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Bernd Fisa: “Andreas Herzog ist einer der renommiertesten Männer, die wir haben”

via Sky Sport Austria
  • Peter Linden: “Es ging darum, die Achse Windtner-Ruttensteiner zu zerschlagen”
  • Michael Fiala: “Peter Schöttel hat einen suboptimalen Start hingelegt”
  • Sky-Experte Alfred Tatar: “Äußerungen der Spieler zu Koller waren deplatziert”


Wien, 15.10.2017.
Zu Gast bei „Talk & Tore – Die Tipico Fußballdebatte” waren am Sonntag Berater Bernd Fisa, Journalist Peter Linden, 90minuten.at-Chefredakteur Michael Fiala und Sky-Experte Alfred Tatar. Hier einige Aussagen des von Martin Konrad moderierten Live-Talks.

Bernd Fisa:

über Strukturfragen beim österreichischen Fußballbund: “Die Kluft zwischen Arm und Reich ist ein Prozess, der nicht aufzuhalten ist. Die Frage, die ich mir als Verband stellen muss ist, wie stelle ich mich auf und wie schaffe ich ein best-off an klugen Köpfen an einen Tisch zu bekommen um eine Struktur zu definieren, mit der ich maximal schlagkräftig bin.”

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über die Bestellung von Peter Schöttel zum Sportdirektor des ÖFB: “Das einzige Kriterium, das für mich zählt, ist Qualität. Da hat Peter Schöttel alle Voraussetzungen und alle Möglichkeiten, das nicht nur zu zeigen sondern auch dementsprechend umzusetzen. Bei der tendenziellen Verteufelung von ehemaligen Spielern vergisst man ja gewisse Kriterien. Wie lese ich ein Spiel, wie interpretiere ich ein Spiel, welches Auge habe ich? Das sind Gütesiegel, die in einer öffentlichen Diskussion überhaupt nicht zum tragen kommen.”

verteidigt Andreas Herzog: “Andreas Herzog hat Leadership am Platz in allen Facetten bewiesen. Er hat 1998 Österreich zur Weltmeisterschaft geschossen. Mir ist es rätselhaft, wie er das Image eines Hütchenaufstellers haben kann. Das ist einer der renommiertesten Männer, die wir haben, international geprägt und gegütesiegelt.”

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Peter Linden:

kann mit Peter Schöttel als Sportdirektor gut leben: “Ich verstehe die ganze Aufregung um den Peter Schöttel nicht. Er hat bei seinem Amtsantritt viel mehr aufzuweisen als es der Herr Ruttensteiner hatte. Nichts gegen ihn und man muss sich auch um ihn keine Sorgen machen, aber ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn man nach 16 Jahren den Sportdirektor auswechselt, dann ist das kein Beinbruch.”

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über die möglichen Hintergründe zur Ablöse von Willi Ruttensteiner: “Man wirft immer den Wienern vor, dass sie verhabert sind. Das haben andere den Oberösterreichern auch vorgeworfen. Es ging darum, die Achse Windtner-Ruttensteiner zu zerschlagen. Das haben sie jetzt gemacht und jetzt gehen sie wieder zur Tagesordnung über.”

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Michael Fiala:

über Unstimmigkeiten im Präsidium des ÖFB: “Es hat schon vor eineinhalb Jahren begonnen, dass das Präsidium begonnen hat, sich nicht ganz einheitlich auf einer Linie zu befinden. Es gibt diese eine FIFA-Geschichte mit Leo Windtner, wo es um ein Projekt in Kenia geht, wo im Präsidium erste Unstimmigkeiten stattgefunden haben. Es gab dann die Vertragsverlängerung von Koller vor der EM 2016, die, wie man gehört hat, so auch nicht ganz von allen abgesegnet war. Das hat erste Risse im Präsidium eingefügt. Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass es eine Führungskrise im ÖFB gibt, dass Leo Windtner schwer angeschlagen ist und aus meiner Sicht auf jeden Fall im Amt bleiben wollte und diesem Ziel alles untergeordnet hat. Das hat dazu geführt, dass sich in diesem Machtvakuum viele Landespräsidenten bemüßigt gefühlt haben, ihren Senf abzugeben.”

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sieht die Bestellung von Peter Schöttel skeptisch: “Ich glaube, dass Peter Schöttel einen suboptimalen Start hingelegt hat. Nicht nur er sondern auch durch die Auswirkung, die die letzten Wochen haben. Es kommen so viele Sachen ans Tageslicht. Ich habe recherchiert, wieviele österreichische Sportdirektoren von Bundesligavereinen gefragt worden sind. Von 13 Vereinen, die einen Sportdirektor haben, habe ich von zehn eine Antwort bekommen. Es wurde mit niemandem konkret gesprochen. Da frage ich mich dann schon, wer wurde da sonst noch gefragt? Und die Pressekonferenz vor eineinhalb Wochen war auch nicht optimal, wenn man sich dort hinsetzt und sagt, dass man kein Konzept vorgelegt hat. Aber auch die Ideen, die er genannt hat, haben nicht so geklungen als wäre er top vorbereitet gewesen.”

Sky-Experte Alfred Tatar:

über unnötige Wortspenden von Teamspielern zu Marcel Koller und der Teamcheffrage: “Entscheidend war, dass es nach der Entscheidung, Marcel Koller nicht zu verlängern, Wortmeldungen von Spielern gegeben hat. Arnautovic, Janko und Baumgartlinger haben sich geäußert. Diese Äußerungen waren aus meiner Sicht deplatziert. Es gibt weltweit keine Möglichkeit, dass Spieler darüber befinden wer ihr Vorgesetzter ist, sprich der Teamchef. Eigentlich sollten sie sich in dieser Hinsicht zurückhalten. Die Replik darauf eines Landesverbandspräsidenten, in diesem Fall Herr Gartner, war in einer ziemlichen Schärfe gehalten. Ich möchte betonen, dass ich die inhaltlichen Äußerungen von Herrn Gartner unterstütze.”

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über den Nebenschauplatz Peter Schöttel: “Der Hauptschauplatz ist der Teamchef. Das, was die Öffentlichkeit und die Fußballfans interessiert ist, wer wird Kopf der Nationalmannschaft sein und wie wird diese Nationalmannschaft in der nächsten Qualifikation auftreten?”

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Wiederholungstermine der aktuellen Sendung auf Sky Sport Austria HD:
Montag, 16. Oktober, 7.15 Uhr, 11.15 Uhr, 15.45 Uhr und 23.00 Uhr
Dienstag, 17. Oktober, 7.00 Uhr
Mittwoch, 18. Oktober, 6.00 Uhr und 20.00 Uhr