Bayern gegen PSG als Viertelfinal-Hit in Atlanta

Viertelfinal-Hit in Atlanta: Bayern als „Spielverderber“ für perfekte PSG-Saison?

Paris Saint-Germain schickt sich an, die perfekte Saison im Klub-Fußball hinzulegen. Im Viertelfinale der Klub-WM treffen die Franzosen am Samstag (18.00 Uhr) in Atlanta auf den FC Bayern München.

Die Franzosen haben bereits die heimische Liga, den französischen Cup und die Champions League gewonnen. Im zweiten Spiel des Abends (22.00 Uhr) treffen in einer Neuauflage des Champions-League-Endspiels 2024 Real Madrid und Borussia Dortmund aufeinander.

PSG ist nach dem 4:0-Sieg im Achtelfinale gegen Inter Miami, bei dem alle vier Tore vor der Halbzeitpause fielen, weiterhin Turnierfavorit. „Dies ist eindeutig eine historische Saison für unseren Verein, und wir wollen in diesem Wettbewerb weiter Geschichte schreiben“, erklärte PSG-Trainer Luis Enrique, betonte aber: „Wir müssen konzentriert bleiben. Urlaub und die nächste Saison sind nicht die Sachen, die mich jetzt interessieren. Wir müssen daran denken, uns zu erholen und uns unter den bestmöglichen Bedingungen auf das Spiel vorzubereiten.“

PSG „eine der stärksten Mannschaften der Welt“

Sein Team glänzt derzeit dank der ungebändigten Offensivkraft, aber auch einer soliden Defensivarbeit. Bei Bayern liegt das Schwergewicht auf der Offensive um Harry Kane und Michael Olisé. In zehn der jüngsten elf Spiele gelangen der Mannschaft mindestens zwei Tore. Auch ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer machte im Laufe des Turniers eine gute Figur im Spiel nach vorne, defensiv aber waren die Münchner nicht immer sattelfest.

Viel wird gegen Ousmane Dembélé, Desiré Doué oder Khvicha Kvaratskhelia auf Torhüter Manuel Neuer ankommen, der sich aktuell nach einer Saison mit einigen Verletzungspausen wieder auf Topniveau befindet. „Paris ist eine der stärksten Mannschaften der Welt“, sagte der 40-Jährige anerkennend. Trainer Vincent Kompany meinte: „Es geht gegen die beste Mannschaft in Europa.“ Gespielt wird im futuristischen und klimatisierten Mercedes-Benz-Stadium in Atlanta mit seinem schließbaren Dach – bei angenehmen 22 Grad statt brütender Hitze.

Kein Bruderduell im Hause Bellingham

In East Rutherford im US-Staat New Jersey bekommt es Real Madrid ohne den verletzten David Alaba mit dem BVB zu tun. In den jüngsten vier Duellen dieser Teams setzte sich stets Real durch, zuletzt am 22. Oktober 2024, als die Spanier in der Champions League mit 5:2 siegten. Am 1. Juni desselben Jahres hatte sich Real durch einen 2:0-Finalsieg gegen die Borussen in London zum 15. Mal die Champions-League-Krone aufgesetzt. Seit Xabi Alonso Trainer der Königlichen ist, spielt das Team jedoch anders als unter Trainer Carlo Ancelotti. „Das ist Real Madrid, wie es bis vor Kurzem auch Leverkusen war. Sehr vertikal. Sehr schnell“, sagte BVB-Trainer Niko Kovac.

Zweikämpfe der Bellingham-Brüder gegeneinander wird es jedenfalls nicht geben. Jobe Bellingham holte sich in der ersten Hälfte beim 2:1 im Achtelfinale gegen Monterrey seine zweite Gelbe Karte im Turnier ab und ist nun gesperrt. Er verpasst damit das Spiel und das Bruderduell mit Reals Jude Bellingham. ÖFB-Profi Marcel Sabitzer kam bei den Dortmunder zuletzt als Wechselspieler von der Bank.

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(APA)/Bild: Imago