Trotz viel Gegenwind: BVB wählt Watzke zum Präsidenten
Seine Aufgaben als Geschäftsführer der Fußball-KGaA gab Watzke an Lars Ricken ab. Beim Blick zurück verspürte er „viel Wehmut“. Dabei verwies er auf eine sportlich erfolgreiche Zeit, in der der Klub „immer titelfähig“ gewesen sei. Zudem habe er sein wirtschaftliches Ziel erreicht: „Keine Schulden für sportlichen Erfolg.“
Als Vereinschef folgt der Multifunktionär, gleichzeitig auch die Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga (DEL) und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), auf Reinhold Lunow. Der Mediziner hatte ursprünglich gegen ihn antreten wollen, zog im August nach einer öffentlichen Auseinandersetzung aber seine Kandidatur zurück.
Deutliche Fan-Kritik nach Missbrauchsfall – Watzke will lückenlose Aufklärung
Kritik am schmutzigen Wahlkampf, aber auch am Umgang mit einem Missbrauchsfall, der vor wenigen Tagen öffentlich geworden war, kam aus der Fanabteilung. Deren Vorsitzender Tobias Westerfellhaus sprach von „fragwürdigen Kampagnen“ und forderte, es dürfe „kein Schweigen und Wegschauen geben“, die Wahrheit müsse „ans Licht“.
Der Fall habe ihn „tief getroffen“, sagte Watzke, „wenn man das gelesen hat, wird einem einfach nur schlecht.“ Er versprach „lückenlose“ Aufklärung. Auch kündigte er Unterstützung für den Kampf der Fanszene gegen geplante schärfere Sicherheitsmaßnahmen an: „Wir sind in dieser Frage nah beieinander.“
Watzke neuer BVB-Präsident! „Deutlicher Fingerzeig“ für Borussia Dortmund
