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VIDEO: Rückpass – Der Blick ins Archiv: Valachovic schießt Rapid gegen Lok Moskau in die Königsklasse

via Sky Sport Austria

Es sind Momente wie diese, die den Fußball so einzigartig machen. In der heutigen Ausgabe von “Rückpass – Der Blick ins Archiv” widmen wir uns einem Abend, der in die Grün-Weiße Fußball-Geschichte einging. Am 23. August 2005 eliminierte der SK Rapid Wien in der dritten und letzten Qualifikationsrunde sensationell den russischen Champion Lok Moskau.

Nach dem 1:1 im Hinspiel in Wien setzten sich die Hütteldorfer im zweiten Match in der russischen Hauptstadt 1:0 (0:0) durch. Den Treffer der im Finish groß auftrumpfenden Rapidler erzielte wie im ersten Spiel der aufgerückte slowakische Verteidiger Valachovic (84.) per Kopf. Den Aufstieg in die Gruppenphase hatte aus ÖFB-Sicht zuletzt Sturm Graz in der Saison 2000/2001 geschafft.

Lok dominierte das Geschehen zunächst klar, doch mit einem starken Finish rissen die Grün-Weißen das Ruder noch herum. Goldes Wert für die in den Schlussminuten groß auftrumpfende Truppe von Josef Hickersberger war Verteidiger Valachovic. Der Slowake, der bereits im Hinspiel per Elfmeter getroffen hatte, sorgte in der 84. Minute per Kopf für die umjubelte Entscheidung. Damit ist Österreich erstmals seit der Saison 2000/2001 (Sturm Graz) in der finanziell so lukrativen Gruppenphase vertreten, Rapid war dies bis zu diesem Tag das erste und letzte Mal in der Saison 1996/1997 gelungen.

Rapid besiegte damit auch den rot-weiß-roten “Lok-Moskau-Fluch”. Denn die Lokomotive hatte in der Champions-League-Quali 2001/2002 FC Tirol und ein Jahr später auch den GAK zum Entgleisen gebracht. Zugleich blieb Rapids Weste in den EC-Duellen mit Russland blütenweiß, im sechsten Duell stieg man zum sechsten Mal auf. Die eindrucksvolle Auswärtsbilanz dabei: drei Siege, drei Unentschieden.

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Tor: 0:1 (84.) Valachovic

Die damaligen Aufstellungen:

Lok Moskau: Owtschinnikow – Paschinin, Asatiani, Sennikow – Gurenko (86. Ruopolo), Maminow, Jewsejew – Samedow (57. Ismailow), Chochlow, Biljaletdinow – Lebedenko

Rapid: Payer – Dober, Valachovic, Bejbl, Adamski – Hofmann, Korsos (74. Martinez), Hlinka, Ivanschitz – Kincl, Akagündüz (55. Lawaree)

Stimmen zum Spiel:

Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): “Ich freue mich riesig und bin glücklich. Schließlich sind wir aus den untersten Niederungen der Tabelle nach oben gekommen. Aber jetzt wartet auch viel Arbeit auf uns, wir müssen schließlich die Gegner beobachten.”

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): “Das ist auf jeden Fall eine Steigerung gegenüber dem Meistertitel. Es ist unglaublich. Wir haben jetzt sechs wunderschöne Spiele auf sehr großer Bühne. Ganz Wien und ganz Österreich kann stolz auf uns sein.”

Helge Payer (Rapid-Tormann): “Für uns als Mannschaft ist das ein Wahnsinnserfolg, und auch für Österreich ein Supererfolg. Jetzt wird der Flieger wackeln, obwohl ich Flugangst habe. Ich bin schon gespannt auf die Auslosung in Nyon. Jedes Spiel auf so einer europäischen Bühne ist super für einen österreichischen Fußballer.”

Axel Lawaree (Rapid-Stürmer): “Die Gruppenphase der Champions League erreicht zu haben, das ist fantastisch. Im Fußball ist zwar alles möglich, doch gegen eine so gute Mannschaft wie Lok Moskau 1:0 zu gewinnen, das ist unglaublich. Wir werden diesen Moment genießen. Wir haben gezeigt, dass wir eine sehr gute Mannschaft sind, wenn wir 90 Minuten konzentriert spielen.”

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(APA)

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