Überraschend deutliche Niederlage für ÖHV-Frauen gegen die Schweiz
Österreichs Frauen-Handballteam hat in der Vorbereitung auf die WM-Endrunde Ende November eine unerwartet deutliche Niederlage einstecken müssen. Im ersten Spiel des Euro Cups unterlag die ÖHB-Auswahl am Mittwoch in St. Gallen der Schweiz mit 27:33 (11:18). Ines Ivancok mit elf und Mirela Dedic mit fünf Toren waren Österreichs beste Werferinnen. Am Sonntag geht es für die ÖHB-Truppe in Schwechat (17.00) gegen Ungarn weiter, erst im Frühjahr wartet WM-Gastgeber Norwegen.
Die ohne die verletzte Sonja Frey sowie den berufs- bzw. universitär-bedingt abwesenden Patricia Kovacs und Nina Neidhart eingelaufenen Österreicherinnen waren von Beginn an im Hintertreffen. Die ihrem Ruf als guter Gegner gerecht werdenden Schweizerinnen lagen rasch voran. Ivancok gelang erst nach sechseinhalb Minuten Spielzeit der erste Treffer zum 1:5 aus rot-weiß-roter Sicht. Bis zur Pause sollte das Team von Trainer Herbert Müller den Rückstand nicht mehr wettmachen, im Gegenteil. Die 18-jährige Schweizer Flügelspielerin Mia Emmenegger war nicht zu halten und erzielte allein in der ersten Halbzeit neun Treffer.
Der Start in die zweiten 30 Minuten gelang den Österreicherinnen zwar, die Gastgeberinnen agierten aber weiter auf Augenhöhe und ließen sich nicht mehr aus dem Konzept bringen. Müller variierte derweilen Personal und Taktik, der Auftritt seiner Schützlinge blieb aber ausbaufähig. Knapp zehn Minuten vor Schluss war Österreichs Rückstand sogar zweistellig angewachsen, im Finish wurde noch ein wenig Resultatskosmetik betrieben.
„Es war eine Partie, in der wir vor allem die Anfangsphase verschlafen haben. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel und in die Zweikämpfe gekommen“, meinte Müller. „Hoch motivierte“ Schweizerinnen hätten völlig verdient gewonnen, so der Deutsche. „Wir müssen das Spiel nun gut analysieren, um aus unseren Fehlern zu lernen, speziell was den Rückzug und die Zweikämpfe betrifft.“
(APA) / Bild: GEPA
