Vom Tennisstar zum Umweltschützer? Thiem spricht über seinen neuen Fokus
Heute ist Weltumwelttag – ein Anlass, den Sky mit einem besonderen Thementag auf Sky Sport News begleitet. Im Fokus stehen verschiedene Aspekte nachhaltiger Entwicklung im Sport: von der Zukunft des Profifußballs über die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Amateursport bis hin zur Frage, wie schon bei Kindern Umweltbewusstsein gestärkt werden kann.
Als Vorbild kam unter anderem Österreichs ehemaliges Tennis-Ass Dominic Thiem zu Wort, der auf Zugreisen setzt. Bei Sky Sport News sprach der 31-Jährige über folgende wichtige Themen:
Nachhaltigkeit in seiner Erziehung
„Ich habe das in der Erziehung auf dem Land mit der Natur sehr stark mitbekommen. Es war von Anfang an tief in mir drinnen. Eine Zeit lang lag der Hauptfokus wieder auf der Karriere. Aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto präsenter ist es geworden, und ich wusste immer, dass es nach der Karriere in Richtung Nachhaltigkeit gehen soll.“
Reisen während seiner Karriere:
„Zu den Hochzeiten hatte ich 65–70 Flüge im Jahr gehabt. Das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Ich habe dann persönlich Dinge gemacht, die möglich waren, aber auch über die sozialen Plattformen Nachhaltigkeit kommuniziert.“
Transition vom Profisportler zum Businessman
„Ich hatte viel Respekt vor dem Cut. Die Änderung ist schon gravierend. Ich habe im März 2024 entschieden, dass das mein letztes Jahr als Profisportler werden wird und hatte schon ein paar Monate parallel Zeit, mein neues Kapitel vorzubereiten. Es ist wichtig, dass man jeden Tag was zu tun hat, um den Übergang zu schaffen.“
Gemeinsames Projekt mit Sebastian Vettel
„Das Bio-Wald-Projekt haben wir zusammen gemacht. Es geht um die Rettung der Bienen. Wir bauen überall in ganz Europa Blumenwiesen an. Da habe ich Sebastian kennengelernt. Die meisten Sportler wollen Gutes tun – sei es eine Charity oder Nachhaltigkeit. Viele Sportler haben da eine gute Stimme, die sie auch nutzen.“
Verbesserung der Nachhaltigkeit im Tennissport
„Es hat sich schon vieles verbessert, vor allem der Plastikverbrauch bei den Turnieren oder das Essen bei den Turnieren. Es ist aber schon noch Luft nach oben, vor allem mit den ganzen Reisen. International haben die Stadien viel Potenzial: PV-Panels auf dem Dach, mit denen man die Energie an die Community geben kann, die nah am Stadion wohnt.“
Blick in die Zukunft des Tennis und der Nachhaltigkeit
„Hoffentlich wird die Dekarbonisierung immer besser. Die Anreise der Fans sollte nachhaltiger werden. Vielleicht kommen auch PV-Panels auf die Stadiondächer.
(Sky) / Foto: IMAGO
