„VAR aktuell das Feindbild Nummer 1“: Plautz spricht mögliche Reformen im Schiedsrichterwesen an

In der 180. Folge unseres Podcasts DAB | Der Audiobeweis war der aktuelle VAR-Sprecher der Bundesliga Konrad Plautz zu Gast. Der ehemalige Top-Schiedsrichter sprach dabei über mögliche Veränderungen im Schiedsrichterwesen in der ADMIRAL Bundesliga. 

Plautz kann sich mehrere Reformen vorstellen, betont aber, dass es vor allem an internationalen Gremien liegt, diese in Österreich umsetzbar zu machen: „In Zukunft könnte der Schiedsrichter im Stadion hörbar sein, damit die Fans auch wissen, was letztendlich entschieden wurde. Da entscheiden aber höhere Gremien wie IFAB, FIFA und UEFA, ob Bilder im Stadion gezeigt werden und ob der Audioinhalt hörbar wird. Das sind bisher aber nur Gerüchte. Momentan ist der VAR das Feindbild Nummer 1. Aber solange Menschen arbeiten, können Fehler passieren.“

Auch die Einführung der Torlinientechnologie und der halbautomischen Abseitserkennung in Österreich wäre laut Plautz wünschenswert. Allerdings ist die finanzielle Hürde für die Liga und Klubs wohl eine schwer zu stemmende: „Wir würden uns eine Einführung wünschen. Das entscheiden aber die Liga und die Vereine, weil das viel Geld kostet. Sie sind die Entscheidungsträger, wir sind die handelnden Personen. Derzeit müssen wir bei Abseits weiterhin mit Linien arbeiten. Bei Toren können wir nur eingreifen, wenn sie auf den Bildern, die wir haben, ganz klar sichtbar sind.“

DAB | Der Audiobeweis Folge #180 mit Konrad Plautz

Bild: GEPA