„Total inakzeptabel“: Kovac kritisiert Länderspiel-Belastungen
Niko Kovac hat die lange Länderspielpause vor dem Bundesliga-Spiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen deutlich kritisiert. Der BVB-Trainer hält bis zu vier Nationalmannschaftseinsätze für seine Profis für zu viel.
Borussia Dortmund kämpft nach der Länderspielpause mit Reisebelastungen, Verletzungssorgen und fehlendem Trainingsrhythmus. Kovac fordert Änderungen am aktuellen Kalender.
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Niko Kovac sieht die lange Länderspielpause mit bis zu vier Einsätzen für seine vielen Nationalspieler äußerst kritisch. „Von Klubseite aus ist das total inakzeptabel. Es geht nicht nur um Kranke und Verletzte – sondern wir haben auch zweieinhalb Wochen gar keinen Rhythmus“, sagte Kovac am Mittwoch vor dem Freitagabendspiel gegen Werder Bremen (ab 20:30 Uhr LIVE bei Sky & mit WOW!).
Vier Spiele seien „definitiv zu viel“, sagte Kovac. „Dreimal zwei, das wäre die beste Lösung, da sind die Spieler zwar zehn Tage weg, aber dann hat man sie wieder.“ Es gebe für die Nationalmannschaften durch die Nations League „eben keine Freundschaftsspiele mehr. Inzwischen kann man gar nichts mehr ausprobieren.“
Schlotterbeck-Einsatz fraglich
Kovac zählte auf: „Die Spieler waren viel unterwegs, zwei Spieler, Konstantinos Karetsas und Daniel Svensson, sind ein bisschen verkühlt. Mathis Albert kommt erst am Donnerstag aus Amerika zurück, Ramy Bensebaini hat gestern noch gespielt und muss aus Afrika zurückreisen.“
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Das schlägt sich in Kovacs Kaderplanung nieder. Nico Schlotterbeck hatte sich am Sprunggelenk verletzt und arbeitet noch individuell: „Wir werden sehen, ob er dann für Freitag einsatzbereit ist.“ Selbiges gilt für den angeschlagenen Julian Ryerson (Rippenprobleme). ÖFB-Teamspieler Carney Chukwuemeka hat muskuläre Probleme.
Noch keine genaue Diagnose
Bei Schlotterbeck ist noch immer unklar, wie zäh die Außenbandverletzung ist. Eine genaue Diagnose, die konkret Aufschluss gibt, liegt nach Sky Sport-Infos nach wie vor nicht vor. Geht es nach Schlotterbeck, könnte er schon am Freitag wieder spielen. Mit Blick auf die Verletzungshistorie will der BVB aber auch vorsichtig sein.
Kovac, selbst einst Nationaltrainer Kroatiens, zeigte aber auch Verständnis für die Verbandsseite. „Als Nationaltrainer hast du eine Verpflichtung und musst erfolgreich sein, aber das alte System hat mir besser gefallen.“ Karetsas beispielsweise habe für Griechenland „ein bisschen mehr gespielt, als wir uns das vorgestellt haben, das ist klar“. Die kommenden Wochen mit einem Block von neun Spielen werden dem BVB „sehr viel abverlangen“.
