Valerien Ismael: „Ihr werdet von mir kein Jammern hören“

via Sky Sport Austria
  • Jesse Marsch: „Ich kann mit dieser Truppe auf dem Platz keine falsche Entscheidung treffen“
  • Dominik Szoboszlai: „Es wäre schön hier zu bleiben, aber auch anders zu entscheiden“
  • Alexander Schlager: „Ich bin sehr zuversichtlich, was die neue Saison betrifft“
  • Marc Janko: „Szoboszlai hat sich am Anfang eher auf das Talent verlassen“
  • Alfred Tatar: „Die Fußstapfen von Marco Rose waren riesig, Jesse Marsch hat sie ausgefüllt“

 

Der LASK unterliegt dem FC Red Bull Salzburg mit 0:3. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

 

LASK – FC Red Bull Salzburg, 0:3 (0:0)

Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer

 

Valerien Ismael (Trainer LASK):

…vor dem Spiel in einem Sky-Videobeitrag: „Es war eine Achterbahnfahrt, von einem Märchen in den Albtraum. International haben wir für Wirbel gesorgt, uns international etabliert, wir sind Erster der Gruppenphase geworden, haben Traditionsvereine geschlagen, sind in der Liga durchmarschiert, haben Rekord nach Rekord gemacht. Mr. Jekyll und Mr. Hyde, es gab zwei Gesichter. Wir haben es selbst beeinflusst, der Fehler liegt bei uns und nicht bei den anderen. Ich glaube, dass wir Meister geworden wären ohne Corona. Wir hätten uns auf jeden Fall ganz anders präsentiert. Es kann ein Happy End geben, der 3. Platz ist der goldene Platz und den können wir aus eigener Kraft erreichen. Das ist das was zählt.“

…nach dem Spiel: „Ihr werdet von mir kein Jammern hören. Gott sei Dank gehen wir jetzt in den Urlaub. Der LASK vor Corona war brillant und der LASK nach Corona… Du gewinnst die Topspiele nicht, heute steht es lange 0:0, wir kriegen einen Fehler geschenkt und nützen ihn nicht und im Gegenzug werden wir sofort bestraft. Entscheidend ist, dass wir nach vorne schauen, Platz 4 ist enttäuschend, wenn du nach dem Grunddurchgang Erster bist. Wir werden den schweren Europa-League-Quali-Weg annehmen, es beginnt erst Ende September, da haben wir genug Zeit eine sehr gute Vorbereitung zu machen. Jetzt ist die Zeit der Analyse und im Urlaub abzuschalten. Der Blick geht nach vorne, um eine bessere Meistergruppe nächste Saison zu spielen. Wir sind alle Menschen, was da auf uns eingebrasselt ist, junge Spieler, auf einmal bist du der böse, alles ist schlecht gelaufen, was schlecht laufen kann. In Zukunft werden wir bessere Entscheidungen treffen, wir haben kein gutes Bild abgegeben. Jetzt freue ich mich auf die Zukunft mit Fans im Stadion.“

 

Alexander Schlager (Tormann LASK):

…nach dem Spiel: „Auf der einen Seite ist es eine irrsinnig schöne Auszeichnung (Tormann der Saison, Anm.), momentan sehr bitter, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben, durch individuelle Fehler, wir haben die Leistung nicht auf den Platz gebracht. Wir haben es uns leider nicht verdient, es wäre mehr drinnen gewesen. Es ist traurig, dass wir nicht das maximale ausgeschöpft haben, es wird weitergehen und ich bin sehr zuversichtlich, was die neue Saison betrifft.“

 

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):

…vor dem Spiel über die erhaltene Auszeichnung zum „Trainer der Saison 2019/20“: „Es ist eine Belohnung für die ganze Mannschaft. Es war viel Spaß hier in Salzburg mit dieser Saison. Die Erwartung ist immer Meister zu sein, es ist ein guter Trainerstab, die gute Zusammenarbeit, der Glaube an unsere Art und Weise. Wir waren von Anfang an mit so vielen neuen und jungen Spielern stark. Ich habe so viel Entwicklung gesehen, sogar im Februar, als wir Spieler verloren haben. Die Konkurrenz mit dem LASK ist etwas Besonderes, wir haben viel Respekt für die Mannschaft, natürlich war die Situation komisch für alle, aber es hat mit der Leistung heute nichts zu tun.“

…nach dem Spiel: „Die Jungs haben eine super Mentalität bis zur letzten Sekunde gezeigt. Ich bin erst ein Jahr hier, aber die meisten Tore erzielt, die beste Abwehr zu haben, ungeschlagen in der Meisterrunde – schwer eine bessere Mannschaft zu stellen. Ich freue mich und bin sehr stolz, wir haben eine super Saison gespielt. Die Qualität der ganzen Mannschaft ist so stark, ich kann mit dieser Truppe auf dem Platz keine falsche Entscheidung treffen. Unser Ziel ist es wieder in der Champions League zu sein.“

 

Dominik Szoboszlai (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Nach Corona habe ich gut gearbeitet, jedes Training und gezeigt, was ich wirklich kann. Ich bin wirklich glücklich, jetzt geht es erst los. Wir werden sehen was passiert, ich konzentriere mich jetzt nicht auf andere Mannschaften, will meine Ruhe haben, ich habe ein bisschen eine Pause verdient. Es wäre schön hier zu bleiben, aber auch anders zu entscheiden. Ich habe noch keine Ahnung.“

 

Marc Janko (Sky Experte):

…über Dominik Szoboszlai: „Szoboszlai war zu Saisonbeginn nicht so auf meinem Radar, mit dem Weggang von Haaland hat sich das schlagartig geändert, Szoboszlai war ein anderer Spieler, Haaland hat es ihm vorgemacht. Szoboszlai hat sich am Anfang eher auf das Talent verlassen, als Haaland weg war, hat er in der Meistergruppe der Liga seinen Stempel aufgedrückt. Szoboszlai ist fix weg, davon gehe ich aus. Ob er schon bereit ist, sei dahingestellt. Eine weitere Saison in Salzburg würde ihm nicht schlecht tun, er ist ein sehr junger Spieler.“

…über das Spiel: „Der LASK hat sehr viele Sympathien verspielt, davor waren sie in ganz Österreich sympathisch. Nach der Trainingsgeschichte ist es nicht angenehm. Der LASK: hat einen Gegner vorgefunden, der seine Fair-Play-Plichten sehr ernst genommen hat. Salzburg ist mit der gefühlt besten Mannschaft aufgetreten, als amtierender Meister, sie wollten heute dem LASK unbedingt das Beinchen stellen und das haben sie geschafft.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über die unterschiedliche Form von LASK und Salzburg nach der Corona-Pause: „Anhand die unterschiedlichen Bewertungen, was die Spielerleistungen betrifft, sehen wir, Schlager war im Herbst überragend, nach Corona fehleranfällig. Szoboszlai war im Herbst okay und im Frühjahr überragend.“

…über Jesse Marsch: „Die Fußstapfen von Marco Rose waren riesig, Jesse Marsch hat sie ausgefüllt. Sein Zauberwort Mentalität, bei jeder Gelegenheit hat er die des eigenen Teams gelobt.“