Thomas Silberberger: „Wir scheitern Woche für Woche an unserer Großchancenverwertung“

via Sky Sport Austria
  • Markus Schopp: „Die Kleinigkeiten passen momentan nicht“
  • Stefan Köck über die „Corona-Verordnungen“: „Es kennt sich keiner mehr aus, das ist das Hauptproblem“
  • Sascha Horvath: „Die Mannschaft und der Trainer haben mich super aufgenommen“
  • Marc Janko: „Im Großen und Ganzen ein verdientes Unentschieden“
  • Toni Pfeffer: „Ich bin überzeugt, dass Markus Schopp seinen Weg weitergeht“

 

Der WSG Swarovski Tirol und der TSV Prolactal Hartberg trennen sich mit 1:1. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

WSG Swarovski Tirol – TSV Prolactal Hartberg, 1:1 (1:0)

Schiedsrichter: Josef Spurny

 

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):

…vor dem Spiel: „Es ist mühsam, wenn du am Vormittag noch nicht weißt, wo du am Nachmittag trainierst, das ist weit weg von Profitraining, es hat schon leichtere Trainingswochen gegeben. Mit einem Heimsieg gegen Hartberg können wir uns ein bisschen freispielen. (…) Ich erwarte mir, dass Johannes Naschberger so auftritt wie er trainiert, der Junge hat Potenzial und soll es abrufen und ohne Angst in das Spiel gehen. Ich bin guter Dinge, dass er eine Top-Leistung für sein erstes Bundesligaspiel macht. Der TSV Hartberg ist super mega sympathisch, es hat sie keiner auf der Rechnung gehabt, dann waren sie in der Europacup-Quali drin, das taugt mir.“

…nach dem Spiel: „Glücklich stimmt mich, dass wir es nicht verloren haben. Das war zum Schluss Harakiri auf beiden Seiten. Wir hätten auch als Verlierer vom Platz gehen können. Wir scheitern Woche für Woche an unserer Großchancenverwertung, viermal allein vor Swete und viermal kein Tor, da ist es schwer zu gewinnen. Fakt ist, wir haben uns für einen guten Auftritt nicht belohnt. Irgendwo gehen uns vier, fünf Punkte ab, wegen unserer Chancenverwertung. Sechs erzielte Tore ist wenig, nur Hartberg hat weniger, glaube ich, da müssen wir schnellstmöglich in die Spur kommen. Es waren ein paar haarsträubende Entscheidungen des Schiedsrichters dabei. Je länger das Spiel gedauert hat, hat er eine vernünftige Leistung geboten.“

 

Stefan Köck (Manager Sport WSG Swarovski Tirol):

…vor dem Spiel über die „Corona-Verordnungen“: „Es kennt sich keiner mehr aus, das ist das Hauptproblem. Wie viele Leute dürfen ins Stadion, wie viele dürfen nicht rein, die ganzen Verordnungen. Dass es wirtschaftlich extrem schwierig ist für die Vereine, auch für uns, obwohl wir kein Zuschauermagnet sind, aber wir haben Sky-Boxen und einen VIP-Klub, den wir schließen mussten, das braucht man glaube ich nicht dazu sagen. Die große Herausforderung ist für mich nicht so intensiv, ich kümmere mich um das Sportliche, bin bei der Mannschaft, im Office ist es extrem mühselig, wenn man zwei, drei Tage davor nicht weiß, wie viele Karten darf man verkaufen. Es kommen extrem viele Nachfragen. Ich glaube schon, dass viele Zuschauer den Stadionbesuch momentan nicht in Erwägung ziehen, weil man warten und betteln muss, ob man eine Karte kaufen kann. Ich glaube schon, dass das den einen oder anderen abhält. Momentan haben wir noch Glück mit dem Wetter, die Temperaturen werden in den nächsten Wochen sinken und dann soll ich 18 bis 25 Euro für eine Karte ausgeben und weiß am Freitag nicht, ob ich überhaupt rein darf. Dann kommt noch der Mundschutz hinzu, wir hätten hier im Stadion 15 Meter für jeden Zuschauer Platz, von daher ist es absolut unverständlich, aber wir können es leider nicht entscheiden und ändern. Es ist nicht angenehm, wenn man ins Stadion geht (…) und ich kann mir nicht einmal ein Glas Wasser kaufen, das ist nicht unbedingt verständlich. Es ist teilweise ein großer Frust bei den Vereinen, auch bei uns. Wir sind froh, dass wir spielen und müssen das Beste daraus machen und hoffen, dass wir bald Klarheit haben.“

 

Johannes Naschberger (WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Ich war ein bisschen nervös, aber habe mich voll auf das Spiel konzentriert. Durch unsere Chancen hätten wir gewinnen müssen, schlussendlich geht das 1:1 in Ordnung.“

 

Markus Schopp (Trainer TSV Prolactal Hartberg):

…vor dem Spiel: „Für mich sind es Kleinigkeiten, die aber Unterschiede ausmachen, daran müssen wir arbeiten. Sascha Horvath und Seifedin Chabbi sind Spieler, die uns was geben können, was wir in der Vergangenheit nicht gehabt haben. Sascha ist aus Dresden komplett im Trainingsbetrieb gekommen, bei anderen Spielern ist es ein klein wenig anders, Chabbi hat über einen längeren Zeitraum keine Spiele gehabt. Er macht gute Fortschritte, ich bin sehr zuversichtlich, dass er uns bald Freude bereiten wird.“

…nach dem Spiel: „Es war ein mühevoller Beginn von beiden Seiten, trotzdem waren wir nachher stabil, haben die tolle Möglichkeit auf das 1:0. Der Schiedsrichter hätte die rote Karte zeigen müssen, ein weiter Ball, Rajko Rep wird im Zweikampf zurückgehalten, der Ball geht Richtung Sechzehner, eine ganz klare rote Karte. Heute war es über weite Teile nicht das, was wir uns erhofft haben, obwohl wir sehr bemüht waren, die Kleinigkeiten passen momentan nicht.“

 

Sascha Horvath (TSV Prolactal Hartberg):

…nach dem Spiel: „Wir müssen mit dem 1:1 zufrieden sein, Rene Swete hat gut gehalten, der letzte Pass hat gefehlt, daran können wir arbeiten. Wir spielen ganz okay und der letzte Pass vor dem Tor fehlt. Am Schluss müssen wir besser verteidigen, damit wir nicht solche Chancen zulassen. Ich fühle mich sehr wohl in Hartberg, die Mannschaft und der Trainer haben mich super aufgenommen, ich fühle mich so, als wäre ich schon ein Jahr da.“

 

Marc Janko (Sky Experte):

…über das Spiel: „Im Großen und Ganzen ein verdientes Unentschieden. In der ersten Halbezeit war Wattens besser, in der zweiten Hartberg. Auf dem muss man aufbauen, weil phasenweise echt gute Sachen dabei waren von Hartberg. Früher oder später wird Hartberg wieder belohnt werden. Wattens hat sich mehr ausgerechnet und sie hätten mehr punkten können, sie müssen jetzt damit leben.“

 

Toni Pfeffer (Sky Experte):

…über das Spiel: „Man hat nach dem 1:1 das Gefühl gehabt, dass Hartberg mehr gewinnen möchte, zum Schluss ist wieder Wattens aufgekommen und hätte sich den Sieg verdient. Ich denke, dass Markus Schopp sich das nicht zu einer Krise reden lässt, er weiß das einzuschätzen. Sie bekommen Tore, die zu vermeiden sind. Ich bin überzeugt, dass der Markus Schopp seinen Weg weitergeht und versucht den Karren aus dem Dreck zu bekommen.“