Umbruch in Leipzig: Transferkarussell inmitten von ÖFB-Teamspielern und Ex-Salzburgern
Da stand Leipzigs Trainer Marco Rose also. Umringt von gerade einmal 14 Feldspielern, von denen nur Kevin Kampl 37 Tage zuvor den DFB-Pokal gewonnen hatte. Nkunku? Verkauft. Laimer? In München. Szoboszlai? Weggelockt von Jürgen Klopp. Zum Trainingsstart musste Leipzigs Trainer sein Team daher mit neun Nachwuchskickern auffüllen, weil die Nationalspieler noch im Urlaub sind – und der Ersatz für Nkunku und Co. auf sich warten lässt.
Doch Rose bringt das nicht aus der Ruhe. „Wir gehen mega positiv und entspannt an die Nummer heran. Es bringt nichts, die Nerven zu verlieren“, sagte Rose am Montag nach der ersten Einheit. Als ihn ein Journalist fragte, ob er denn Sorgen habe, weil sich der angepeilte Transfer des als Nkunku-Nachfolger auserkorenen Lois Openda (RC Lens) ziehe, entgegnete der 46-Jährige nur: „Ich weiß mehr als Du.“
Eberl bestätigt: Nächster Leipzig-Star will Sprung in die Premier League
Nach den Abgängen der Leistungsträger Christopher Nkunku (FC Chelsea), Ex-ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer (Bayern München) und der einstige Salzburg-Profi Dominik Szoboszlai (FC Liverpool) bräuchten die Leipziger „ein paar spannende Ideen“, um den Aderlass zu kompensieren: „Die haben wir, finde ich. Die Umsetzung kann dann auch mal den ein oder anderen Tag dauern“, so Rose. Es werde zwar „schwierig“, die Abgänge zu ersetzen und es brauche Zeit, die neuen Spieler zu integrieren, aber: „Das sind machbare Aufgaben.“
Machbar vielleicht und dennoch schwierig. Laut Bild soll Lens ein Angebot über 43,5 Millionen Euro für Openda abgelehnt haben, auch Feyenoord Rotterdam soll mindestens 25 Millionen Euro für Abwehrspieler Lutsharel Geertruida fordern.
In der Fußballwelt hat sich eben herumgesprochen, dass RB für Nkunku und Szoboszlai rund 130 Millionen Euro überwiesen bekommen hat. Zudem könnte Abwehrkante Josko Gvardiol den Verein noch für rund 100 Millionen Richtung Manchester City verlassen. Das macht die Sache für Manager Max Eberl nicht leichter.
Sesko bei Auftakt dabei – Rose vor Vertragsverlängerung
Ein Teil des bisher eingenommenen Geldes wurde bereits in die Zugänge ÖFB-Teamspieler Christoph Baumgartner (Hoffenheim/24 Millionen) sowie das Salzburg-Duo Benjamin Sesko (24) und Nicolas Seiwald (20) reinvestiert, dazu wurde der Portugiese Fabio Carvalho ausgeliehen.
„Sie machen einen guten Eindruck. Junge Kerle mit viel Perspektive“, sagte Rose, der Sesko und Carvalho schon am Montag erstmals auf dem Platz begrüßen konnte. Übrigens auch dabei: Linksverteidiger Angelino, der zuletzt an Hoffenheim ausgeliehen war und zu Galatasaray Istanbul wechseln könnte.
Bei all den Veränderungen zeichnet sich immer mehr ab, dass Rose selbst den Leipzigern als Konstante langfristig erhalten bleiben wird. Laut Sport Bild sollen sich Coach und Klub auf eine Verlängerung des bis 2024 gültigen Vertrags um zwei Jahre einig sein.
Doch Rose wiegelte auf Nachfrage ab: „Ich bin sehr gerne hier. Im Moment gibt es wichtigere Themen als meinen Vertrag.“ Zum Beispiel das Kaderpuzzle, das bis zum Supercup bei Bayern München am 12. August am besten gelöst sein sollte.
(SID/Krebl).
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