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VIDEO: Rückpass – Der Blick ins Archiv: Das unglaubliche CL-Comeback der Wiener Austria

via Sky Sport Austria

Im Jahr 2013 schreibt die Austria ihr eigenes Fußballmärchen. Eine Achterbahn der Gefühle, die 10.500 Zuschauer am 27. August in der Generali-Arena erleben dürfen. Wie heißt es so schön – tot geglaubte leben länger. Nachdem die Wiener eigentlich schon aus der Champions League draußen sind, feiern sie dank Kienast-Tor ein geschichtsträchtiges Comeback und ziehen trotz Niederlage erstmals die Königsklasse ein.

In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie schafft der FK Austria Wien im August 2013 den erstmaligen Einzug in die Champions League. Die Violetten verlieren das Rückspiel im Play-off gegen Dinamo Zagreb zu Hause zwar mit 2:3 (1:2), dies reicht nach dem 2:0 der Wiener in Zagreb aber zum Aufstieg. Die Austria schafft damit die siebente CL-Teilnahme eines ÖFB-Clubs, die erste seit 2005 von Rapid.

“Für den Großteil der Mannschaft geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Wir sind mit den Nerven am Ende. Diese Partie hat alles geboten, was Fußball bieten kann.”

Manuel Ortlechner (Kapitän)

Traumstart für die Violetten

Ein schnelles Tor der Gäste hatte die Austria vor dem Spiel befürchtet. Doch nach wenigen Minuten brennt in der “Austria-Arena” violetter Jubel auf. Ein Freistoß von Mader segelt dicht über den Köpfen der Akteure hinweg ins lange Eck. Der Traumstart für die Austria ist damit perfekt. Dinamo benötigt damit drei Tore, um noch als Aufsteiger vom Platz zu gehen.

Trotz des Rückstands macht der 15-fache kroatische Meister aber keine Anstalten, das Spiel verloren zu geben. Dinamo agiert im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert und schnürt die Austria in ihrer eigenen Spielhälfte ein. Die Wiener finden überhaupt keine Mittel, Entlastung zu schaffen.

Doppelschlag der Kroaten vor der Pause

Torhüter Heinz Lindner pariert zunächst einen Soudani-Schuss bravourös (30.), kurz darauf bestraft Dinamo schlussendlich aber die Passivität der Wiener. Brozovic schlenzt den Ball vom Sechzehner ins lange Eck und beendet damit die Europacup-Torsperre der Austria. Vier Minuten später reklamieren die technisch starken Kroaten darüber hinaus einen Hands-Elfmeter, nachdem Marko Stankovic den Ball im Strafraum verdächtig berührt.

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Die Austria ist nun schwer angeschlagen, Lindner gegen Fernandes wieder in extremis gefragt (42.). Dinamo wird für die starke Vorstellung aber noch vor dem Pausenpfiff belohnt. Die Austria-Defensive kann nach einem hohen Ball nicht klären, Fernandes zirkelt den Ball in die Maschen. 68 Prozent Ballbesitz zugunsten der Gäste sprachen eine deutliche Sprache.

Bjelica, der im Vorfeld von “harter Arbeit” für seine Mannschaft sprach, ist in der Halbzeit gefragt. Die Austria versucht den Gegner nach Seitenwechsel auch früher zu stören und Konterattacken zu setzen. Am Drücker bleibt aber nur Dinamo. Allein Fernandes findet zwei Möglichkeiten (55., 62.) auf den dritten Treffer vor, ehe der eingewechselte Beciraj per Kopf endgültig für violette Depression sorgt.

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Der Joker sticht: Kienast rettet Traum der Austria

Die Austria muss reagieren. Bjelica schickt schließlich in der 81. Minute Kienast auf das Spielfeld. Nur eine Minute später lässt der Stürmer die Arena erneut erbeben. Was folgt ist eine neuerliche Abwehrschlacht der Austria. Mit etwas Glück und viel Leidenschaft bringen die Wiener das Resultat aber über die Zeit.

Torfolge: 1:0 (5.) Mader, 1:1 (33.) Brozovic, 1:2 (43.) Fernandes, 1:3 (70.) Beciraj, 2:3 (82.) Kienast

Die damaligen Aufstellungen:

Austria Wien: Lindner – Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner – Mader, Holland (81. Kienast) – Royer, Stankovic, Jun (69. A. Grünwald) – Hosiner (85. Leovac)

Dinamo Zagreb: Sandomierski – Pinto, Addy, Simunic, Pivaric – Ademi – Soudani (75. Leko), Husejinovic (59. Beciraj), Brozovic, Fernandes – Sammir (73. Antolic)

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Stimmen zum Spiel:

Roman Kienast (Torschütze Austria): “Es ist unbeschreiblich, so ein Tor schießt man nicht aller Tage. Gott sei Dank habe ich heute die Chance bekommen, ich bin genau richtig gestanden. Wir können das jetzt noch nicht realisieren, aber morgen können wir uns doppelt freuen.”

Florian Mader (Torschütze Austria): “Erstmals in der Champions League. Ganz Österreich freut sich mit uns mit. Ich freue mich auf die Auslosung. Da wird jeder Wunsch erfüllt, ganz egal was kommt. Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Zagreb hat es uns sehr, sehr schwer gemacht. Das haben wir gewusst, aber lange nicht konsequent genug nach vorne gespielt.”

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Marko Stankovic (Mittelfeldspieler Austria): “Ich kann es noch immer nicht glauben, von dem habe ich als Kind geträumt. Wir sind perfekt gestartet, aber dann hat Dinamo perfekt gespielt, wir haben kein Gegenmittel gefunden, vielleicht zu viel Respekt gehabt. Der Fußballgott hat heute aber runtergeschaut. Vielleicht ist nicht die fußballerisch bessere Mannschaft weiter, sondern die, die mehr wollte.”

Nenad Bjelica (Trainer Austria): “Uns wird erst in einigen Tagen bewusst sein, was wir erreicht haben. Das 1:0 war sehr wichtig, weil wir gezeigt haben, wir wollen nach vorne spielen. Nach der Führung waren wir vielleicht nicht konsequent, haben geglaubt, das ist schon gegessen. Dinamo hat sehr hohe Qualität, um Tore zu schießen. Es waren auch viele Räume frei für den Gegner, das haben sie ausgenutzt. Auch nach dem 1:3 habe ich an die Mannschaft geglaubt, wollte ruhig bleiben und habe versucht, eine Alternative zu bringen. Ich glaube, meine Mannschaft hat sich den Aufstieg verdient, deshalb ist uns noch ein Tor gelungen. Jetzt hätte ich gerne Real Madrid, Barcelona oder Chelsea.”

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