Trotz Kantersieg in Wales: Österreichs U21 verpasst EM-Qualifikation

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Österreichs U21-Nationalteam hat die EM-Qualifikation mit einem Kantersieg abgeschlossen, ist bei der Endrunde nächsten Sommer in Albanien und Serbien aber dennoch nur Zuschauer. Die höchste ÖFB-Nachwuchsauswahl gewann am Dienstag in Caernarfon gegen Wales auswärts 7:1 (3:1), holte den Gruppenzweiten Dänemark aber nicht mehr ein. Die Dänen hatten in Gruppe I nach einem 0:0 gegen Belgien am Ende einen Punkt mehr auf dem Konto – und das um drei Treffer bessere Torverhältnis.

Die Österreicher hatten auf eine dänische Niederlage hoffen und dazu noch insgesamt neun Tore aufholen müssen, um noch ins Play-off zu kommen. ÖFB-U21-Teamchef Peter Perchtold versuchte es gegenüber dem 1:1 vergangenen Freitag im Quali-Showdown in Wien gegen die Dänen mit zwei Änderungen in der Startformation. Anstelle des angeschlagenen Thierry Fidjeu-Tazemeta begann Oluwaseun Adewumi auf dem rechten Flügel, im Sturmzentrum erhielt Erik Kojzek den Vorzug gegenüber Furkan Dursun.

Sturm-Graz-Duo eröffnet Torreigen

Sturm-Graz-Youngster Luca Weinhandl brachte die ÖFB-Auswahl bei Regen in der Kleinstadt im Nordosten von Wales bereits in der dritten Minute in Führung. Der 17-Jährige fand nach einem Vorstoß im Strafraum Kojzek, dessen gekonnten Ableger mit der Sohle brachte er selbst im Tor unter. Weinhandls Klubkollege Jacob Peter Hödl erhöhte, nachdem er nach Pass von Nicolas Bajlicz bei der Ballmitnahme seinen Gegenspieler verladen hatte, mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (20.).

Die Österreicher hatten durch Hödl (19.) und Adewumi (33.) weitere Gelegenheiten, kassierten aber einen vermeidbaren Gegentreffer: Nach einem langen Abschlag der Waliser hielt der vor einer Woche vom A-Team zur U21 abgestellte LASK-Goalie Lukas Jungwirth einen Schuss von Tanatswa Nyakuhwa nicht fest, Calum Agius staubte ab (30.). David Puczka ließ aber noch vor der Pause das 3:1 folgen. Der Genoa-Linksverteidiger traf nach Kopfball-Vorarbeit von Kojzek (41.).

Nach Seitenwechsel erhöhte Adewumi nach einer Slapstick-Aktion. Nach einem Puczka-Corner an die Stange wurden die Schüsse von Christopher Olivier und Kapitän Jannik Schuster noch geblockt. Den dritten Nachschuss-Versuch bugsierte Adewumi via Wales-Goalie Joe Duncan und Latte zu seinem ersten Tor im U21-Team in ebendieses. Kojzek scheiterte an Duncan (59.), auf der Gegenseite rettete Jungwirth vor dem walisischen Wacker-Innsbruck-Stürmer Gabriele Biancheri (57.).

Höchster U21-Sieg seit fünf Jahren

Rapid-Offensivmann Nikolaus Wurmbrand stellte zwei Minuten nach seiner Einwechslung mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel auf 5:1. Die UEFA wertete den Treffer vorerst als Eigentor von Noah Anyadike (71.). Dieser brachte im Finish im Strafraum Oghenetejiri Adejenughure zu Fall, Kojzek verwertete den folgenden Elfmeter sicher (84.). Der Partizan-Belgrad-Stürmer schloss die Quali mit drei Toren gemeinsam mit Puczka als bester ÖFB-Torschütze ab.

Doch damit nicht genug: Nach einem Corner von Bajlicz wuchtete Schuster den Ball aus kürzester Distanz zum Endstand über die Linie (86.). Es war der höchste Sieg für Österreichs U21-Team seit 2021 bzw. mehr als fünf Jahren. In den ersten sieben Quali-Partien hatte die Perchtold-Auswahl insgesamt acht Tore erzielt, nun im abschließenden Match fast ebenso viele. 14 Punkte aus acht Spielen waren am Ende aber zu wenig. Eine schwere Hypothek: Im Oktober 2025 war man den Walisern in Linz mit 0:2 unterlegen.

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