Sturm Graz verkündet Rekordumsatz
Der SK Sturm Graz hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen.
Wie der Verein am Montag mitteilte, erzielte Sturm einen Umsatz von 92,1 Millionen Euro – fast doppelt so viel wie im Vorjahr (51,4 Mio.). Der Jahresüberschuss beträgt 12,6 Millionen Euro.
Hauptgründe für das außergewöhnliche Ergebnis sind die Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Champions League sowie hohe Transfereinnahmen. Auch in anderen Bereichen verzeichnete der Verein deutliche Zuwächse.
Champions League und Spielerverkäufe sorgen für hohe Einnahmen
Laut Geschäftsbericht entfielen 28 Millionen Euro auf Einnahmen aus der Champions League, 30 Millionen Euro auf Transfers und rund 12 Millionen Euro auf Ticketverkäufe. Weitere Erträge stammen aus Sponsoring und TV-Rechten (12 Mio.), Merchandising (4,35 Mio.) und sonstigen Einnahmen (5,75 Mio.). Trotz Steuerzahlungen von mehr als 20 Millionen Euro blieb am Ende ein deutlicher Gewinn.
Präsident Christian Jauk sprach von einem „historischen Ausreißer nach oben“, warnte jedoch vor überzogenen Erwartungen: „Champions League und Transfers in dieser Größenordnung sind nicht jährlich zu erwarten. Uns fehlen weiterhin Stadion- und Hospitalityerlöse wie in Wien, Linz oder Salzburg. Dieses Ergebnis ist das Resultat harter Arbeit und sportlicher Erfolge, aber auch Ausdruck einer enormen Geschlossenheit im gesamten Verein.“
„Eines ist klar, …“: Jauk über Stadionthematik in Graz
Wachstum bei Mitgliedern und Zuschauern
Sturm Graz meldet auch abseits der Bilanz neue Bestmarken: Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg auf 20.400 (Vorjahr: 19.187), der Zuschauerschnitt in der Bundesliga auf 15.267. Zudem erhöhte sich die Zahl der Abonnenten auf 10.500 und die Social-Media-Reichweite auf mehr als eine halbe Million Follower.
Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich bezeichnete das Geschäftsjahr als „wirtschaftlichen Meilenstein“. Die Entwicklung sei das Ergebnis „eines klaren strategischen Kurses aus sportlichem Erfolg, Stabilität und gezielten Investitionen“.
Investitionen in Infrastruktur – Stadionfrage weiter offen
Neben sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgen treibt Sturm auch seine Infrastrukturoffensive voran. Mit dem Trainingszentrum Puntigam, dessen Spatenstich am 20. November 2025 erfolgt, entsteht ein neues Vereinszentrum. Zusätzlich wurden in Messendorf ein Rasenplatz erneuert und die Gebäudeinfrastruktur modernisiert, am Postplatz wurden Flutlichtanlagen sowie Fanshops und Servicebereiche umgebaut.
Ein großes Thema bleibt das Thema Stadion. Jauk äußerte sich Anfang November bei „Talk und Tore“ über die Problematik in Graz. Wenige Monate davor hatte der 60-Jährige einen Plan präsentiert: Der SK Sturm wolle sich mit rund 30 Millionen Euro am Neubau beteiligen und dem GAK eine kostenlose Nutzung ermöglichen – im Gegenzug solle Sturm die Vermarktungsrechte erhalten. Beim GAK sorgt diese Idee für Kopfschütteln.
„Talk & Tore“ mit Christian Jauk und Tino Wawra
(Red./Sturm Graz)
Bild: GEPA
