MELBOURNE,AUSTRALIA,21.JAN.20 - TENNIS - ATP World Tour, Grand Slam, Australian Open Image shows Dominic Thiem (AUT). Photo: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Thiem: „Ich hoffe, dass die Gesellschaft aus dieser Situation lernt.”

via Sky Sport Austria

Die Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie verdonnert die Sport-Stars dazu, sich im „Homeoffice“ fit zu halten. Auch Tennis-Ass Dominic Thiem trainiert aktuell nur zu Hause. Im Interview mit redbull.com spricht der 26-Jährige darüber, wie sich die aktuelle Lage auf ihn und seinen Alltag auswirkt.

Der Tagesablauf des Tennis-Profis ähnelt momentan dem, der meisten Leistungssportler. Fitness-Training, Laufen und viel Schlaf für die Regeneration steht bei Thiem auf dem Programm. Besonders persönliche Ziele und Erfolge helfen dabei, fokussiert zu bleiben. „Das letzte unglaubliche Erlebnis bei den Australian Open liegt ja noch gar nicht so lang zurück. Mit solchen Erlebnissen motiviere ich mich. Das ist extrem wichtig für mich, weil nur so kann man jeden Tag mit 100% trainieren.

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Nach dem Training kommen die sozialen Kontakte auch in Zeiten von Social Distancing nicht zu kurz, virtuell selbstverständlich. „FIFA 20 zocken ist daheim definitiv meine Lieblingsbeschäftigung. Wir sind 14 Freunde und spielen online. Jeder von uns steuert einen Spieler. Wir sind alle mit dem Headset verbunden [..] Das macht echt Spaß.

Der THIEMstag auf Sky Sport Austria 1 HD – die Spiele im Überblick

Thiem: “Von 100 auf 0

Normalerweise würde Dominic Thiem momentan um die Welt, von einem Turnier zum nächsten reisen. Für den Dritten der Tennis-Weltrangliste bedeutet die aktuelle Situation eine riesen Umstellung „von 100 auf 0, von jede Woche unterwegs auf nur zuhause“. Doch für Thiem gibt es aktuell wichtigere Dinge als Tennis. „Es geht um die Gesundheit der Menschen.

Vor allem das „normale soziale Leben“ fehlt dem 26-Jährigen und einfach “zu machen was man will“. Doch aus jeder Krise kann man auch etwas Positives mitnehmen, das weiß auch Österreichs Nummer eins. „Ich hoffe, dass die Gesellschaft aus dieser Situation lernt. Und dass wir draufkommen, dass zu viel Globalisierung, wenn alles zu groß und zu schnell wird, einfach nicht gut ist. Weder für den Planeten, für die Menschen selbst noch für die Umwelt.

Thiem: “Vorteil” für Tennis während Corona-Pandemie

Österreichs Tennis-Aushängeschild versucht das Beste aus der ungewohnten Situation zu machen. Ganz so schlimm ist die viele gewonnene Zeit auch nicht. „Ich probiere einfach, so positiv wie möglich diese Zeit zu meistern.” Kraft geben ihm aktuell seine Familie, sein Hund und der virtuelle Kontakt mit seinen Freunden. “Das sind Dinge, zu denen ich sonst nicht komme. Von dem her genieße ich die Zeit schon auch ein bisschen.“, so Thiem.

Keine Sorgen um die Form

Die Auswirkungen durch die Corona-Krise auf die gesamte Sport-Welt sind noch nicht abzuschätzen. Zurzeit heißt es für alle erst einmal abwarten und sich optimal vorzubereiten. Angst, dass die Zwangspause sich negativ auf seine Form auswirkt hat der Finalist der heurigen Australian Open keine. „Ich habe so viel Tennis gespielt in meinem Leben – meine Tennisform zu behalten ist für mich nicht schwierig. Ab dem Moment, an dem ich wieder anfangen kann mit dem Ball zu trainieren, kommt das Feeling ganz schnell wieder zurück.

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(Quelle: redbull.com)

Beitragsbild: GEPA