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VIDEO: Rückpass – Der Blick ins Archiv: Abstiegskampf pur: Massenschlägerei in der Südstadt

via Sky Sport Austria

Zu einem der skandalösesten Spiele im Kampf um den Abstieg in der Österreichischen Fußball-Bundesliga zählt mit Sicherheit die Begegnung zwischen der Admira und dem FC Wacker Tirol. Auf den Tag genau vor 14 Jahren fanden in Maria-Enzersdorf nach dem Schlusspfiff unschöne Szenen statt. Aber alles auf Anfang.

15. April, 2006: Tabellenschlusslicht Admira empfängt in der 32. Runde den FC Wacker Tirol. Die Admira braucht unbedingt einen Sieg im Abstiegskampf. Nach dem Führungstreffer in der ersten Spielhälfte läuft für die Südstädter lange alles nach Plan, doch in der 5. Minute der Nachspielzeit sorgt Tirols Hannes Eder für den Ausgleich. Danach fliegen die Fäuste.

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Die Ausgangslage

Das Team des Admira-Trainer-Duos Hubert Baumgartner und Ernst Baumeister stand bereits vor dem Duell gegen Wacker mit dem Rücken zur Wand. Der Rückstand auf die neuntplatzierten Mattersburger betrug vier Punkte. Auf Wacker, die Platz acht belegten, fehlten bereits acht Punkte. Ein Sieg der Admira gegen Wacker war in der 32. Runde daher praktisch schon Pflicht, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren.

Ausgleich in der 5. Minute der Nachspielzeit

Das Bundesstadion Südstadt erlebte bei freiem Eintritt einen für Admira-Verhältnisse regelrechten Ansturm. 7.000 Zuschauer sahen wie die Heimmannschaft in der 37. Spielminute durch ein Kopfballtor von Nino Bule in Führung ging. Lange hielt die Admira auch dank Torhüter Thomas Mandl, der Tirol-Stürmer Hannes Aigner zur Verzweiflung brachte, die Null. Doch als in der Schlussphase schon die Welle durch das Südstadt-Stadion rollte, sorgte Hannes Eder für die kalte Dusche. Nach einem Getümmel im Strafraum reagierte der Mittelfeldspieler am schnellsten und bezwang Mandl zum Ausgleich.

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“Wir wurden nach Strich und Faden hintergangen, das ist nicht normal”, beschwerte sich Baumgartner nach dem Spiel im Interview über die lange Nachspielzeit von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer.

Massenschlägerei nach Schlusspfiff

Nach der Partie kam es dann zum Skandal. Durch den verpassten Sieg lagen die Nerven bei den Admira-Spielern und -Betreuern bereits blank, dann kam auch noch der späte Siegestreffer von Mattersburg im zeitgleichen Spiel gegen den Grazer AK hinzu – die Emotionen kochten über, es kam zur Massenschlägerei.

Admiras Mohsen Faraji, der nicht einmal im Kader stand, trat Andreas Hölzl zu Boden. Außerdem musste Tirol-Torhüter Zeljko Pavlovic, nach einer Attacke von Mehdi Pashazadeh, wegen Blut im Urin ins Krankenhaus gebracht werden. Begonnen hatten die unschönen Szenen mit einem Stoß von Admira-Trainer Baumgartner gegen Tirol-Verteidiger Ferdinand Feldhofer sowie einem Schlag von Admira-Spieler Gerd Wimmer in das Gesicht des Tirol-Co-Trainers. “20 Meter vor dem Schiedsrichter habe ich schon gesehen, dass mein Co-Trainer geschlagen wird und dann ist es losgegangen”, kommentierte Tirol-Trainer Stanislaw Tschertschessow die Szenen.

Letztlich konnte sich die Admira in den verbliebenen vier Spieltagen nicht mehr retten und stieg ab.