Traum-Halbfinale in Sicht: Nach Djokovic auch Alcaraz locker weiter
Die Topfavoriten Novak Djokovic und Carlos Alcaraz geben sich bei den French Open noch immer keine Blöße. Auch Elena Switolina schreibt weiter an ihrer erfolgreichen Comeback-Geschichte.
Nur noch ein Schritt zum großen Duell: Novak Djokovic und Carlos Alcaraz haben im Gleichschritt die vorletzte Hürde vor dem möglichen Aufeinandertreffen im Halbfinale der French Open genommen. Am Tag vor dem Achtelfinalauftritt von Alexander Zverev zogen die beiden Topfavoriten auf den Titel in Roland Garros ungefährdet ins Viertelfinale ein.
Djokovic wieder ohne Satzverlust
Beim 6:3, 6:2, 6:2 gegen den ungesetzten Peruaner Juan Pablo Varillas gab Djokovic wie schon in den Runden zuvor keinen Satz ab. Mit seinem 17. Viertelfinaleinzug in Paris knackte der Serbe nebenbei noch einen Rekord – er zog an Rafael Nadal vorbei, der bei seinen 16 Teilnahmen an der Runde der besten Acht 14 Mal den Titel gefeiert hatte.
„Ich bin sehr stolz, aber das bedeutet auch, dass ich nicht mehr jung bin“, sagte Djokovic unter dem Applaus des Pariser Publikums, das er zwei Tage zuvor nach Buhrufen noch als teilweise „respektlos“ bezeichnet hatte. Diesmal zelebrierte er seine Versöhnung mit den Fans, schloss sie vor dem On-Court-Interview symbolisch in die Arme und gab seine Antworten zur Freude der Anwesenden auf Französisch.
Alcaraz ohne Probleme ins Viertelfinale
Alcaraz freute sich wenig später über das ungefährdete 6:3, 6:2, 6:2 gegen Lorenzo Musetti. „Ich habe auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Meine Schläge waren gut“, sagte der 20 Jahre alte Weltranglistenerste im Anschluss: „Ich fokussiere mich nicht auf den Druck, ich versuche es einfach zu genießen, Tennis zu spielen.“ Bei frühsommerlicher Hitze auf dem Court Philippe Chatrier tat Alcaraz genau das und ließ seinem italienischen Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance.
Comeback-Story von Switolina geht weiter
In der Frauenkonkurrenz schrieb derweil Elina Switolina ihre märchenhafte Erfolgsgeschichte fort. Rund acht Monate nach der Geburt ihrer ersten Tochter Skai zog die 28-Jährige zum vierten Mal ins Viertelfinale des Sandplatz-Grand-Slams ein. „Ich könnte nicht dankbarer sein für all die Unterstützung – es ist etwas sehr Besonderes. Ich kann mir jetzt vorstellen, wie sich Gael fühlt, wenn er auf dem Platz steht“, sagte Switolina unter dem Applaus der Fans nach dem 6:4, 6:4 gegen die an Position neun gesetzte Darja Kassatkina.
Die Ehefrau des französischen Publikumslieblings Gael Monfils, der die junge Mutter erneut von der Tribüne aus unterstützte, kämpft in der Runde der besten Acht am Dienstag um ihre erste Halbfinalteilnahme in Roland Garros.
Für Olympiasieger Alexander Zverev gilt es am Montag (nicht vor 20.15 Uhr) zunächst einmal das Achtelfinale zu überstehen. In das Duell mit dem Bulgaren Grigor Dimitrow geht er nach seiner starken Leistung gegen US-Topspieler Frances Tiafoe als leichter Favorit.
(APA) / Bild: Imago
