Thomas Silberberger: „Es ist super und geil für uns“

via Sky Sport Austria
  • Jesse Marsch: „Es ist eine gute Lektion für uns, wir waren von Anfang an zu locker“
  • Renny Smith: „Es ist ein tolles Gefühl Salzburg zu schlagen, wir wissen jetzt, dass wir jeden in der Liga schlagen können“
  • Christoph Freund über Trainer Jesse Marsch: „Bei uns hat sich kein Verein gemeldet“
  • Zlatko Junuzovic: „Es war heute so ein Tag, vielleicht zur rechten Zeit, jetzt kommt der Endspurt“
  • Hans Krankl: „Die Salzburger haben nach langer Zeit wieder einmal erkannt, dass sie trotzdem auch alles geben müssen, locker ist zu wenig“
  • Andreas Herzog über die WSG: „Ich denke Hartberg sollte das Vorbild sein, sie sind auf einem ähnlichen Weg, versuchen mutig mit Ballbesitz zu spielen“

 

Die WSG Swarovski Tirol schlägt den FC Red Bull Salzburg mit 3:2. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

WSG Swarovski Tirol – FC Red Bull Salzburg, 3:2 (1:1)

Schiedsrichter: Stefan Ebner

 

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Das wird nicht so oft vorkommen in absehbarer Zukunft, es ist das berühmte David gegen Goliath. Es war nicht glücklich, wir haben eine tolle Leistung geboten, heute haben wir was geschafft, was wenige Mannschaften in Österreich schaffen – zweimal gegen Red Bull in Rückstand zu sein und das Spiel zu drehen. So sehr ich meine Mannschaft vor 14 Tagen gegen Sturm Graz kritisiert habe, so sehr bin ich heute begeistert von ihr. Wir haben gemerkt, dass heute was geht und waren sehr gut im Spiel. Haben zwei blöden Gegentore ausgefasst. Es war ein offenes Spiel, weil wir uns zugetraut haben Fußball zu spielen. So ein Spiel kostet schon Kraft als Trainer auch, aber danach bin ich nie aufgezuckert, ich bin froh, wenn ich nachhause und ins Bett komme. Natürlich haben wir jetzt in der Kabine gefeiert, morgen geht es aber gleich weiter, wir haben Rapid Wien auswärts vor der Brust. Es ist super und geil für uns, jetzt haben wir Red Bull geschlagen und jetzt haben wir zweimal Rapid. Das war ja unser Traum. Es ist die Leichtigkeit des Seins jetzt (…) wir sind gut dabei in der Meistergruppe, das wollten wir und jetzt fahren wir druckbefreit nach Hütteldorf. Rapid Wien muss gewinnen, wir dürfen alles erreichen, was wir wollen.“

…vor dem Spiel: „Es ist mit Salzburg so ähnlich wie in der Deutschen Bundesliga, es probiert jeder gegen Bayern München ranzukommen, gefühlt kommt die letzten zehn Jahre keiner ran. Mit Benjamin Ozegovic war geplant, dass er drei Spiele in der Meistergruppe bekommt, allerdings erst nach den Rapid-Spielen, aber jetzt ist er durch die Verletzung von Oswald früher dran.“

 

Renny Smith (Siegestorschütze WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Es ist ein tolles Gefühl Salzburg zu schlagen. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Ich denke der Glaube daran, wir hatten keine guten Ergebnisse zuletzt, aber immer an unsere Chancen geglaubt. Auch als wir zurück gelegen sind. Der Sieg gegen Salzburg gibt uns unglaubliches Selbstvertrauen. Wir wissen jetzt, dass wir jeden in der Liga schlagen können.“

 

Christoph Freund (Sportdirektor FC Red Bull Salzburg):

…vor dem Spiel: „Karim Adeyemi hat die letzten Monate hart an sich gearbeitet, auch wenn er den einen oder anderen Rückschlag hatte, er ist jetzt auf einem anderen Level. Das Erfolgsrezept bei uns ist, dass die jungen Spieler ein bisschen Zeit bekommen und wenn sie gebraucht werden, dann so weit sind. Im Endeffekt machen wir es jetzt gut, wenn es darauf ankommt, wir sind mit drei Siegen wieder gestartet, es geht zur Sache, wir haben keine internationale Doppelbelastung, wir legen den ganzen Fokus rein (in die Meisterschaft). Wenn wir unsere Power und Dynamik am Platz bringen, dann ist es schwierig für die Gegner in Österreich.“

…über Oumar Solet: „Oumar Solet wird sicher in den nächsten Wochen Spiele bekommen und zeigen, dass er ein richtig guter Fußballer ist. Die nächsten Chancen, glaube ich, wird er nützen. Im Training ist er jetzt auf einem anderen Level. Die Konkurrenz macht es auch richtig gut, wir sind sehr stabil.“

…über Bernardo: „Bernardo würden wir schon gerne behalten, er ist universell einsetzbar, ein super Typ und richtig guter Fußballer. Es ist nicht einfach, er hat einen Vertrag in der Premier League unterschrieben, das sind andere Dimensionen. Ihm taugt es in Salzburg und wir werden sehen, hartnäckig sind wir und wir werden sehen, ob es passieren kann oder nicht.“

…über Patson Daka: „Am Tisch ist noch nichts, wir sind in einem intensiven Austausch mit seinem Berater. Es gibt glaube ich viele Interessenten, weil er sich richtig gut entwickelt hat. Wir werden sehen, aber ich glaube, dass er einen echt guten Markt hat im europäischen Fußball.“

…über Trainer Jesse Marsch: „Es gibt leider keine News. Bei uns hat sich kein Verein gemeldet. Jesse taugt es richtig gut bei uns. Er hat noch ein Jahr Vertrag. Er ist richtig heiß, dass wir den Titel nach Salzburg holen, nach Möglichkeit zwei Titel wieder und darauf ist sein Fokus gerichtet.“

 

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Es ist eine gute Lektion für uns. Wir waren von Anfang an zu locker. Wir haben so gut gekämpft gegen die ersten drei Gegner, vielleicht haben wir gedacht, dass es genug ist. Aber alle (Mannschaften) kämpfen jetzt und wir müssen auch kämpfen. Wenn wir nicht unsere beste Leistung bringen, dann bekommen wir Ärger. Wir müssen jetzt reagieren, haben ein sehr wichtiges Spiel am Sonntag.“

 

Zlatko Junuzovic (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Wir haben die Qualität, aber wir müssen schauen, dass wir es auf den Platz bringen. Es war heute so ein Tag, vielleicht zur rechten Zeit, jetzt kommt der Endspurt. Wir müssen in jedem Spiel versuchen an unser Limit zu gehen. Wenn wir das schaffen, hat jeder Gegner gegen uns Problem, wenn nicht haben wir Probleme. Genau das ist heute passiert, wir müssen alle gemeinsam bereit sein.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…über das Spiel: „Alles ist möglich für Tirol. Sie spielen jetzt zwei Spiele gegen Rapid, vielleicht haben sie dort dasselbe Glück. Salzburg muss die Ernsthaftigkeit und Überlegenheit in der Qualität auf den Platz bringen, dann sind sie in Österreich fast unschlagbar. Dir Tiroler waren sehr gut und sie haben super gespielt, waren zweimal in Rückstand und haben trotzdem gewonnen. Die Salzburger haben nach langer Zeit wieder einmal erkannt, dass sie trotzdem auch alles geben müssen. Locker ist zu wenig.“

 

Andreas Herzog (Sky Experte):

…über die WSG: „Ich denke Hartberg sollte das Vorbild sein, sie sind auf einem ähnlichen Weg, versuchen mutig mit Ballbesitz zu spielen. So ein Sieg gegen Salzburg kann für die nächste Wochen Selbstvertrauen vermitteln. Sie können jeden schlagen, vorausgesetzt sie haben den optimalen Spielverlauf.“