Topfavorit an der Spitze: Das war die erste Phase der Tour de France 2026
Die erste Phase der Tour de France 2026 ist beendet. Top-Favorit Tadej Pogacar steht erneut an der Spitze der Gesamtwertung und führt mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Jonas Vingegaard. Sky blickt auf die Gesamtwertung und die ersten Etappen der Tour zurück.
Der Stand nach der 9 Etappen:
- Tadej Pogacar (UAE Team Emirates XRG) – 32 h 17 Min 04 Sekunden
- Jonas Vingegaard (Team Visma / Lease a Bike) + 2:42
- Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG) + 3:27
- Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – Hansgrohe) + 3:30
- Juan Ayuso (Lidl-Trek) + 3:34
1. Etappe
Bei durchschnittlich 30 Grad fällt am 4. Juli in Barcelona der Startschuss zur Tour de France. Der dänische Giro-Sieger 2026, Jonas Vingegaard, setzt sich zum Auftakt vor dem Italiener Filippo Ganna und seinem größten Rivalen Tadej Pogacar durch. Für den slowenischen Favoriten bedeutet das die erste „Niederlage“.
2. Etappe
Noch 162,5 Kilometer vor dem Ziel setzt sich eine Ausreißergruppe mit Felix Engelhardt, Frank van den Broek und Alex Molenaar vom Feld ab.
Kurz nach der Attacke kommt es jedoch zu einem ersten Massensturz, in den etwa zehn Fahrer verwickelt sind. Auch der Gewinner des Grünen Trikots von 2024 Biniam Girmay gehört zu den Betroffenen. Trotz des Zwischenfalls können alle Fahrer das Rennen fortsetzen.
Noch 154 Kilometer vor dem Ziel beträgt der Vorsprung der Spitzengruppe bereits rund dreieinhalb Minuten. Felix Engelhardt kämpft bis zum Schluss an der Spitze des Rennens und wird für seine starke Leistung später als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet.
Währenddessen richtet sich der Blick im Hauptfeld auf das erwartete Duell zwischen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard. Pogacar verzichtet zunächst auf eine entscheidende Attacke und überlässt Isaac del Toro den Etappensieg.
3. Etappe
In der schnellen dritten Etappe kommt es bereits früh zum Sturz. Betroffen sind unter anderem Bruno Armirail, der Teamkollege von Jonas Vingegaard und Lenny Martinez. Auch diesmal können glücklicherweise alle Fahrer das Rennen fortsetzen.
Xavier Romo und Valentin Paret-Peintre lösen sich zunächst aus dem Feld und kämpfen um die Bergpunkte, ehe sich auch der Tour-de-France-Sieger von 2019, Egan Bernal, in die Offensive einschaltet.
Auf den letzten 500 Metern eröffnet Isaac del Toro den Sprint, doch 350 Meter vor dem Ziel startet Tadej Pogacar seine entscheidende Attacke. Jonas Vingegaard kann folgen, muss sich im Ziel aber geschlagen geben. Pogacar feiert seinen 22. Tour-Etappensieg und übernimmt die Gesamtführung.
4. Etappe
Tadej Pogacar hält sich zu Beginn des Rennens im hinteren Teil des Feldes auf. Nach rund 20 Kilometern setzt sich eine erste größere Ausreißergruppe mit Fahrern wie Mads Pedersen und Georg Steinhauser ab.
Alex Molenaar gewinnt die ersten beiden Bergwertungen, während Biniam Girmay die Sprintwertung für sich entscheidet.
Zum Finale bereitet Quinn Simmons den Sprint perfekt für Mads Pedersen vor, der den Etappensieg einfährt. Die Gruppe um Pogacar erreicht das Ziel mit deutlichem Rückstand. In der Gesamtwertung übernimmt Torstein Træen die Führung, während Pogacar mit knapp acht Minuten Rückstand auf Rang vier zurückfällt.
Torstein Traen kontrollierte mit seinem Team vorher das Rennen und hielt den Vorsprung der 34-köpfigen Ausreißergruppe konstant bei rund drei Minuten. Mit gut acht Minuten steht Træen nun mehr an der Spitze.

5. Etappe
Die fünfte Etappe verlangt den Fahrern von Beginn an alles ab. Zur Abkühlung dienen Eiswürfel im Rücken. Baptiste Veistroffer hält sich gut 114 Kilometer allein an der Spitze. Für seine starke Leistung wird er als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet.
Im Finale arbeitet sich Max Kanter im Sprint kontinuierlich nach vorne, ehe sich Olav Kooij den Etappensieg sichert. Torstein Traen verteidigt unterdessen das Gelbe Trikot.
6. Etappe
Auf der ersten großen Bergetappe übernimmt Tadej Pogacar das Kommando und entscheidet das Rennen eindrucksvoll für sich. Zu Beginn setzen sich Viktor Campenaerts, Mads Pedersen und Huub Artz vom Feld ab und erarbeiten sich schnell einen Vorsprung, ehe die Sprinterteams die Verfolgung aufgeben. Nach einer Regelwidrigkeit wird einer der Huub Artz jedoch verwarnt und fällt zurück. Pedersen gewinnt hingegen die Sprintwertung.
Später setzt sich Ben O’Connor als Einzelführung ab, wird jedoch im Schlussanstieg wieder gestellt. An der ersten Bergwertung sichert sich Lenny Martinez die Punkte vor Valentin Paret-Peintre. Rund 47 Kilometer vor dem Ziel erhöht Isaac del Toro das Tempo und bringt Pogacar in Position. Wenig später greift der Slowene an. Jonas Vingegaard kämpft auf Rang zwei. Fährt letztlich jedoch mit einem Rückstand von 2:38 Minuten zu Pogačar
Zudem stürzt Torstein Traen bei der Abfahrt vom Tourmalet und verliert seine Gesamtführung. Letzlich fährt er mit einem Rückstand von fast 30 Minute zu Pogačar ein. Pogacar übernimmt somit das Gelbe Trikot und setzte ein eindeutiges Zeichen seines Könnens.
7. Etappe
Die siebte Etappe steht ganz im Zeichen der Sprinter um Mads Pedersen, Jasper Philipsen und Biniam Girmay. Direkt nach dem Start reißen Baptiste Veistroffer und Jakob Omrzel aus und prägen lange das Renngeschehen.
Mads Pedersen sichert sich später die Sprintwertung, während Baptiste Veistroffer bereits zum zweiten Mal als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet wird.
Im Finale bereiten die Teams den Massensprint vor. Tim Merlier setzt sich dabei ohne Anfahrer vor Søren Wærenskjold und Biniam Girmay durch. Mads Pedersen wird Neunter. Die Gesamtwertung der Top Ten bleibt unverändert.
8. Etappe
Überraschend setzt sich Liam Slock mit einer Eröffnungsattacke an die Spitze und gewinnt die erste Bergwertung. Nach insgesamt 117 Kilometern an der Spitze wird auch Slock letztlich gestellt und später als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet.
Im anschließenden Massensprint mischen unter anderem Max Kanter, Mathieu van der Poel, Olav Kooij und Biniam Girmay vorne mit. Tim Merlier startet seinen Sprint ohne Windschatten, überholt mit hoher Geschwindigkeit insgesamt acht Konkurrenten und feiert vor Biniam Girmay und Olav Kooij bereits seinen zweiten Etappensieg.
Merlier überzeugt mit seiner außergewöhnlichen Endgeschwindigkeit und setzt bereits in der ersten Phase ein deutliches Ausrufezeichen.
9. Etappe
Aufgrund der Höchsttemperaturen von nahezu 40 Grad Celsius wird die Etappe um 30 Kilometer gekürzt. Eine Ausreißergruppe um Tom Pidcock und Mathieu van der Poel setzt sich früh vom Feld ab und erarbeitet sich einen deutlichen Vorsprung. Auch nach einem Defekt kann Pidcock wieder zur Spitze aufschließen.
Rund 17 Kilometer vor dem Ziel führen Pidcock, van der Poel, Tobias Halland Johannessen und Émilien Baudin gemeinsam das Rennen an. Doch 4,5 Kilometer vor dem Ziel wird deutlich, dass die Fluchtgruppe kaum Chancen hat, den Etappensieg unter sich auszumachen.
800 Meter vor dem Ziel erhöht Mathieu van der Poel noch einmal das Tempo und blickt sich mehrfach nach seinen Verfolgern um. Tobias Johannessen nimmt die Verfolgung auf und versucht, den Niederländer noch einzuholen. Doch van der Poel verteidigt seine Führung und erreicht als Erster das Ziel.
Pogacar, heute kein Protagonist, bleibt in der Gesamtwertung trotzdem auf Platz 1.
Mathieu van der Poel ist im Interview nach seinem Sieg noch sichtlich außer Atem, aber überglücklich über seinen Etappensieg. Mit diesem Erfolg geht das Fahrerfeld in den ersten Ruhetag der Tour de France 2026. Nun stehen für die Profis vor allem Regeneration auf dem Programm, bevor die Rundfahrt in ihre zweite Woche startet.
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