31.08.2019, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - Borussia Dortmund, 3. Spieltag, Stadion An der Alten Försterei. Berlins Sebastian Andersson (2.v.l) jubelt nach seinem Treffer zum 3:1 mit Teamkollegen und Maskottchen Ritter Keule. Foto: Andreas Gora/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. | Verwendung weltweit

Union schießt BVB von der Spitze und feiert Premierensieg

via Sky Sport Austria

Borussia Dortmund hat völlig überraschend die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verloren. Das so famos in die neue Saison gestartete Team von Trainer Lucien Favre verlor nach einer offensiv wie defensiv schwachen Vorstellung bei Aufsteiger Union Berlin nicht mal unverdient mit 1:3 (1:1) und rutschte in der Tabelle vom ersten auf den fünften Platz zurück. Als neuer Tabellenführer geht damit RB Leipzig in die Länderspielpause. 

Die Gastgeber gingen in der 22. Minute nach einer Ecke durch Marius Bülter mit 1:0 in Führung. Doch die Freude über das erste Heimtor der Köpenicker in der Bundesligageschichte währte nur kurz, bereits drei Minuten später glich Paco Alcacer mit seinem vierten Saisontor für Dortmund aus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es erneut Bülter, der mit seinem zweiten Treffer (50.) die mit 22.467 Zuschauern ausverkaufte Alte Försterei in einen kollektiven Freudentaumel versetzte. Sebastian Andersson (75.) sorgte für den umjubelten Schlusspunkt.

Die Unioner, die bei der Heimspielpremiere im deutschen Fußball-Oberhaus vor zwei Wochen von Leipzig (0:4) noch vorgeführt wurden, legten diesmal deutlich weniger Respekt an den Tag und feierten den ersten Bundesligasieg der Klubgeschichte ausgerechnet gegen den großen Titelkandidaten.

Für den verletzten Axel Witsel (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) rückte beim BVB Thomas Delaney in die Startelf. Auch Nationalspieler Julian Brandt, der in den ersten beiden Ligaspielen als “Joker” stark aufgetrumpft hatte, durfte von Beginn an auflaufen. Außerdem brachte Dortmunds Trainer Favre auf der Linksverteidiger-Position Achraf Hakimi für Nico Schulz.

Auch Union-Coach Urs Fischer nahm drei Startelf-Veränderungen vor – doch Neven Subotic durfte gegen seinen Ex-Klub als Abwehrchef agieren. Der langjährige BVB-Profi hätte in der 10. Minute beinahe mitten ins Herz seiner “Alten Liebe” getroffen, doch sein Kopfball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Davor hatte auch schon Bülter eine gute Kopfballchance für die Hausherren, die sich nicht versteckten.

Die Dortmunder hatten zwar von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz, doch das Offensivspiel war zu ausrechenbar. Außerdem leisteten sich Marco Reus und Co. einige unnötige Fehlpässe. Nach dem Rückstand, den Dortmund mit einem abermals schlechten Abwehrverhalten nach einem Standard begünstigte, wachte der Champions-League-Starter aber auf. Der direkte Ausgleich von Alcacer nach Vorlagen von Jadon Sancho war der Lohn.

Als die Dortmunder gerade an Fahrt aufgenommen hatten, wurden sie von ihren eigenen Fans gestoppt. Weil zahlreiche BVB- und Union-Fans am Grenzzaun zwischen den Fanlagern aneinander geraten waren, unterbrach Schiedsrichter Felix Brych die Partie kurz. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit zündeten Anhänger in beiden Fanblocks Bengalos.

Die Berliner Profis kamen mit der Stimmung auf den Rängen besser zurecht und gingen erneut in Führung, als Bülter einen Nachschuss eiskalt verwandelte. Die Dortmunder antworteten mit wütenden Angriffen, von denen aber die wenigsten wirklich durchdacht wirkten. Im Anschluss an eine Berliner Ecke traf Andersson zum Endstand.

SID js lc

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Beitragsbild: dpa