SALZBURG,AUSTRIA,29.AUG.18 - SOCCER - UEFA Champions League qualification play-off, Red Bull Salzburg vs FC Red Star Belgrade. Image shows the disappointment of Munas Dabbur (RBS). Photo: GEPA pictures/ Florian Ertl

Und jährlich grüßt das Murmeltier

via Sky Sport Austria

Es ist so bitter, dass man es sich eigentlich kaum vorstellen kann – und will. Auch im elften Anlauf scheitert der FC Salzburg an der Qualifikation zur UEFA Champions League. Zagreb, Malmö, Düdelingen und jetzt Roter Stern Belgrad, Salzburg und die Champions League finden auch in diesem Jahr kein versöhnliches Ende.

Wir schreiben die 65. Minute. Salzburg ist bei 2:0-Führung in Person von Hannes Wolf am eigenen 16er in Ballbesitz. Statt zu klären und den Ball auf die Tribüne zu katapultieren, will Wolf am Ball bleiben – ein folgenschwerer Fehler. Mit dem Ballgewinn für Belgrad fällt das 2:1 und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Tatar vermisst Blick fürs wesentliche

Für Sky-Experte Alfred Tatar ist die Situation absolut unverständlich, ist es doch das große Ganze, dass die Spieler im Blick haben sollten: “Hannes Wolf kann den Ball in die Tribüne schießen. Etliche andere können mit Foulspiel das Spiel hochschaukeln, bis gar nichts mehr geht. […] In den entscheidenden Momenten muss man sich so verhalten, dass man das ganz große Ziel nicht aus den Augen verliert.”

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Spielerisch hatte Roter Stern den Salzburgern wenig entgegenzusetzen, aber wie so oft im Fußball zeigte sich, die Tore, die man nicht schießt, bekommt man. Die Gäste haben durch die Hektik, die sie dem Spiel verliehen haben, ein profundes Mittel gegen den österreichischen Serienmeister gefunden.

Tatar: “Junge Salzburger Mannschaft konnte mit Hektik nicht umgehen”

Genau diese Hektik war für Tatar der ausschlaggebende Punkt: “Die junge Salzburger Mannschaft konnte genau in diesem Moment, als man das 2:0 gemacht hat, mit dieser Hektik, die Roter Stern ins Spiel gebracht hat, einfach nicht umgehen. Da ist die Partie gekippt, Pongračić landet auf Pavkov und danach sind die serbischen Spieler ja fast wahnsinnig geworden, das war das Signal für Roter Stern.”

Es ist wie es ist, Strike Nummer elf. Auch in dieser Saison müssen sich die Salzburger mit der Europa League “begnügen”. Ein Auftritt wie in der vergangenen Saison scheint unwahrscheinlich, Fußball-Österreich lässt sich wohl aber gerne eines besseren belehren.

Nach 2:0-Führung: Salzburg scheitert an Roter Stern Belgrad

Beitragsbild: GEPA

(Red./fv)