Vierte Pleite in Folge für den KAC

Der KAC hat im Rennen um einen Platz in den Top sechs der ICE Hockey League einen weiteren Rückschlag kassiert. Beim aufgrund von Coronasorgen zuletzt pausierenden HCB Südtirol verlor Österreichs Eishockey-Meister am Sonntag mit 2:3 und damit das vierte Spiel in Folge. Die Klagenfurter fielen in der Tabelle auf Platz acht zurück, da neben Bozen auch Znojmo mit einem klaren 8:0 bei Olimpia Ljubljana einen Sieg feierte.

Der HC Innsbruck blieb dank eines 2:1 gegen die Graz 99ers im Rennen um einen Platz in den ersten Zehn, der einen Start im Pre-Play-off bedeuten würde. Die Grazer sind vor den Tirolern derzeit Zehnter. Tabellenführer Salzburg unterlag bei Fehervar mit 2:3. Die Ungarn sicherten damit den dritten Rang ab.

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Der KAC musste in Südtirol auf den in Quarantäne weilenden Routinier Thomas Koch verzichten, auch Nick Petersen fehlte weiter. Die „Rotjacken“ schafften nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand nach nicht einmal sieben Minuten durch zwei Treffer von Matt Fraser (52./PP, 55.) spät den Ausgleich. Der Stürmer beendete nach 204:36 Minuten die längste torlose Zeit des Rekordmeisters seit der Bundesligagründung 1965. Als bereits die Overtime winkte, war Angelo Miceli nach einem Fehler der Klagenfurter aber 91 Sekunden vor dem Ende zur Stelle. Der aus Peking zurückkehrte dänische Nationalgoalie Sebastian Dahm wehrte den ersten Versuch noch ab, musste aber den Rebound passieren lassen.

Bei Innsbruck stand der zuletzt erkrankte Head Coach Mitch O’Keefe wieder an der Bande, mit Nico Feldner fehlte jedoch ein zuletzt starker Akteur. Joel Messner brachte die auf einen Sieg angewiesenen Tiroler im Powerplay voran (10.), die 2:0-Führung zur ersten Drittelpause fiel kurios: Lukas Bär zog zwei Sekunden vor der Sirene kurz nach der Mittellinie ab, Graz-Keeper Christian Engstrand ließ sich überraschen. Die 99ers machten die Partie dann ebenfalls im Powerplay durch Mike Zalewski (27.) noch spannend. Bei Innsbruck musste Goalie Tom McCollum mehrmals rettend eingreifend. Der Amerikaner zeigte 31 Paraden.

Salzburg kassierte in Ungarn eine späte Niederlage. Die „Bullen“ gingen durch Thomas Raffl (16.) und Benjamin Nissner (22.) zweimal in Führung, fingen sich aber 2:30 Minuten vor der Schlusssirene in Unterzahl den entscheidenden Gegentreffer durch einen von Anze Kuralt abgefälschten Distanzschuss ein. Goalie JP Lamoureux parierte in einer turbulenten Schlussphase noch einen Penalty, die Salzburger konnten den Ausgleich aber nicht mehr erzwingen.

(APA)

Bild: GEPA