ZURICH, SWITZERLAND - JANUARY 12: FIFA Ballon d'Or nominees Lionel Messi of Argentina and FC Barcelona  (L) and Cristiano Ronaldo of Portugal and Real Madrid smile during the FIFA Ballon d'Or Gala 2014 at the Kongresshaus on January 12, 2015 in Zurich, Switzerland. (Photo by Philipp Schmidli/Getty Images)

Superstars im privaten Glück: Zwillinge für Ronaldo, Traumhochzeit von Messi

via Sky Sport Austria

Rosario/Kasan (SID) Die Geburt seiner Zwillinge ließ Cristiano Ronaldo ganz emotional werden, bei Lionel Messi verspricht die anstehende Traumhochzeit große Gefühle: Die beiden Superstars des Weltfußballs sorgen mit privaten Schlagzeilen für viel Aufsehen. Während Ronaldo sein Glück schon mit der ganzen Welt teilte, hofft Messi zumindest auf ein bisschen Privatsphäre.

Ronaldo wollte die Confed-Cup-Bühne am Mittwochabend jedenfalls doch nicht ohne großen Auftritt verlassen. Nachdem der 32-jährige Portugiese im Elfmeterschießen des Halbfinals gegen Chile (0:3) als fünfter Schütze nicht mehr ran durfte, machte er nur wenig später auf seiner Facebook-Seite auf sich aufmerksam.

Ronaldo bestätigte dort die Geburt seiner Zwillinge, die er schon sehr bald erstmals in den Armen halten wird. Denn der portugiesische Verband FPF stellte den viermaligen Weltfußballer für das sportlich uninteressante Spiel um Platz drei am Sonntag in Moskau gegen den Verlierer des Duells Deutschland gegen Mexiko frei.

“Ich stand wie immer mit Leib und Seele im Dienste der Nationalmannschaft, obwohl ich wusste, dass meine beiden Kinder geboren wurden”, schrieb Ronaldo: “Ich bin sehr glücklich, dass ich endlich zum ersten Mal mit meinen Kindern zusammen sein kann.”

Nicht weniger dürfte Ronaldos argentinischer Dauerrivale Lionel Messi (30) vor der Hochzeit mit seiner Jugendliebe Antonella Roccuzzo (29) am Freitag in seiner Heimatstadt Rosario sein. Die Boulevardzeitungen feiern bereits die “südamerikanische Promi-Heirat des Jahrzehnts”. Und ob Latino-Diva Shakira nur zum Feiern einfliegt oder auch “performed”, scheint das letzte Geheimnis zu sein.

Rund 260 Gäste dürfen die Braut im “City Center Casino Hotel” in ihrem Kleid der eigens angereisten spanischen Top-Designerin Rosa Clara bewundern. Es werden lokale Delikatessen der Provinz Santa Fe wie der herzhafte Eintopf “Locro” gereicht und die Pop-Bands Rombai und Marama mit Sängerin Karina aus Uruguay sollen für die gewünschte Partystimmung sorgen.

“Rosario lebt und atmet nun einmal Fußball. Das ist sicher auch ein Grund dafür, warum sich Lionel hier so wohl fühlt”, sagte Bürgermeisterin Monica Fein, die der drittgrößten Stadt Argentiniens (1,2 Millionen Einwohner) im Nordwesten des Landes vorsteht, der Nachrichtenagentur AFP: “Er ist bestimmt sehr aufgeregt, weil er seine Freunde aus aller Welt in der Stadt begrüßen kann, die er so sehr liebt.”

Allzu weit sollten sich Messis Gäste – darunter Shakiras Ehemann Gerard Piquet, Luis Suarez und Neymar (alle vom Messi-Klub FC Barcelona) – aber besser nicht vom Hotel plus dem dazugehörigen Casino entfernen. Schließlich steht das Gebäude, in dem die Trauung und die Feier stattfindet, am Rande eines Slums, in dem Drogen-Gangs das Sagen haben.

Vielleicht können die 155 angemeldeten Journalisten eine Reportage über das Problemviertel machen. Denn hinter der Berechtigung ihrer Dienstreise steht ein großes Fragezeichen. Schon im Vorfeld wurde den Berichterstattern klar gemacht, dass sie keinen Zugang haben werden – dafür sollen israelische Sicherheits-Spezialisten sorgen.

Dennoch wird erwartet, dass sich Roccuzzo und Messi, der die mögliche Haft- oder Geldstrafe wegen seiner Steueraffäre zumindest für eine Nacht vergessen will, kurz den Schaulustigen zeigen. Auch Europameister Ronaldo dürften die Vaterfreuden von seinen Steuerproblemen ablenken.

Ronaldo wird vorgeworfen, 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen hinterzogen zu haben. Fragen dazu beantwortete er in Russland keine, genauso wenig wie zu seiner ungewissen Zukunft bei Real Madrid.

Angeblich liebäugelt der gekränkte Ronaldo wegen der Ermittlungen durch das spanische Finanzamt mit einem Abschied. Er sei “mit Sicherheit verärgert”, gab Real-Boss Florentino Pérez in einem Radio-Interview zu, aber er sei fest davon überzeugt, dass der Tor-Gigant “in Madrid bleiben wird”.