Die Oberösterreicher blieben zum dritten Mal in Folge sieglos, doch schon am Mittwoch bietet sich bei wechselndem Heimrecht in Pasching die Chance zur Revanche.

Durch ein Eigentor von Rene Renner (28.) und zwei Elfmeter-Toren von Jakob Jantscher (45.+1) und Kelvin Yeboah (54.) feierte Sturm den zweiten Sieg im fünften Meistergruppen-Spiel und liegt zur Halbzeit vier Punkte hinter dem Zweiten Rapid. Die Grazer radierten ihre schwarze Serie mit zuletzt fünf Pflichtspiel-Niederlagen gegen den LASK aus. Im neunten Anlauf klappte es wieder mit einem Sieg im schwarz-weißen Duell. Für den LASK traf Marvin Potzmann erst in der 87. Minute. Sein Team verlor zum dritten Mal seit der Punkteteilung.

Beide Teams hatten zuletzt recht gut gespielt, waren aber mit vier Punkten in der Meistergruppe hinter den eigenen Erwartungen geblieben. Für das Erfolgserlebnis legten beide los wie die Feuerwehr. Der LASK hatte in der hochintensiven Partie die erste Topchance durch Husein Balic (4.), doch dann kamen die Gastgeber auf: Jantscher schoss einen Nachschuss ins Außennetz des verwaisten Tores (15.). Yeboah war Gernot Trauner enteilt und von Goalie Alexander Schlager gestellt worden.

Der quirlige Yeboah war von der Linzer Abwehr nicht zu halten, ließ nur die Effizienz vor dem Tor vermissen. So scheiterte der 20-jährige Winter-Zugang nach einem Schnittstellen-Pass von David Nemeth an Schlager (17.) und fabrizierte – wieder in Einschussposition – einen Edelroller auf den ÖFB-Goalie (37.). Yeboah holte aber auch gegen Philipp Wiesinger den ersten Elfmeter für Sturm seit dem 15. Dezember 2019 (3:3 gegen LASK) heraus, den Jantscher in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sicher zum 2:0 verwertete (45.+1).

Zunächst aber brachte ein Ping-Pong-Tor die Grazer Führung: Nach einem Jantscher-Freistoß blieb Nemeth mit dem Kopfball an Schlager hängen, den Abpraller bugsierte Renner ins Tor. Schlager blieb danach benommen liegen, musste im Bereich des Bauches behandelt werden, konnte aber weiterspielen (28.).

Auch die Linzer, bei denen Toptorschütze Johannes Eggestein nach gut einer Stunde ins Spiel kam, hatten ihre Möglichkeiten. Diese fielen vorerst weniger zwingend aus. Bei Kopfbällen von Trauner (17./nach Corner) und Balic (36./nach Ranftl-Flanke) fehlten jeweils Zentimeter. Bei Renners Fehlschuss kurz nach Wiederanpfiff war das nicht anders (47.).

Das sagt LASK-Goalie Alexander Schlager

Sturm hatte vor der Partie 40 Spiele lang auf einen Elfmeter gewartet. In diesem Spiel pfiff Schiedsrichter Christopher Jäger – er hatte auch den zuvor letzten gegeben – sogar zwei. Die Entscheidung in der 54. Minute war eine harte, nachdem Yeboah an der Torlinie gegen Trauner zu Fall gekommen war. Der Mann aus Ghana verwertete den Strafstoß selbst präzise im linken Eck (54.).

Danach war die “Messe” gelesen, der LASK kam erst im Finish wieder zu Chancen. Der Ex-Grazer Potzmann schoss nach Eggestein-Pass im Rückraum ein (87.). Renner hatte in der 91. Minute noch den möglichen Anschlusstreffer auf dem Fuß.

Sturm-Torschütze Kelvin Yeboah im Sky-Interview

(APA)

Tore im VIDEO:

Tor für Sturm: Renner mit dem Eigentor (28.)

Jantscher trifft per Elfmeter zum 2:0 (45.)

Yeboah mit einem weiteren Elfer zum 3:0 (54.)


Potzmann mit dem Ehrentreffer für die Linzer (87.)

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Beitragsbild: GEPA