Thomas Tuchel im England-Training

Tuchel verzichtet gegen Tschechien auf Rotation: „Wäre Wahnsinn“

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Englands Fußballnationalmannschaft steht vor dem Nations-League-Gastspiel am Dienstag (20.45 Uhr) in Prag gegen Tschechien schon leicht unter Druck. Teamchef Thomas Tuchel ist sich dessen nach der 2:3-Niederlage gegen Spanien zwar bewusst, von seiner Elf aber überzeugt. „Das ist nichts, mit dem wir nicht umgehen könnten“, sagte der Deutsche. Vor dem Hintergrund des dichten Programms lehnte er es indes rundweg ab, einzelne Spieler zu schonen. Das wäre „Wahnsinn“, betonte er.

Die von Reportern gestellte Frage, ob er auf diverse Befindlichkeiten von Clubcoaches Rücksicht nehmen werde, sorgte bei Tuchel für Entrüstung. „Ich nehme keine Anrufe von Premier-League-Trainern entgegen, ich habe nie einen Nationaltrainer angerufen, als ich noch im Vereinsfußball tätig war“, gab er an. „Ich kann die Spielminuten der Spieler nicht steuern. Es ist einfach unmöglich. Warum sollte ich das tun und den Spielern den Eindruck vermitteln, dass es in Ordnung ist, einen Schritt zurückzumachen, eine Halbzeit zu spielen oder ein Spiel auszusetzen? Das würde ich niemals tun. Es ist Wahnsinn.“

Auch Tschechien schont nicht: „Wollen das nächste Spiel gewinnen“

Tschechien, das zum Auftakt in Kroatien 0:1 unterlag, erlaube ein solches Vorgehen auch gar nicht. „Wir wollen das nächste Spiel gewinnen … Mit mindestens sechs oder sieben Spielern, die wieder von Beginn an spielen – um ihnen die Verantwortung zu übertragen und damit sie spüren, dass wir ihnen vertrauen. Es gibt keinen Raum dafür, die Spieler zu schonen oder einen ökonomischen Stil zu spielen. Es geht darum, wie die Mannschaft spielen will, wie wir spielen wollen – also los.“

Ganz anders sieht es offenbar Spaniens Erfolgstrainer Luis de la Fuente, dessen Truppe zeitgleich im Duell zweier Auftaktsieger in der Gruppe A3 in Sevilla gegen Kroatien klarer Favorit ist – und erstmals nach dem WM-Triumph wieder das Heimpublikum verwöhnt. Die Medien im Land des Welt- und Europameisters erwarten im Vergleich zum Auftritt in Wembley zahlreiche Änderungen. Spieler wie Dean Huijsen, Alejandro Grimaldo, Pedri, Mikel Merino, Martin Zubimendi, Fermin Lopez, Alex Baena und Mikel Oyarzabal, die in England nur auf der Bank saßen oder eingewechselt wurden, werden in der Startelf vermutet.

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