Nach Ablehnung der Aufstockung: Ried und Klagenfurt enttäuscht über fehlende Solidarität
Die österreichische Fußball-Bundesliga wird in der kommenden Saison nicht von 12 auf 14 Vereine aufgestockt. Ein diesbezüglicher Antrag von Ried und Austria Klagenfurt verfehlte am Donnerstag im Rahmen der Außerordentlichen Hauptversammlung klar die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Nun meldeten sich die beiden Aufstiegsaspiranten zu Wort.
Die SV Ried gab sich nach der Ablehnung des eingebrachten Antrags, die tipico Bundesliga auf 14 Teams aufzustocken enttäuscht. Auch ein weiterer eingebrachter Antrag, eine bessere Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Aufstockung zu evaluieren, wurde nicht zugelassen.
„Alle Versuche, sportliche Solidarität und ein gemeinsames Vorgehen der Vereine zu erreichen, fanden keine Unterstützung.“ gibt sich die SV Ried enttäuscht.
„Nächste Woche soll die Entscheidung fallen, ob die HPYBET 2. Liga auf sportlichem Weg zu Ende gespielt werden kann. Dies ist nach wie vor die bevorzugte Variante seitens der SV Guntamatic Ried und von SK Austria Klagenfurt. Sollte dies auch abgelehnt werden, bleibt nur mehr die Möglichkeit, eine Entscheidung vor Gericht herbeizuführen“, heißt es auf der Website der Innviertler.
Auch Klagenfurt reagiert auf die Ablehnung
„Das Ergebnis zeigt, dass bei einem Großteil der Vereine in der aktuellen Situation die wirtschaftlichen Zwänge offenbar zu groß sind, um mit der nötigen Weitsicht eine Entscheidung für die langfristige Attraktivität des österreichischen Fußballs zu treffen“, sagte Klagenfurts Sportlicher Leiter Matthias Imhof.
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Man sei enttäuscht darüber, dass sich der österreichische Fußball auch in sportlicher Hinsicht nicht solidarisch zeige. „Es wäre die einzig faire Lösung gewesen, beide Mannschaften für ihre Leistungen bis zum Abbruch der Saison zu belohnen“, so Imhof. Mit einer Fortsetzung der 2. Liga rechnet er nicht wirklich. „Der SV Ried und uns wird es kaum möglich sein, das Aufstiegsrennen auf dem Platz auszufechten“, schätze der Deutsche die Situation realistisch ein.
Auch deshalb werden sich die Führungsgremien der Klagenfurter in den kommenden Tagen hinsichtlich weiterer Schritte beraten. „Wir werden uns nun intern besprechen, den Dialog mit unseren Kollegen aus Ried sowie auch mit der Bundesliga suchen und behalten uns wie bereits angekündigt vor, mit juristischer Hilfe für unser Recht zu kämpfen“, stellte der 51-Jährige klar.
Quelle: (APA/svried.at)
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