GEPA-16021464042 - WIEN,AUSTRIA,16.FEB.14 - FUSSBALL - tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile, FK Austria Wien, Training. Bild zeigt Generalmanager Thomas Parits (A.Wien). Foto: GEPA pictures/ Christian Ort

Thomas Parits: “Das Problem war nie Nenad Bjelica, die Spieler sind es”

via Sky Sport Austria

Zu Gast bei „Talk und Tore“ am Sonntag, 23. Februar 2014, waren Austria-Vorstand Sport , WAC-Trainer  und Sportwoche-Journalist . Hier einige Aussagen des von  moderierten Live-Talks.

Thomas Parits:

…über die Qualifikationschancen von Österreich: „Man kann sich die Gruppe nicht aussuchen, aber ich glaube, dass wir eine große Chance haben. Wir müssen optimistisch in die Gruppe reingehen und ich bin auch überzeigt, dass wir das schaffen. Wir können Zweiter werden.“

…über die Probleme der Austria: „Wir waren nicht konstant genug. Wir haben letztes Jahr nach vierundzwanzig Runden 60 Punkte gehabt, jetzt haben wir 32. Der Einbruch war sehr stark in der Meisterschaft. Und das sollte normal nicht passieren. Wenn man nun die Spiele im Herbst Revue passieren lässt, dann haben wir viele Punkte unnötig hergeschenkt. Wir haben in den letzten fünf Spielen nur drei Punkte gemacht.“

…über Ex-Trainer Nenad Bjelica: „Nenad Bjelica ist sicher ein guter Trainer und er hat bei uns auch eine gute Leistung gezeigt. Wir haben zu Beginn ein kurzfristiges Ziel gehabt mit der Champions-League. Das haben wir erreicht und dort haben wir uns gut präsentiert. Aber der Einbruch in der Meisterschaft war zu stark. Wir haben noch immer das Ziel, Zweiter oder Dritter zu werden und wir hatten nicht mehr das Vertrauen, dass wir mit ihm dieses Ziel erreichen.“

…nimmt auch die Spieler in die Pflicht: „Das Problem war nie der Nenad Bjelica, die Spieler sind es. Wir haben uns zum Beispiel gegen Rapid die Tore selbst gemacht. Wir haben zwei Tore aus Standardsituationen bekommen, das kann man dem Trainer nicht die Schuld geben. Es hat einige Spannungen gegeben und natürlich haben wir reagiert, weil wir die Punkte in den letzten Spielen nicht gemacht haben.“

…gibt nun einem jungen Trainer eine Chance: „Ich hatte im Sommer nicht das Vertrauen, dass ein junger Trainer unser Ziel Champions-League erreichen kann. Das hat Bjelica geschafft. Und jetzt geben wir wieder einem jungen Trainer eine Chance. Herbert Gager war schon letztes Jahr auf der Tribüne immer dabei, hat die Spiele analysiert und kennt die Mannschaft.“

Didi Kühbauer:

…über seinen Job in Wolfsberg: „Ich bin sehr gerne beim WAC […] ich bin da wirklich happy darüber, weil es ein wirklich gut geführter Klub ist. […] Ich fühle mich superwohl, es macht mir Spaß. Ich kann mir durchaus vorstellen, beim WAC weiter zu machen.“

…über das beeindruckende Auftreten der Salzburger: „Nicht nur dieses Auftreten. Natürlich sind dann zum Glück die Holländer bestraft worden, aufgrund ihrer Überheblichkeit. Sie haben sich definitiv nicht gedacht, dass eine Truppe aus Österreich so hinfährt und die eigentlich von der ersten bis zur neunzigsten Minute kontrolliert beziehungsweise deppert spielt, auf Deutsch gesagt.“

…über Österreichs Chancen: „Warum soll man da nicht Zweiter werden? Es besteht kein Grund, dass man vor den Gegnern Angst haben muss. Natürlich, Russland, das wissen wir, hat Erfolge gehabt. Aber so wirklich durchgestartet sind sie noch nicht, haben sich nur für die Turniere qualifiziert. Schweden, das haben wir gesehen, da haben wir uns selbst geschlagen. Ich denke, dass wir unsere Möglichkeiten haben und ich hoffe, dass wir dann nicht wieder dasitzen und sagen, es hat nur so viel gefehlt. Irgendwann müssen wir zu einem Turnier fahren. Und wenn nicht jetzt, wann dann?“

…über die Formschwankungen der Wiener Austria: „Da muss man die Spieler mehr in die Pflicht nehmen. Belastung ist das Eine, aber wir sehen das in ganz Europa. Und dort ist die Belastung in den Ligen oft höher. Ich denke schon, dass hier die Spieler härter angepackt gehören, weil es dann immer so ist, dass die Trainer alles falsch machen und die Spieler dazu noch großartig jammern und ihre Leistung nicht hinterfragen.“

…über die Psyche im Fußballsport: „Der Kopf ist das wichtigste Instrument für einen Fußballspieler. Und wenn der nicht funktioniert, dann können die Füße noch so schnell sein, aber dann wird der Fuß an dem einen Tag ein bisschen langsamer sein, weil er im Kopf nicht ready ist. Und damals haben wir uns in dem Spiel gegen die Admira wieder dorthin gebracht, dass die Spieler das Gefühl kennen lernen, wieder zu gewinnen. Und jetzt haben die Spieler schon die Vorstellungen des Trainerteams angenommen.“

…über seine wiederkehrenden Ausraster: „Ich will nicht mehr aufgrund meiner sogenannten Eskapaden hier im Studio sitzen, sondern aufgrund der Leistungen meiner Mannschaft und darüber sprechen. Und ich glaube, dass ich das bewiesen habe.“

Dietmar Riegler (Präsident WAC):

…über die Zukunft von Didi Kühbauer: „Wir haben im Trainingslager in der Türkei ein Erstgespräch geführt. Wir sind positiv gestimmt, dass wir zusammenkommen. Ich denke, das sollte demnächst klappen. In den nächsten ein oder zwei Wochen sollten wir das unter Dach und Fach bringen, dann sollte einer guten, neuen Saison nichts mehr im Wege stehen.“

Toni Huemer:

…hofft auf weitere Entwicklungsschritte von Österreich: „Es ist unheimlich wichtig, dass diese Mannschaft, die schon einige Schritte gemacht hat, den nächsten Schritt macht. Ich glaube, dass das Match in Stockholm ein Symbol für die österreichische Nationalmannschaft war. Sie hat 45 Minuten bewiesen, was sie kann, was sie draufhat, sie hat den Gegner wunderbar dominiert. Und in den zweiten 45 Minuten ist die Mannschaft wieder zerfallen und auseinander gebrochen. Sie muss diesen Schritt machen, dass sie so ein Spiel, das sie spielen kann, einfach über einen längeren Zeitraum schafft.“

…sieht in Herbert Gager die beste Lösung für die Austria: „Herbert Gager ist für den gesamten Austria-Nachwuchs eine riesige Aufwertung. Genauso wie sein Co-Trainer Sekerlioglu, das sind Leute, die seit vielen, vielen Jahren in der Akademie arbeiten, die die ganze Philosophie kennen und sich auch mit dem ganzen Projekt identifizieren.“