TSG-Party mit „DJ Baumi“: Hoffenheim schielt nach oben

„DJ Baumi“ heizte tüchtig ein: Die alpenlastige Party-Mucke mit mächtig viel Bass, die der Österreicher Christoph Baumgartner in der Kabine der TSG Hoffenheim auflegte, wummerte auch weit nach Abpfiff noch durch die Arena. 

„Die Auswahl von Baumi gefällt mir gut“, sagte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß schmunzelt, als er im Anschluss an das 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt die dröhnende Musik aus den Boxen von nebenan übertönen musste.

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Richtig gut gefällt Hoeneß auch das, was seine Schützlinge derzeit in der Bundesliga auf den Platz bringen. Der Sieg gegen die Eintracht, die Hoffenheim zuvor sechsmal in Folge bezwungen hatte, war der dritte hintereinander.

Die TSG schielt in Richtung Champions League – und nach eineinhalb schwierigen Jahren in Kombination mit immer wiederkehrenden Gerüchten über eine mögliche Entlassung scheint die Arbeit von Hoeneß im Kraichgau endlich Früchte zu tragen.

Von internationalen Zielen will Hoeneß dennoch nichts wissen. „Es ist noch viel zu früh in der Saison, um darüber zu sprechen. Es geht mir um die Entwicklung – und die sehe ich schon lange sehr gut“, äußerte der Neffe von Uli Hoeneß: „Es hilft uns nicht weiter, über solche Ziele zu sprechen. Das legt nur den Fokus auf Dinge, die uns bremsen. Also: Locker bleiben und weiter hart arbeiten.“

Arbeit war auch am Samstag beim Geisterspiel in Sinsheim nötig. Schließlich waren die Gäste, die mit drei Siegen in Folge angereist waren, zunächst die bessere Mannschaft und gingen durch Rafael Borre in Führung (15.). Dennis Geiger (24.), Georginio Rutter (30.) sowie Diadie Samassekou (59.) drehten die Partie zugunsten der TSG, bevor der eingewechselte Goncalo Paciencia (72.) das Spiel mit seinem Treffer noch einmal spannend machte.

„Derzeit hat es viel mit Selbstvertrauen zu tun. Wir haben einen guten Flow, in dem wir bleiben wollen“, sagte Torschütze Geiger: „Aber über mehr brauchen wir nicht zu sprechen in dieser engen Liga, in der jeder gegen jeden gewinnen kann.“

Dennoch scheinen die Hoffenheimer das Potenzial und den Kader für den Europacup zu haben. Denn obwohl der zuletzt starke Florian Grillitsch wegen einer Erkältung fehlte, tummelten sich unter anderem Baumgartner und Vize-Weltmeister Andrej Kramaric auf der Ersatzbank.

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Potenzial hat fraglos auch die Eintracht, die sich trotz des Rückschlags grundsätzlich im Aufwind befindet –  ein Remis bei der TSG war trotz der Defensivschwächen durchaus drin.

Bereits am Donnerstag wollen die Hessen ihren Aufwärtstrend mit einem Sieg in der Europa League bei Fenerbahce Istanbul und dem Erreichen des angestrebten Gruppensiegs untermauern.

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(SID) / Bild: Imago