VIDEO: Gianluigi Buffon und der Champions-League-Fluch

via Sky Sport Austria

Gianluigi Buffon – alleine schon der Name ist Kult. Die italienische Torwart-Legende hat mit 42 Jahren noch immer nicht genug und steht offenbar vor einer Vertragsverlängerung mit seinem langjährigen Arbeitgeber Juventus Turin.

Die Karriere von “Gigi” Buffon startete im Jahr 1995 beim AC Parma, wo er bereits mit 17 Jahren sein Serie-A-Debüt feiern durfte. Gleich im ersten Spiel für die “Crociati” hielt der junge Schlussmann aus der Toskana seinen Kasten sauber und erzielte gegen den Weltklasse-Klub AC Milan ein 0:0. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Mailänder damals mit Spielern wie Dejan Savicevic, George Weah, Roberto Baggio oder Paolo Maldini auf den Teenager zuliefen.

Torhüter-Legende Buffon verhandelt mit Juve über Vertragsverlängerung

Die Erfolge der Ikone

Nach über 100 Spielen und dem Gewinn des UEFA-Pokals (heute Europa League) mit Parma folgte 2001 der Wechsel zu Juventus Turin. Für stolze 54 Millionen Euro wechselte Buffon damals den Arbeitgeber, diese Summe wurde für einen Torwart lange Zeit nicht annähernd bezahlt. Doch “Juve” landete einen absoluten Volltreffer mit Buffon, der von Beginn an überzeugte.

Neun Mal wurde er italienischer Meister (Rekord) mit der “Alten Dame”, fünfmal wurde er Welttorhüter, etliche Male gewann er den italienischen Pokal. Seine zahlreichen Erfolge passen schon lange nicht mehr auf ein Blatt Papier, so viele individuelle- und Teamerfolge hat die lebende Legende gesammelt.

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Sein Karriere-Highlight erreichte Buffon aber im Jahr 2006, als er mit der italienischen Nationalmannschaft in Deutschland Weltmeister wurde. Als absoluter Leistungsträger und Herzstück der italienischen Defensive trug der damals 28-Jährige zum WM-Titel bei und wurde außerdem zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Später erreichte er mit der “Squadra Azzurra” noch das Europameisterschaftsfinale 2012, dort gingen die Underdogs aus Italien aber im Finale gegen überlegene Spanier unter. Heute ist Buffon Rekordnationalspieler seines Landes (176 Spiele), seit 2018 bestreitet er allerdings keine Länderspiele mehr für Italien.

Nach der WM 2006 musste Juventus aufgrund eines Wett-Skandals zwangsabsteigen. Doch Buffon hielt seiner großen Liebe – im besten Fußballeralter wohlgemerkt – die Treue und führte das Team mit Alessandro Del Piero und Pavel Nedved wieder in die Serie A. Dort hat sich Juventus Anfang der 2010er-Jahre voll etabliert und ist zum Seriensieger geworden.

Sieben Mal in Folge gewann Buffon den “Scudetto” mit den Schwarz-Weißen, ehe er im Sommer 2018 erstmals den Sprung ins Ausland wagte und mit 40 Jahren zu Paris Saint Germain wechselte. Nach einer erfolgreichen Spielzeit und zwei Titelgewinnen ging Buffon wieder zurück nach Turin. Rückblickend ist Paris ein Schönheitsfehler in der Vita der Fußball-Ikone.

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Der Champions Leauge Final-Fluch

Es ist wahrscheinlicher, dass du erfolgreich sein wirst, wenn du tust, was du liebst“, sagte Buffon im Sky-Spezialvideo. Dort spricht Buffon über seine zahlreichen Erfolge, aber auch die schwierigen Momente vergisst der Fußball-Liebhaber nicht. Denn ein großer Pokal fehlt in der langen Tropäensammlung des Italieners – der Champions-League-Titel.

Mit Juventus erreichte Buffon dreimal das Finale des wichtigsten europäischen Wettbewerbs – dreimal ging er als Verlierer vom Platz. Sein erstes Finale verlor er 2003 gegen den AC Milan im Elfmeterschießen, 2015 verlor “Juve” deutlich gegen den FC Barcelona und auch 2017 war das Glück nicht auf der Seite der Italiener, als das Team aus dem Piemont gegen Real Madrid verlor.

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Karriereende? Noch lange nicht!

Mittlerweile ist Buffon, wie bereits erwähnt, 42 Jahre alt und fungiert bei Juventus als Ersatzgoalie hinter dem Polen Wojech Szczesny. Böse Zungen behaupten, Buffon führt seine Karriere nur aufgrund des fehlenden Puzzleteils in seinem Lebenslauf weiter fort. Er sei besessen vom Champions-League-Titel. Doch das entspricht nicht der Wahrheit, denn Buffon hat sich mit der Champions Leauge versöhnt, er kann auf viele, unfassbare Spiele zurückblicken – und vielleicht gelingt ihm der Triumph ja doch noch.

Ist ein Karriereende bald in Sicht? Wahrscheinlich nicht, denn “Gigi” liebt den Fußball einfach noch zu sehr, um aufzuhören. Seine innere Flamme für den Sport brennt – und wird auch nicht so schnell erlischen.

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(Red.)