GRAZ,AUSTRIA,17.OCT.21 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, SK Sturm Graz vs SV Ried. Image shows Stefan Hierlaender (Sturm). Photo: GEPA pictures/ Chris Bauer

Sturm stärkt Selbstverständnis mit „extrem wichtigem“ Sieg

via Sky Sport Austria

Sturm Graz ist zum Abschluss der Hinrunde des Fußball-Bundesliga-Grunddurchganges der Sieger der Runde gewesen. Die Steirer meldeten sich nach dem Patzer in Hartberg am Sonntag mit einem hochverdienten 1:0 gegen Ried (Spielbericht + Video-Highlights) zurück, machten Boden auf Tabellenführer Salzburg gut und vergrößerten den Vorsprung auf Rang drei. „Es war ein sehr, sehr wichtiger, souveräner und hochverdienter Sieg. Der soll unser Selbstverständnis stärken“, sagte Sturm-Trainer Christian Ilzer.

Das ist auch enorm wichtig, warten doch in den kommenden Tagen zwei Schlagerpartien. Am Donnerstag gastiert mit Real Sociedad der Spitzenreiter der spanischen LaLiga im dritten Europa-League-Gruppenspiel in der Merkur Arena, gefolgt vom Liga-Kracher am Sonntag in Wals-Siezenheim gegen Salzburg. Der volle Fokus ist vorerst auf den internationalen Auftritt gerichtet, wo die ersten Punkte eingefahren werden sollen.

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„Auf uns wartet der spanische Tabellenführer. Das zeigt, mit wem wir es zu tun bekommen, es wartet ein richtiges Kaliber, ein Riesengegner“, ist sich Ilzer bewusst. Man werde aber – auch wenn angeschlagene Spieler wie Stefan Hierländer ausfallen sollten – nicht in Ehrfurcht erstarren. „Wir müssen uns alles zutrauen, und wenn sie uns eine kleine Chance geben, dann müssen wir die nützen.“ Sociedad feierte am Samstag mit einem 1:0 gegen Mallorca im neunten Ligaspiel den sechsten Sieg, und das trotz einer Gelb-Roten Karte für Aihen Munoz kurz vor der Pause. Der zweifache spanische Meister hat den Vorteil, einen Tag mehr Pause zu haben.

Sturmduo Jantscher/Yeboah bessert Scorerbilanz weiter auf

Auch Sturm feierte einen vom Ergebnis her Minimalsieg, war dabei allerdings klar spielbestimmend und hatte auch ein deutliches Chancenplus. „Chancen für ein höheres Ergebnis waren da, aber ich bin insgesamt mit dem Auftritt sehr zufrieden. Wir haben eine gute Balance gehabt“, resümierte der 43-jährige Steirer. Sein Team hat weiter in jedem Ligaspiel getroffen, 27 Treffer nach 11 Runden sind eine neue Club-Bestmarke.

Als Torschütze glänzte einmal mehr Jakob Jantscher. Der 32-Jährige zeigte in der 32. Minute all sein technisches Können und baute seine Scorerbilanz auf sechs Tore und sieben Assists aus. Bedient wurde er von Kelvin Yeboahs Kopf, Jantschers Sturmpartner bereitete zum dritten Mal einen Treffer vor, erzielt hat er schon sieben. Das Duo ist zurecht in der Liga gefürchtet. „Jakob und Kelvin sind unterschiedliche Spielertypen, die sich gefunden haben und als Stürmerduo sehr gut harmonieren“, lobte Ilzer.

Jantscher: “Mich ärgert das einfach”

Jantscher selbst freute sich darüber, nach der Länderspielpause mit einem Sieg reingestartet zu sein. „Wenn man gesehen hat wie die Partien gestern gelaufen sind, haben wir nach vorne ein bisschen aufholen und uns nach hinten ein bisschen absetzen können“, sagte der Offensiv-Routinier. Am Donnerstag warte ein anderes Kaliber. „Wir haben gegen Eindhoven schon gut gespielt und versuchen gegen Sociedad noch besser aufzutreten.“ Gelingen muss das in der Merkur Arena auf einem laut Jantscher nicht zufriedenstellenden Rasen. „Von oben schaut er gut aus, aber als Spieler nimmt man das anders wahr. Es ist so viel Sand drauf, das ist nicht angenehm.“

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Ried seit fünf Ligapartien sieglos

Nicht angenehm für die fünftplatzierten Rieder ist, dass sie fünf Ligapartien sieglos sind. „Wir waren in der ersten Hälfte zu mutlos. Beim Gegentor haben wir die Zweikämpfe verloren und müssen einfach besser absichern. Mit dem 0:1-Rückstand waren wir gut bedient“, fasste Rieds Interimstrainer Christian Heinle die ersten 45 Minuten zusammen. Danach habe er einen sehr guten Auftritt seines Teams gesehen, der Mut mache. Und Lust auf mehr, bekommen die Rieder doch schon am 27. Oktober im ÖFB-Cup-Achtelfinale in Graz die Chance zur Revanche. „In zehn Tagen fahren wir wieder her und da machen wir es besser“, versprach Abwehrspieler Constantin Reiner.

(APA) / Bild: GEPA