VIDEO: Throwback – Der legendäre Torfall von Madrid

via Sky Sport Austria
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Wenn das erste Tor einer Partie schon vor Anpfiff fällt, kann etwas nicht mit rechten Dingen zu gehen. Der 1. April 1998 hält bis heute eine der kuriosesten Szenen in der Geschichte der Champions League bereit. Denn in der Halbfinal-Partie zwischen Real Madrid und dem damaligen Titelverteidiger Borussia Dortmund fiel das erste Tor noch bevor der Ball rollte.

95.000 Fans fieberten im Bernabeu dem Anpfiff zum Duell zwischen dem seit zwölf Jahren im Europacup titellosen Gastgeber und dem Titelverteidiger Borussia Dortmund, bei dem ÖFB-Legionär Wolfgang Feiersinger wegen einer Sperre fehlte, entgegen. Hinter dem Tor von Madrids Goalie Bodo Illgner heizten die “Ultra Sur”, die hartgesottenen Real-Fans, die Stimmung an. Einige kletterten am Absperrgitter hoch und zerrten so brachial an diesem, dass das mit Drahtseilen daran befestigte Tor umstürzte.

Die Partie konnte nicht wie geplant um 20:45 Uhr stattfinden. Und es sollte sich bis zum Anpfiff noch lange hinziehen.

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Real-Fans besorgen Ersatztor

Es dauerte nämlich über eine Stunde, ehe ein neues Tor bereitstand, da im Stadion selbst kein Ersatztor vorhanden war. Real-Fans fuhren daraufhin zum Trainingsgelände der Königlichen und beförderten das so dringend benötigte Ersatztor zurück ins Stadion.

Das neue Gestänge wurde montiert und nach einer Überprüfung durch den Schiedsrichter startete das Spiel mit 76-minütiger Verspätung.

Dortmund verlor das Spiel, das erst nach Mitternacht abgepfiffen wurde, mit 0:2 und schied nach einem 0:0 im Rückspiel aus. Real Madrid zog ins Finale ein und krönte sich dort durch ein 1:0 gegen Juventus Turin zum neuen Champions-League-Sieger.

Beitragsbilder: Imago